Kwameid
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Kwameid war eine niederländische Zeitschrift von und für Mädchen, die von März 1981 bis März 1989[1] von der gleichnamigen Amsterdamer Mädchenbewegung herausgegeben wurde.
Geschichte
Das Magazin entstand aus einer Mädchengruppe des Algemeen Nederlands Jeugd Verbond (ANJV),[2] die sich wöchentlich trafen, um alle möglichen Probleme zu besprechen.[3] Der Name „Kwameid“ wurde im Sinne von „kwaaie meisjes“ (böse Mädchen) verwendet, da Kwameid (ein schelmisches Mädchen) sich den einengenden Normen und Erwartungen an ein Mädchen widersetzte.[4] Die Redaktion bestand aus Mädchen und jungen Frauen.[5] Die Redaktionsräume befanden sich im Gebäude des Amsterdamer Frauenhauses[6] in der Da Costastraat 137.
Das Magazin erschien sechsmal jährlich[1] und wurde durch Anzeigen in großen niederländischen Zeitungen beworben, wie etwa Het Parool, Trouw und De Waarheid. Es hatte etwa 400 bis 500 Abonnenten[6] und wurde landesweit über Frauen- und alternative Buchhandlungen vertrieben und war in Frauenhäusern erhältlich.[2] Von 1981 bis 1989 erschienen insgesamt 32 Ausgaben.[1][7]
Themen
Jede Ausgabe hatte einen bestimmten Themenschwerpunkt.[6] Zu den behandelten Themen gehörten unter anderem Feminismus, Sexualität, Geschlechterrollen, Weglaufen, Arbeitslosigkeit, Mädchenträume, sexuelle Gewalt, Suizid, Diskriminierung und Vorurteile. Das Magazin brachte aber auch Beiträge zu Kunst, Buchbesprechungen und juristischen Fragen.[5]
1983 subventionierte die Stadt Amsterdam das Magazin und ermöglichte so eine zusätzliche Ausgabe, die sich hauptsächlich mit Arbeit und Arbeitslosigkeit befasste.[4] Diese Ausgabe hatte eine Auflage von 1.300 Exemplaren.[3]
Kwameid-Stiftung
1984 wurde die Kwameid-Stiftung gegründet mit dem Ziel durch die Veröffentlichung der Zeitschrift Aufmerksamkeit für die Probleme junger Menschen zu schaffen und Sexismus, Faschismus und Rassismus zu bekämpfen. Vorsitzende der Stiftung wurde Maria de Lurdes Oliveira Gomes, Schatzmeisterin und Schriftführerin war Clara Kroes.[7]
Kwameid-Magazine und -Poster sowie Fotos werden in der Königlichen Bibliothek der Niederlande in Den Haag, im Atria, instituut voor vrouwengeschiedenis in Amsterdam[7] und im Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam aufbewahrt und sind dort einsehbar.