Rabiu Kwankwaso
nigerianischer Politiker
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Rabiu Musa Kwankwaso (* 21. Oktober 1956 in Kwankwaso im heutigen Bundesstaat Kano) ist ein nigerianischer Politiker, der zweimal Gouverneur des Bundesstaats Kano war, später das Verteidigungsministerium leitete und als Leitfigur der Kwankwasiyya-Bewegung gilt.[1] Bei der Präsidentschaftswahl 2023 trat er für die New Nigeria Peoples Party an, und im März 2026 schloss er sich nach seinem Austritt aus dieser Partei dem African Democratic Congress an.[2]

Leben
Kwankwaso wuchs im heutigen Bundesstaat Kano auf, besuchte dort mehrere Schulen und studierte anschließend am Kaduna Polytechnic; später absolvierte er weiterführende Studien am Middlesex Polytechnic und an der Loughborough University of Technology.[1] Vor seinem Aufstieg in der Politik arbeitete er im Wasser- und Ingenieurwesen des Bundesstaats Kano und stieg dort bis zum leitenden Ingenieur auf.[3] Seinen landesweiten politischen Aufstieg begann er 1992 auf der Liste der Social Democratic Party, gewann das Mandat für den Wahlkreis Madobi und wurde danach stellvertretender Sprecher des Repräsentantenhauses.[4] In der Mitte der 1990er-Jahre gehörte er überdies zu den Delegierten einer Verfassungskonferenz, bevor er in die Regierungspolitik des Bundesstaats Kano wechselte.[1]
Wirken
Im Jahr 1999 wurde Kwankwaso erstmals Gouverneur des Bundesstaats Kano, verlor die Wiederwahl 2003, amtierte danach als Verteidigungsminister und kehrte 2011 für eine zweite Amtszeit als Gouverneur zurück.[1] Seine zweite Amtszeit wurde besonders mit kostenloser Bildung, Schulspeisung, Stipendienprogrammen sowie dem Ausbau von Schulen und Hochschulen verbunden, wodurch er in Kano an Beliebtheit gewann.[3][4] Nach seiner Rückkehr in die nationale Parteipolitik unterlag er 2018 bei den Präsidentschaftsvorwahlen der PDP Atiku Abubakar und erhielt dabei 158 Delegiertenstimmen.[5] 2022 verließ er die PDP, wurde Ende März nationaler Leiter der New Nigeria Peoples Party und am 8. Juni 2022 ihr Präsidentschaftskandidat; seine Kandidatur trug zugleich dazu bei, eine seit 1999 weitgehend von zwei Parteien geprägte nationale Konkurrenzlage aufzubrechen.[6][7][8] Bei der Präsidentschaftswahl 2023 wurde er Vierter, und im März 2026 wechselte er in den African Democratic Congress, um sich einem breiteren Oppositionsbündnis gegen Präsident Bola Tinubu anzuschließen.[2]