Lager (Geologie)
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Als Lager werden plattenförmige Mineralvorkommen unterschiedlicher Größe bezeichnet.[1] Ihre flächige Ausdehnung ist geringer als diejenige von Flözen, während sie in der Regel sehr mächtig sind.[2] Deutsche Kalisalzlager haben teilweise eine Mächtigkeit von bis zu 500 Metern.[3] Lager haben das gleiche Streichen und auch das gleiche Fallen wie die sie begrenzenden Gebirgsgesteine.[4] Lager sind meistens im gleichen geologischen Zeitraum entstanden wie das sie umgebenden Nebengestein.[5]
Entstehung
Lager können sehr unterschiedlich entstanden sein.[6] Die Entstehung von Lagern ähnelt der Entstehung von Flözen.[7] Sie sind entweder durch Schichtung oder durch Hohlraumausfüllung entstanden.[3] Geschichtete Lager können durch Auflagerung oder durch Einlagerung entstanden sein.[8] Die Mineralmasse der jeweiligen Lager besteht nur selten aus dem reinen Mineral, sondern hat oftmals auch Einlagerungen von taubem Gestein.[5] Das polymetallischen Lager des Rammelsberges (Altes und Neues Lager) beispielsweise ist submarin-exhalativen Ursprunges.[7] Das Schwefelkieslager des Elbingeröder Komplexes (Drei Kronen & Ehrt) ist hydrothermalen Ursprunges.[9] Salzlager sind aufgrund verschiedener Löslichkeiten durch Auskristallisieren entstanden.[8] Es gibt auch sogenannte Trümmerlager die an einer anderen Stelle entstanden sind, sich dort dann gelöst und an einer anderen Stelle wieder abgelagert haben.[7] Ähnlich wie bei Flözen können Lager durch spätere Gebirgsbewegungen aus ihrer ursprünglichen söhligen Lage aufgerichtet werden.[6] Hierbei kann es sogar zu Überkippungen zweier Lagerteile kommen.[3]
Beispiele von Lagern
Beispiele von Lagern sind z. B. Erzlager.[10] Ein bekanntes Kupfer- und Bleierzlager ist das Erzlager im Rammelsberg.[3] Ein weiteres bekanntes deutsches Erzlager ist das Brauneisenlager von Salzgitter.[2] Bekannte Schwefelkieslager sind das Schwefelkieslager des Elbingeröder Komplexes (Drei Kronen & Ehrt)[9] und das Schwefelkieslager in Meggen im Sauerland.[2] Ein weiteres bekanntes Schwefelkieslager ist das Lager bei Rio Tinto.[7] Beispiele von Salzlagern sind die Kalilager in Hessen.[2] Beispiele für Trümmerlager sind die Gold-, Silber- und Platinstreifen in Kalifornien sowie das Eisensteinlager bei Peine.[7]
Literatur
- Autorenkollektiv: Geologisches Grundwissen. Hrsg.: Horst Roschlau, Hans-Joachim Haberkorn. 2. Auflage. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1977, S. 199.
- G. Leithold et al.: Taschenbuch Bergbau. Tiefbau. Hrsg.: Kammer der Technik, Fachverband Bergbau. Band III. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1962, S. 489.