Kölpin (Usedom)
Ortsteil von Usedom
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Kölpin, vormals Regezow, ist heute ein Ortsteil der Stadt Usedom des Amtes Usedom-Süd im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.[1]
Kölpin Stadt Usedom | |
|---|---|
| Koordinaten: | 53° 51′ N, 13° 51′ O |
| Höhe: | 6 m ü. NHN |
| Postleitzahl: | 17406 |
| Vorwahl: | 038372 |
Geografie
Geschichte
Kölpin wurde 1589 und ab 1911 mit gleichem Namen genannt. Es ist nicht identisch mit dem Ort Kölpinsee, wobei die Namen eine ähnliche Herkunft haben. Der Name wird mit „Schwan“ gedeutet.[3] Der Ort wurde von 1267 oftmals bis 1901 mit „Regezo“ (1829 und in PUM 1835) und „Regezow“ benannt. Warum Kölpin dazwischen mit 1589 auftaucht ist unklar, denn diese Nennung beruht auf einer Quelle (Koser) von 1672. Regezow[4] soll ein als Lehn der uradeligen Familie von Buggenhagen gewesen sein, kurzzeitig um 1711 wiederum im Besitz des bürgerlichen Landwirts Christian Krüger. Gut Regezow wurde aber für den damaligen Werth von 908 Thlr. und 16 Groschen reluiert und fiel wieder an die von Buggenhagen, an den Landrat Ernst Christoph von Buggenhagen. 1747 erfolgte der Verkauf an den Offizier Christoph Adam von Stedingk, der 1767 via Contract es an seinen Schwiegersohn Major Franz Heinrich von Reichenbach gab. Die Buggenhagen behielten ein Rückkaufrecht. Zu jener Zeit hatte Gut Regezow noch ein gesondertes gutsherrliches Vorwerk namens Hufe.
Regezow wird bei Niemeyer als Wüstung angegeben mit einer ungenauen Lage, ist aber wie gesagt eine identische Lage und Form im PUM (Preußisches Urmesstischblatt) von 1835 wie der heutige Ort Kölpin. Die in der Region um Usedom-Wollin-Anklam ansässige gleichnamige Familie Kölpin wurde 1856 zu Potsdam in den preußischen Adelsstand erhoben[5][6] und kauften Regezow fast zeitgleich. Gutseigentümer wurde (so) der Politiker Karl von Böhlendorff-Kölpin. Er äußerte auch den Wunsch der Namensänderung. Um 1874 hieß der Rittergutspächter Witte, der ebenso Stellvertreter des Amtsvorstehers wurde.[7]
Anzunehmen ist eine bislang nicht dokumentierte Namens-Umbenennung von Regezow in Kölpin zwischen 1901 und 1911, nach neueren Erkenntnissen nach 1914. Denn damals führte das Rittergut in amtlichen Publikationen noch den Ortsnamen Regezow.[8]
Kölpin ist nach dem Messtischblatt von 1920 ein Gutsdorf mit dem kleinen aber dominanten Gut und der Landarbeiterkatenzeile. Vom Gut ist heute nicht mehr viel erhalten, lediglich der Gutspark ist noch in der Ausdehnung vorhanden, wie er vor 100 Jahren bestand. Letztgenannte Besitzerin.[9] war 1939 die Witwe[10] Hildegard von Böhlendorff-Kölpin, eine geborene Gräfin von Moltke, deren Verwandte teils auch in Regezow lebten,[11] so die Witwe[12] des Generals Hermann von Lüderitz. Als Verwalter agierte Heinrich Möller. Anfang der 1940er Jahre gehörte die Gemarkung des 198 ha-Rittergutes Kölpin mit Karnin zu Zecherin. Die letzte Gutsbesitzerin Hildegard von Böhlendorff-Kölpin starb 1957 in Reinbek bei Hamburg.[13]
Kölpin hat heute einen kleinen Hafen am Peenestrom und mehrere Feriendomizile.
Literatur
- Kölpin (Regezow), In: Manfred Niemeyer: Ostvorpommern I. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Band 1: Usedom. In: Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Band 1; Hrsg. Ernst-Moritz-Arndt-Univ. Greifswald, Institut f. Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6, S. 5 ff.
- Regezow, In: Wilhelm Ferdinand Gadebusch: Chronik der Insel Usedom. Verlag W. Dietze, Anklam 1863, u. a. S. 194. Reprint: Salzwasser-Frankfurt-M./BoD-Norderstedt 2022. ISBN 978-3-37506-961-2.
- (Rittergut) Regezow, In: Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Enthaltend die Zustände dieser Lande in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. II. Theils-Band I, W. Dietze-Anklam, Gunkel &. Muthschall, Berlin 1865, S. 672 f.
Weblinks
- Kölpin im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 3. November 2025.
- Kölpin auf Stadtinfo-Usedom.de