Ködnitzkees

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Das Ködnitzkees ist ein Gletscher der Glocknergruppe in der Gemeinde Kals am Großglockner im Bezirk Lienz (Osttirol).

Schnelle Fakten
Ködnitzkees
Ködnitzkees gesehen vom Figerhorn
Ködnitzkees gesehen vom Figerhorn

Ködnitzkees gesehen vom Figerhorn

Lage Tirol, Österreich
Gebirge Glocknergruppe
Fläche 0,83 km² [1]
Höhenbereich 3620 m ü. A.  2890 m ü. A. [1]
Koordinaten 47° 3′ 59″ N, 12° 41′ 35″ O
Ködnitzkees (Tirol)
Ködnitzkees (Tirol)
Entwässerung KödnitzbachKalserbach
Ködnitzkees und benachbarte Gletscher um 1870

Ködnitzkees und benachbarte Gletscher um 1870

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Lage

Das Ködnitzkees befindet sich an der Südwestseite der Glocknergruppe. Es liegt zwischen dem Teischnitzkees im Westen, dem Kleinglocknerkees im Norden, dem Hoffmannskees im Nordosten und dem Leiterkees im Osten. Es wird im Osten vom Stüdlgrat, dem Luisenkopf (3207 m ü. A.) und der Schere (3037 m ü. A.) begrenzt, im Osten bildet der Gratverlauf von Adlersruhe über Kampl und Burgwartscharte zu den Blauen Köpfen (3207 m ü. A.) die Grenze zum Leiterkees. Im Norden begrenzt die Gratlinie zwischen Kleinglockner (3770 m ü. A.) und Adlersruhe (3451 m ü. A.) das Ködnitzkees, wobei der Gletscher nur östlich des Kleinglockners bis zum Gratverlauf in maximal rund 3620 Metern Seehöhe reicht. Dort bildete sich ebenso wie südlich des Kleinglockners ein vom übrigen Eisfeld abgetrennter Gletscherbereich. In den übrigen Bereichen konnte das Ködnitzkees aufgrund der steilen Felshänge nur bis in eine Höhe von rund 3200 Metern wachsen. Im Südosten reicht das Ködnitzkees bis in eine Tiefe von maximal 2890 Metern Seehöhe.

Das Ködnitzkees wird vom Ködnitzbach entwässert, der das gleichnamige Ködnitztal durchfließt und bei Ködnitz in den Kalserbach mündet.

Geschichte

Der Name des Ködnitzkees leitet sich vom gleichnamigen Bach ab, dessen Name aus dem Slawischen *kǫtьnica stammt und Gegend im Winkel bzw. Winkelbach bedeutet.[2]

Das Ködnitzkees reichte um 1870 noch bis auf eine Tiefe von unter 2.700 Metern Seehöhe, wodurch es den gesamten Talschluss des Ködnitztales bis oberhalb des Fanatkogels ausfüllte und im Südosten bis westlich des Gipfels der Langen Wand lag.[3] Die Fläche des Ködnitzkees hat sich im Zuge des Gletscherschwundes seit der Mitte des 19. Jahrhunderts stark reduziert. Umfasste das vergletscherte Gebiet um 1850 noch 2,28 km²,[4] so schrumpfte es bis 1969 bereits auf 1,41 km².[5] Zwischen 1850 und 2022 verlor das Ködnitzkees rund 64 % seiner Fläche und wies 2022 noch eine Fläche von 0,83 km² auf.[1]

Einzelnachweise

Literatur

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