Kurt Zieger
deutscher Gebrauchsgrafiker
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Kurt Zieger (* 5. Oktober 1932 in Auerbach/Vogtland; † 16. November 2018[1]) war ein deutscher Gebrauchsgrafiker.
Leben und Werk

Zieger absolvierte von 1947 bis 1950 eine Lehre als Dekorationsmaler. Im Geräte- und Reglerwerk Teltow besuchte er den Zirkel Malerei und Grafik von Alois Kowol. Nach der Lehre arbeitete er als Gebrauchsgrafiker im Geräte- und Reglerwerk. Dabei entstand eine langjährige Freundschaft mit dem damaligen Werbeleiter des Betriebs Karl-Erich Koch. Von 1959 bis 1963 studierte Zieger an der Berliner Betriebsakademie der polygraphischen Industrie und daneben im Abendstudium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin-Oberschöneweide. Ab 1968 arbeitete er in Stahnsdorf freischaffend als Gebrauchsgrafiker. In der DDR erhielt er vor allem Aufträge volkseigener Betriebe für die Wirtschaftswerbung. Daneben betätigte er sich als freier Maler und Zeichner, u. a. bei seinen Aufenthalten auf Rügen, dem Darß und Hiddensee. Zusammen mit Ingeborg Fürstenberg (* 1931) gestaltete er um 1979 zwei Wandbilder (Froschkönig- bzw. Fischmotiv, industriekeramisches Mosaik, 490 × 380 cm) für die Eingänge einer Kindereinrichtung in Potsdam.[2] Er war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Auch nach der deutschen Wiedervereinigung arbeitete Zieger in seinem Stahnsdorfer Design-Büro für Wirtschaftsunternehmen. U. a. entwarf er das Logo der Biermarke Rex Pils der Brauerei Berliner Kindl, der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH und des lokale Kabelfernsehsenders TeltOwkanal.[3] Für die Gemeinde Stahnsdorf entwarf er die Stahnsdorfer Ehrennadel und das Gemeindewappen. Für den Verein „Teltow ohne Grenzen“ gestaltete er Broschüren, Plakate, Flyer u. ä. Er war als parteiloser Vertreter auf der Liste der SPD von 1990 bis 1993 Mitglied des Stahnsdorfer Gemeinderats. Ehrenamtlich leitete er ab 1992 den Zirkel Behinderte malen an der Jugendkunstschule in Teltow.[4]
2018 ehrte die Gemeinde Stahnsdorf ihn mit der Stahnsdorfer Ehrennadel, und 2023 wurde in Stahnsdorf ein Weg nach ihm benannt.
Ziegers Sohn Toni Zieger ist Geschäftsführer eines Stahnsdorfer Industrieunternehmens.
Ausstellungen (mutmaßlich unvollständig)
Einzelausstellungen
- 1987: Kleinmachnow
- 2014: Teltow, Galerie Altstadthof („Der frühe Kurt Zieger“)[5]
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1967 bis 1983: Dresden, VI. Deutsche Kunstausstellung bis IX. Kunstausstellung der DDR
- 1974 und 1989: Potsdam, Bezirkskunstausstellungen
Literatur
- Hellmut Rademacher (Einführender Text): Gebrauchsgrafik in der DDR. Verlag der Kunst, Dresden, Herausgeber Verband Bildender Künstler der DDR, 1975, S. 161, 176 und 349
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 1069