Kłączno

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Kłączno (deutsch Klonschen; kaschubisch Kłãczëno) ist ein Dorf in der Gmina Studzienice im Powiat Bytowski in der polnischen Woiwodschaft Pommern.

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Kłączno
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Kłączno (Polen)
Kłączno (Polen)
Kłączno
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Pommern
Powiat: Bytów
Gmina: Studzienice
Geographische Lage: 54° 4′ N, 17° 32′ O
Einwohner: 137 (2011[1])
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Geographische Lage

Das Dorf liegt im östlichen Hinterpommern, etwa zwölf Kilometer südsüdöstlich der Stadt Bytów, sechs Kilometer südlich des Kirchdorfs Ugoszcz und 3,5 Kilometer südwestlich des Dorfs Studzienice.

Östlich grenzt das Dorf an den sich von Südwesten nach Nordosten 5,5 Kilometer weit erstreckenden See Kłączno (kaschubisch Jezoro Kłończno), dessen nördlicher Teil auch als Studzieniczno der südliche als Ryńskie bezeichnet wird.

Geschichte

Häuser des Dorfs am Ulrichsdorfer See

Das heutige Kłączno, das früher Klonczen oder Klonschen hieß, war von alters her von Kaschuben bewohnt. In einer dem Deutschen Orden am 9. Oktober 1313 ausgestellten Urkunde, in der Markgraf Waldemar von Brandenburg die Grenzen des von ihm dem Orden verkauften Teils von Pommern festlegte, wird angrenzende See als Lacum Studenitzno (d. h. Stüdnitzer See) bezeichnet.[2] Bei dem in derselben Urkunde erwähnten Ort villa Goliczeuo handelt es sich möglicherweise um Kłączno. Laut Visitations-Rezess von 1437 lieferte Klonczen A, B, C dem Deutschen Orden sieben Pockoff Honig.[3] Aus dem Jahr 1628 ist die Ortsbezeichnung Klontschen überliefert.[4]

Vor der kurbrandenburgischen Besitzergreifung des Landes Butaw am 18. Juni 1658 hatte Alt Klontzen einen Freischulzen-Hof und sechs Bauernhöfe. Infolge des Kriegs lagen fünf Bauernhöfe wüst, und ein Bauer hatte nur noch zwei Pferde und eine Kuh.[5] Laut Vasallen-Tabelle besaßen um 1756 Michel von Skorka, Matthias von Skorka und Christoph von Skorka Anteile von Klonczen.[6] Um 1782 hatte Klonzen oder Klontschen einen aus drei Vorwerken bestehenden adligen Anteil sowie einen königlichen Anteil mit einem Freischulzen-Hof und vier Bauernhöfen von Freileuten; die Besitzer der drei Vorwerke waren Michael von Sikorski, Matthias von Mezyck-Sikorski (auch Kloschinski genannt) und Christoph von Sikorski.[7][8] Durch einen Kaufvertrag vom 15. August 1801 erwarb Anton von Tempski Klonczen A von Michael von Sikorski für 2000 Florin.[3] Laut Vasallentabelle von 1804 saßen der 77-jährige Michael von Sikorski auf Klonczen A, der 73-jährige Mathias von Sikorski auf Klonczen B und der 63-jährige Christoph von Sikorski auf Klonczen C.[9] Auf Klonczen A saß 1836 Anton von Tempski,[10] dessen Familie hier auch noch 1855 begütert war.[11]

Am 13. Dezember 1873 verlor Adlig Klonczen die Eigenschaft als Gutsbezirk.[12]

Am 31. August 1904 wurde die Landgemeinde Klonczen in Klonschen umbenannt.[12]

Am 1. Dezember 1913 wurden auf der 1293,1 Hektar großen Gemarkung der Landgemeinde Kathkow 60 viehhaltende Haushaltungen gezählt, die zusammen 40 Pferde, 129 Stück Rindvieh, 60 Schafe und 251 Stück Borstenvieh hielten.[13]

Anfang der 1930er Jahre hatte die Landgemeinde Klonschen eine Flächengröße von 12,9 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen standen insgesamt 44 bewohnte Wohnhäuser an fünf verschiedenen Wohnplätzen:[14]

  1. Forsthaus Schütte
  2. Hopfenkrug
  3. Klonschen
  4. Ossowo
  5. Seemali

Am 29. Dezember 1937 wurde die Landgemeinde Klonschen in Ulrichsdorf (Pom.) umbenannt.[12]

Bis 1945 bildete Ulrichsdorf eine Landgemeinde im Landkreis Bütow im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Ulrichsdorf war dem Amtsbezirk Stüdnitz zugeordnet. Das Standesamt befand sich in Stüdnitz.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Region im März 1945 durch die Roten Armee besetzt. Infolge des Krieges kam der Ort an Polen und wurde in Kłączno umbenannt.

Demographie

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner Anmerkungen
1782Ortschaft mit dem königlichen Anteil Klonzen oder Klontschen, bestehend aus einem Freischulzen-Hof, vier Höfen von Freileuten und sechs Feuerstellen (Haushaltungen), und dem adeligen Gut Klonzen oder Klontschen mit drei Vorwerken und sechs Feuerstellen[7]
181875Dorf, königliche Besitzung, zum Kirchspiel Bernsdorf gehörig[15]
182588Dorf, mit den Vorwerken Hopfenkrug und Seemaly[16]
1846251Dorf, davon 181 in Königlich Klonczen und 70 in Adelig Klonczen[17]
1852319Dorf[18]
1855310am Jahresende, davon 98 (17 Evangelische, 81 Katholiken) in Adelig Klonczen und 212 (zehn Evangelische, 202 Katholiken) in Königlich Klonczen[19]
1864374am 3. Dezember, davon 249 in Gemeindebezirk Königlich Klonczen und 125 im Gutsbezirk Adelig Klonczen[20]
1867382am 3. Dezember, davon 252 in der Landgemeinde Königlich Klonczen und 130 im Gutsbezirk Adelig Klonczen[21]
1871346am 1. Dezember, davon 258 (28 Evangelische, 230 Katholiken) in der Landgemeinde Königlich Klonczen und 88 (19 Evangelische, 69 Katholiken) im Gutsbezirk Adelig Klonczen[21]
1885332am 1. Dezember, Landgemeinde Klonczen, davon 37 Evangelische, und 295 Katholiken[22]
1895391am 2. Dezember, Landgemeinde Klonczen, davon 36 Evangelische und 355 Katholiken[23]
1905365davon 42 Evangelische (sämtlich mit deutscher Muttersprache) und 323 Katholiken (elf mit deutscher, zwei mit polnischer und 310 mit kaschubischer Muttersprache)[24]
1910374am 1. Dezember[25]
1925332Landgemeinde, in 73 Haushaltungen, darunter 103 Evangelische und 226 Katholiken[14]
1933256[26]
1939277[26]
2011137[1]
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Kirche

In Klonschen bildeten Katholiken die Bevölkerungsmehrheit. Das katholische Kirchspiel war in Bernsdorf. Die evangelische Christen waren nach Sommin eingepfarrt.

Die seit 1945 und Vertreibung eines Teils der einheimischen Dorfbewohner anwesende polnische Einwohnerschaft sowie die hier lebenden altangestammten kaschubischen Familien sind mit seltenen Ausnahmen katholisch und gehören heute der Römisch-katholischen Kirche in Polen an. Das polnische evangelische Kirchspiel ist in Bütow.

Söhne und Töchter des Orts

  • Anton von Sikorski, Hauptmann a. D., † 1856 in Bütow[27]

Fußnoten

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