Lactacystin
chemische Verbindung
From Wikipedia, the free encyclopedia
Lactacystin ist eine organische Verbindung, die durch Bakterien der Gattung Streptomyces synthetisiert wird und im Jahr 1991 zuerst beschrieben wurde.[2]
| Strukturformel | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Lactacystin | ||||||||||||
| Andere Namen |
(2R)-2-Acetamido-3-[(2R,3S,4R)-3-hydroxy-2-[(1S)-1-hydroxy-2-methylpropyl]-4-methyl-5-oxopyrrolidin-2-carbonyl]sulfanylpropansäure | ||||||||||||
| Summenformel | C15H24N2O7S | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
| |||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 376,43 g·mol−1 | ||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest[1] | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
| |||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Wirkung
Lactacystin ist ein Proteasom-Inhibitor und inhibiert spezifische katalytische Untereinheiten des Proteasoms. Proteasom ist ein Enzym, das intrazellulär Proteine abbaut und zu den Peptidasen gehört.[3] Damit nimmt es an der Regulation des Zellzyklus teil. Die Steuerung der Proteasomfunktion eignet sich daher potentiell zur Krebstherapie. Lactacystin war der erste nicht-peptidische Proteasom-Inhibitor und wird mittlerweile weitverbreitet in der Biochemie und Zellbiologie eingesetzt.[4]
Synthese
Die erste Totalsynthese von Lactacystin wurde im Jahr 1992 von E. J. Corey entwickelt[5] und später durch eine effiziente und direkte enantioselektive Synthese ergänzt.[6] Mittlerweile haben verschiedene Forschungsgruppen alternative Synthesen entwickelt.[7][8][9][10]