Lance Oppenheim
Regisseur und filmschaffende Persönlichkeit
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Lance Oppenheim (* 26. Januar 1996 in Fort Lauderdale, Florida) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Dokumentarfilmer und Produzent, der sich innerhalb weniger Jahre einen Namen mit ungewöhnlich stilisierten Dokumentarfilmen gemacht hat.

Leben und Wirken
Lance Oppenheim wuchs in Südflorida auf. Nach seinem Schulabschluss studierte er Visual and Environmental Studies an der Harvard University und schloss das dortige Studium 2019 ab. Bereits während seines Studiums arbeitete er an mehreren Kurzfilmen. Sein Kurzfilm The Happiest Guy in the World über einen Mann, welcher praktisch dauerhaft auf Kreuzfahrtschiffen lebt, war 2018 Programmteil beim Tribeca Film Festival. Bereits mit diesem Film zeigte sich eine Thematik, die sich auch in seinen weiteren Arbeiten widerspiegeln würde: Menschen, die innerhalb ungewöhnlicher Mikrokosmen leben.
Sein erster Dokumentar-Langfilm Some Kind of Heaven aus dem Jahr 2020 beschäftigte sich mit The Village, einer riesigen Seniorensiedlung in Florida. Der Film feierte beim Sundance Film Festival 2020 Premiere und wurde unter anderem von Darren Aronofsky produziert. Kritiker lobten insbesondere Oppenheims Fähigkeit, dokumentarische Beobachtung mit der Ästhetik eines Spielfilms zu verbinden.
2024 folgte die Dokumentation Spermworld. Darin untersucht Oppenheim die weitgehend unregulierte Welt privater Samenspender und Menschen mit Kinderwunsch, die über das Internet miteinander in Kontakt treten. Statt das ungewöhnliche Milieu lediglich als Kuriosität zu betrachten, konzentriert sich der Film stark auf Einsamkeit, Sehnsucht, Beziehungen und den Wunsch nach Familie.
Im selben Jahr entstand die dreiteilige HBO-Dokumentarserie Ren Faire: Kampf um König Georges Krone welche einen Machtkampf hinter den Kulissen eines Renaissance-Festivals beschreibt. Hierbei verband Oppenheim reale Personen und Ereignisse mit einer dramatischen, fast fiktional anmutenden Inszenierung.
All den Filmen von Oppenheim ist es gemein, dass sie auf besondere Weise Dokumentationen mit der Ästhetik von Spielfilmen verknüpft. Diese Handschrift hat ihm früh Aufmerksamkeit eingebracht: Er war Sundance Ignite Fellow, wurde 2019 von Filmmaker Magazine zu den 25 New Faces of Independent Film gezählt und schaffte es 2023 auf die Forbes „30 Under 30“-Liste im Bereich Hollywood & Entertainment.
2026 zeichnet Oppenheim erstmals für einen Spielfilm verantwortlich. Der Thriller Primetime, mit Robert Pattison in der Hauptrolle, wird seine Premiere am 5. September 2026 beim 83. Internationalen Filmfestival von Venedig feiern.[1] Der Beitrag wurde in den Hauptwettbewerb aufgenommen.[2] In die deutschen Kinos soll der Film am 24. September kommen.[3]
Auszeichnungen
Oppenheim erhielt für seine Arbeiten, hier insbesondere für den Film Some Kind of Heaven und die Dokumentations-Miniserie Ren Faire: Kampf um König Georges Krone zahlreiche Nominierungen in den jeweiligen Dokumentations-Kategorien, darunter beim Denver Film Festival, dem Sundance Festival, dem Miami Film Festival, dem Philadelphia Film Festival oder den Film Independent Spirit Awards.
Filmografie (Auswahl)
- 2012: Reconciliation (Kurzfilm)
- 2012: The Dogmatic (Kurzfilm)
- 2013: Quicksand (Kurzfilm)
- 2018: The Happiest Guy in the World (Kurzfilm)
- 2020: Some Kind of Heaven
- 2024: Spermworld
- 2024: Ren Faire: Kampf um König Georges Krone (Ren Faire) (Fernsehserie)
- 2026: Phoebe Bridgers: Lost Boys (Musikvideo)
- 2026: Primetime