Lagarto (Sergipe)
Gemeinde im Bundesstaat Sergipe, Brasilien
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Lagarto ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Sergipe im Nordosten des Landes. Sie liegt im südlichen Zentrum des Bundesstaates, mit einer vom brasilianischen Institut für Geografie und Statistik (IBGE) ermittelten Einwohnerzahl von 105.957 (2025).[1] Als drittgrößte Gemeinde in Sergipe liegt die Stadt 75 km von der Hauptstadt Aracaju entfernt.
| Lagarto | |||
|---|---|---|---|
| |||
Lage von Lagarto in Brasilien | |||
| Koordinaten | 10° 55′ 1″ S, 37° 39′ 0″ W | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Sergipe | |||
| Stadtgründung | 1604 | ||
| Einwohner | 105.957 (IBGE/2022) | ||
| Stadtinsignien | |||
| Detaildaten | |||
| Fläche | 969 km² | ||
| Bevölkerungsdichte | 109 Ew./km2 | ||
| Höhe | 183 m | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | |||
Geografie
Lagarto liegt im südlichen Zentrum von Sergipe. Durchflossen wird die Gemeinde von mehreren Flüssen und Bächen. Der Boden birgt sowohl abgebauten als auch unerschlossenen Bodenschatz: Ton, Kalkstein, Marmor, Schwefel und Pflastersteine. Zu den Naturschutzgebieten zählen die Becken des Dorfes Brejo und das Thermalbad Bica (eine natürliche Quelle innerhalb des Gemeindegebiets). Neben dem Stadtzentrum von Lagarto gehören auch noch knapp 100 Dörfer zur Gemeinde.
Geschichte
Lagarto gehört zu den ältesten Ortschaften im Bundesstaat Sergipe. Die Ursprünge der Stadt Lagarto liegen im Dorf Santo Antônio, das um 1604 vom Landbesitzer Antônio Gonçalves de Santomé gegründet wurde. 1658 wurde Lagarto zum Militärbezirk erklärt, wodurch der Besitz des Gebiets formalisiert und der Schutz vor äußeren und inneren Bedrohungen gewährleistet wurde. Mitte des 17. Jahrhunderts zwang eine schwere Epidemie die erste Siedlung vermutlich zur Verlegung an den heutigen Gemeindesitz, den Colina do Lagarto (Eidechsenhügel). 1697 wurde das Dorf Nossa Senhora da Piedade do Lagarto gegründet, welches die Grundlage für die heutige Stadt bildete. Am am 20. April 1880 wurde Lagarto schließlich offiziell zu einer Stadt erhoben.[2]
Demografie
| Einwohnerentwicklung | ||
|---|---|---|
| Jahr | Einw. | ±% |
| 1940 | 34 204 | — |
| 1950 | 38 291 | +11,9 % |
| 1960 | 47 214 | +23,3 % |
| 1970 | 51 131 | +8,3 % |
| 1980 | 58 328 | +14,1 % |
| 1991 | 72 144 | +23,7 % |
| 2000 | 83 334 | +15,5 % |
| 2010 | 94 861 | +13,8 % |
| 2022 | 101 579 | +7,1 % |
| Volkszählungen | ||
Die Einwohnerzahl der Stadt wurde 2025 auf 105.957 Personen geschätzt.[1] Laut der Volkszählung von 2022 leben drei Viertel der Einwohner in urbanisierten Gebieten. 26,6 % der Einwohner sind hauptsächlich europäischer Abstammung, 64,2 % sind gemischter Abstammung und 9,2 % sind Afrobrasilianer.[3]
Wirtschaft
In Lagarto sind der Tabak- und der Zitrusfrüchteanbau die wichtigsten Wirtschaftszweige. Außerdem werden Rinder, Pferde, Schafe, Schweine und Geflügel gezüchtet.
Religion
Lagarto gehört zur katholischen Bistum Estância.[4] Daneben gibt es in der Gemeinde auch eine nennenswerte Anzahl an Protestanten und Spiritisten.
Sport
Die Fußballvereine Lagarto EC, Lagarto FC und AC Lagartense stammen aus der Stadt. Zwar spielen diese nur unterklassig, nehmen jedoch regelmäßig an der Staatsmeisterschaft von Sergipe teil.
Söhne und Töchter der Stadt
- Laudelino Freire (1873–1937), Schriftsteller
- Dulcênio Fontes de Matos (* 1958), Geistlicher und römisch-katholischer Bischof von Campina Grande
- Paulo Celso Dias do Nascimento (* 1963), Geistlicher und römisch-katholischer Bischof von Itaguaí
- Diego Costa (* 1988), Fußballspieler




