Lakewood Guitars

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Die Lakewood Guitars GmbH & Co. KG ist ein deutscher Gitarrenhersteller mit Sitz in Buseck im Landkreis Gießen. Unter dem Markennamen Lakewood Guitars produziert das Unternehmen in Deutschland hauptsächlich Westerngitarren im gehobenen Preissegment.[2]

Schnelle Fakten
Lakewood Guitars GmbH & Co. KG
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1986
Sitz Buseck
Leitung Markus Hoppe, Martin Seeliger
Mitarbeiterzahl 19[1]
Website lakewood.de
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Früherer Firmensitz der Lakewood Manufaktur im Gebäude einer ehemaligen Zigarrenfabrik in Gießen-Rödgen.

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1986 von Martin Seeliger gegründet, der noch heute (Stand 2026) Geschäftsführer ist.[2] Der Firmenname basiert nach Angaben des Unternehmens auf der Suche nach einem Namen, der nach "Freiheit und Abenteuer, nach Holz, Natur und Weite"[3] klinge. Beim Durchsuchen einer Landkarte fand Seeliger den Ort Lakewood in der Nähe von Cleveland am Eriesee und wählte „Lakewood Guitars“ als Firmenname.[3]

Seelinger eröffnete 1983 kurz nach seiner Gesellenprüfung zum Zupfinstrumentenmacher einen Gitarrenladen in Gießen. 1984 legte er seine Meisterprüfung ab. Aus dieser Zeit (also den späten 1970er und den frühen 1980er Jahren) stammen einige klassische Konzertgitarren. Da mit der Zeit die Laden- und Werkstattfläche seines Gitarrengeschäftes zu klein wurde, verkaufte er schließlich den Laden, um größere Werkstatträume im Gießener Stadtteil Rödgen zu beziehen. Das Gebäude war zuvor eine Zigarrenfabrik.

Heute werden Lakewood-Gitarren in den meisten europäischen Ländern verkauft und auch nach Nordamerika, Japan, Taiwan, Singapur, Neuseeland und Südkorea exportiert. Lakewood-Gitarren werden mit Hilfe zweier CNC-Fräsen, ansonsten aber grundsätzlich per Handarbeit hergestellt. Es werden rund 1000 Gitarren pro Jahr gefertigt.

Gitarren der Marke Lakewood

Lakewood Gitarre Modell D-12 aus dem Jahr 1991. Das Schlagbrett wurde erst später zum Schutz angebracht (Original Lakewood)

Stahlsaitengitarren/Westerngitarren

Zunächst wurden nur Dreadnought-Modelle gebaut, die der von Martin Guitars 1916 erfundenen Korpusform nachempfunden waren. Die Ausstattung war generell eher schlicht.

Seit 1991 wird die „Grand Concert“-Korpusform produziert.

Lakewood hat sich mit zunehmender Intensität auf das Bauen von Kundenanfertigungen spezialisiert, da dies bei der Firmengröße noch gut umsetzbar ist. Ein „Gitarren-Designer“ auf seiner Website ist ein Konfigurations-Tool auf 3D-Basis.

Konzertgitarren

Ende der 1970er bis Mitte der 1980er stellte Martin Seeliger auch Konzertgitarren her, die mit seinem Namen gelabelt wurden. Diese Gitarrenmodelle haben eine sehr typische Kopfform, die fast wie ein Loch in der Kopfplatte aussieht, jedoch nach oben hin eine Öffnung hat. Die Modelle Picea, Cordia, Kahya und Ocotea waren aus Ahorn mit Fichtendecke bzw. aus Palisander mit Fichten- oder Zederndecke gefertigt.

Sondermodelle

Außerhalb der regulären Bauserien wurde bei Lakewood beispielsweise in der Mitte der 1990er Jahre die Stage Gitarre gebaut. Eine weitere spezielle Serie waren die Alien-Bässe, die im Auftrag der Firma Warwick entwickelt wurden.

Seit 2025 baut Lakewood auch E-Gitarren. Prototypen der Baureihe Tschabo wurden auf der Guitar Summit im Mannheim vorgestellt.[4]

Lakewood Gitarre Modell M-32cp (2008)

Modelle

Aktuell werden drei Modellreihen gefertigt, die sich Natural, Deluxe und Premium nennen. In diesen werden fünf Korpusformen in verschiedenen Ausführungen angeboten. Die Modelle werden es als rein akustische Versionen oder mit Cutaway und Pickup angeboten.[5]

Musiker, die Lakewood Gitarren spielen

Literatur

  • Teja Gerken, Michael Simmons, Frank Ford, Richard Johnston: Akustische Gitarren: Alles über Konstruktion und Historie, München 2003, ISBN 3-910098-24-X
Commons: Lakewood Guitars – Sammlung von Bildern
Wikibooks: Gitarre – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise

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