Landgericht Wetterfeld

Landgericht älterer Ordnung im Königreich Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Landgericht Wetterfeld war ein Land- und Pfleggericht der Wittelsbacher in Wetterfeld in der Oberpfalz. Nachfolger war ab 1815 das Landgericht Roding.

Geschichte

Die Mitglieder des Geschlechts der Wetterfelder waren Doppelministeriale, die dem König und den diepoldingischen Markgrafen dienstbar waren. Der Besitz um Roding war von den Staufern 1204 als erledigtes Reichslehen eingezogen und von Wetterfeld und Regenpeilstein aus verwaltet worden.

Wetterfeld blieb auch unter den Wittelsbachern das dominante Herrschaftszentrum.[1] Nach dem „Urbarium Baiuwariae transdanubianae“ gehörten 1285 zu dem Amt Wetterfeld (Weternvelt), Roding (Rotingen), Thannhof (Tanne), Angermühle (Amelgatsmvul), Fuchshof (Phuel), Kollenzendorf (Chodentzendorf), Saalhof (Salach), Hitzelsberg (Hitzgeinsperg), Grub (Grube), Wenzenried (Wenzenrivt) und Gmünd (Gemvund).

Im Hausvertrag von Pavia vom 4. August 1329 kam die Burg Wetterfeld und das Pflegamt an die pfälzische Linie der Wittelsbacher. Wegen der Größe des Sprengels war das Pflegamt Wetterfeld nachweislich seit dem 15. Jahrhundert in drei Gerichte unterteilt, in ein Ober-, Mitter- und Untergericht. Das Obergericht wurde im 18. Jahrhundert in vier Viertel aufgegliedert. Ober- und Mittergericht nannten sich nach Wetterfeld, das Untergericht nach Nittenau.[2]

Bis 1623/28 unterstand das Pflegamt Wetterfeld als Teil des Fürstentums der Oberen Pfalz der Herrschaft der Pfälzischen Kurfürsten. Zu einem Herrschaftswechsel kam es nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag (1620). 1628 konnte Herzog Maximilian I. von Bayern die erbliche pfälzische Kur und die Reichsbelehnung mit der Oberpfalz erlangen. Wetterfeld zählte nun zum Kurfürstentum Bayern und dem bayerischen Rentamt Amberg.[2]

Aus dem ehemaligen Land- und Pfleggericht Wetterfeld ist bereits 1799 ein sogenanntes Landgericht älterer Ordnung hervorgegangen, dem auch das kleine Pflegamt Bruck zugeschlagen wurde. 1815 wurde der Sitz des Landgerichts Wetterfeld endgültig nach Roding verlegt, woraufhin auch der Name in „Landgericht Roding“ geändert wurde. In den Jahren 1838 und 1839 wurde vom Landgericht Roding das Landgericht (ä. O.) Nittenau abgespalten.[2]

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

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