Lithiumbis(trimethylsilyl)amid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Lithiumbis(trimethylsilyl)amid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Trimethylsilylamide. Es ist das Lithiumsalz von Hexamethyldisilazan.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Lithium-bis(trimethylsilyl)amid
Allgemeines
Name Lithiumbis(trimethylsilyl)amid
Andere Namen
  • LHMDS
  • Lithiumhexamethyldisilazid
  • Lithiumhexamethylsilazid
  • Bis(trimethylsilyl)lithiumamid
Summenformel C6H18LiNSi2
Kurzbeschreibung

farbloser bis gelber Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 4039-32-1
EG-Nummer 223-725-6
ECHA-InfoCard 100.021.569
PubChem 2733832
Wikidata Q219037
Eigenschaften
Molare Masse 167,33 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

0,86 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

70–72 °C[3]

Siedepunkt

115 °C (1 Torr)[3]

Löslichkeit

löslich in unpolaren Lösungsmitteln, wie aromatischen Kohlenwasserstoffen, Hexan, THF[3], reagiert mit Wasser und Alkoholen[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 228314
P: 210280305+351+338309310402[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Lithiumbis(trimethylsilyl)amid kann durch Reaktion einer Lösung von n-Butyllithium in Pentan mit einer Lösung von Hexamethyldisilazan in Ether gewonnen werden.[4]

Eigenschaften

Lithiumbis(trimethylsilyl)amid ist ein farbloser Feststoff, der sich an Luft zersetzt, wobei Selbstentzündung erfolgen kann. Unter Stickstoff ist er beständig.[4] Als Feststoff liegt er als Trimer vor. Er ist in vielen organischen Lösungsmitteln löslich und liegt in Lösung in THF oder Ether als dimer-monomer Mischung vor. In Kohlenwasserstoffen liegt er als tetramer-dimer Mischung vor.[5]

Verwendung

Lithiumbis(trimethylsilyl)amid wird als Base zur Herstellung von Dienen und Enolaten verwendet.[1] Es wird auch katalytisch zur Addition von P-H-Bindungen in Phosphanen an Carbodiimide zu Phosphaguanidinen und der Synthese von disubstituierten 1,2,5-Thiadiazolen verwendet.[2]

Einzelnachweise

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