LMS Nr. 7080–7119

dieselelektrische Rangierlokomotive From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Lokomotiven Nr. 7080–7119, später BR-Klasse D3/7, waren eine Baureihe von 40 dieselelektrischen Rangierlokomotiven, die zwischen 1939 und 1942 von der London, Midland and Scottish Railway (LMS) gebaut wurden. Die Lokomotiven entstanden in den Derby Works unter Verwendung des Antriebsstrangs von English Electric. Sie waren eine Weiterentwicklung der BR-Klasse D3/6.

Schnelle Fakten LMS Nr. 7080–7119WD Nr. 49–58BR-Klasse D3/7ESR (unbekannt) FS 700 ...
LMS Nr. 7080–7119
WD Nr. 49–58
BR-Klasse D3/7
ESR (unbekannt)
FS 700
LMS Nr. 7080
LMS Nr. 7080
LMS Nr. 7080
Nummerierung: LMS 7080–7119
BR 12003–12032
Anzahl: 40
Hersteller: Mechanik: Derby Works
Elektrik: English Electric
Baujahr(e): 1939–1942
Ausmusterung: 1964–1967
Achsfolge: C
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 7080–7099: 9563 mm
7100–7119: 9893 mm
Breite: 2616 mm
Höhe: 3835 mm
Gesamtachsstand: 4648 mm
Treibraddurchmesser: 1295 mm
Leermasse: 7080–7099: 52,53 t
7100–7119: 50,60 t
Dienstmasse: 7080–7099: 56,14 t
7100–7119: 54,36 t
Reibungsmasse: 7080–7099: 56,14 t
7100–7119: 54,36 t
Radsatzfahrmasse: 7080–7099: 19,20 t
7100–7119: 18,29 t
Höchstgeschwindigkeit: 32 km/h (20 mph)
Installierte Leistung: 261 kW (350 bhp)
Traktionsleistung: 192 kW (258 hp)
Anfahrzugkraft: 149 kN (33.500 lbf)
Motortyp: English Electric 6K
Motorbauart: 6-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor
Nenndrehzahl: 680 min−1
Leistungsübertragung: elektrisch
Lokomotivbremse: Druckluft
Zugbremse: keine
Kleinster Halbmesser: 91 m
Kupplungstyp: Schraubenkupplung
Tankinhalt: 3005 l (661 gal)
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Geschichte

Die Lokomotiven wurden vom LMS-Chefingenieur William Stanier für den schweren Rangierdienst, insbesondere auch für Einsätze am Ablaufberg, beschafft. In den Jahren 1939 bis 1942 bauten die Derby Works jährlich zehn Lokomotiven, wobei der Antriebsstrang von English Electric beigestellt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurden in den Jahren 1941 und 1942 insgesamt 16 Lokomotiven, teils direkt ab Werk dem War Department (WD) abgegeben. Die zehn Lokomotiven mit den LMS-Nr. 7100 bis 7109 erhielten beim WD die Nummern 49 bis 58 und kehrten nach dem Krieg nicht nach Großbritannien zurück; sechs davon gelangten später nach Ägypten, vier nach Italien. Die späteren LMS-Lokomotiven Nr. 7110 bis 7115 wurden ab Werk direkt ans WD geliefert, kehrten aber nach Kriegsende zurück.[1]

Nach der Verstaatlichung 1948 übernahm British Railways die 30 bei der LMS verbliebenen Maschinen und ordnete sie in die Klasse D3/7 ein. Die neuen Nummern waren 12003 bis 12032. Sie wurden hauptsächlich in Rangierbahnhöfen der Midlands eingesetzt. Die erste Lokomotive wurde 1964 ausgemustert, die übrigen folgten zwischen 1966 und 1967.

In Großbritannien sind keine Lokomotiven erhalten geblieben, aber von den vier nach Italien gelangten Lokomotiven sind zwei erhalten. Die Nr. 7103 ist als Nr. 700.001 im Eisenbahnmuseum Piemont, die 7196 ist bei der Trasporto Ferroviario Toscano als Nr. 700.003.

Technik

Die Lokomotiven D3/7 basierten auf dem Konzept der BR-Klasse D3/6, unterschieden sich jedoch durch eine geänderte Kraftübertragung. Während die D3/6 zwei Tatzlager-Fahrmotoren besaß, verwendete die D3/7 einen einzelnen, im Kasten untergebrachter Fahrmotor, der über eine Blindwelle und Kuppelstangen alle drei Achsen antrieb. Dies führte zu einem gegenüber der D3/6 längeren Lokomotivrahmen und längeren Radstand.

Ein English‑Electric‑Dieselmotor mit 260 kW (350 hp) Leistung trieb einen 250 kW (340 hp) leistenden Gleichstromgenerator an. Dieselmotor und Generator waren auf einem Hilfsrahmen montiert, der über eine Dreipunkt-Lagerung mit vibrationsdämpfenden Gummipuffern am Hauptrahmen befestigt war. Die Kühlung erfolgte über einen frontseitigen Kühler mit riemengetriebenem Lüfter.

Literatur

  • L.M.S. Oil-Electric Shunting Locomotive. In: The Engineer. Band 168, Nr. 45, 14. Juli 1939.
  • Oil-Engined Rail Traction in 1939, No.II. In: The Engineer. Band 169, Nr. 56, 19. Januar 1940.

Einzelnachweise

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