Langbett
steinzeitlicher Grabhügel, der intakt mit einer Randsteinkette umgeben ist
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Ein Langbett oder Hünenbett (englisch long barrow oder long cairn, niederländisch hunebed;[1] schwedisch långdös; dänisch langdysse[2]) ist eine steinzeitliche Grabstätte in Form eines drei- oder rechteckigen bzw. trapezförmigen Hügels, der intakt mit einer Randsteinkette umgeben ist. Randsteine trapezoider Langbetten sind üblicherweise in der Höhe abgestuft. Der Hügel kann eine megalithische Kammer enthalten oder „(stein)kammerlos“ sein[3]. Ausgrabungen zeigen, dass „kammerlose“ Langbetten meist eine hölzerne Kammer enthielten[4].




Langbetten stammen aus dem späten Neolithikum West- und Mitteleuropas und Skandinaviens bzw. dem zeitgleichen Frühneolithikum der Britischen Inseln[5]. Langbetten sind neben Rundhügeln und wenigen anderen Formen im Verbreitungsgebiet der nordischen Megalitharchitektur anzutreffen. Sie sind zwischen etwa 20 und mehr als 180 Meter lang. Sie sind von Anlagen vom Typ Konens Høj oder vom Niedźwiedź-Typ abzugrenzen.
Die ältesten Langhügel weisen Brandgräber auf und sind ohne Steinkammer errichtet. Spätere Dolmen haben Steinkammern. Es sind Reste eines verbrannten Bretterdaches vorhanden.
Bekannte Langbetten
Bekannte Beispiele aus Schleswig-Holstein sind:
- Langbett auf dem Ruserberg
- Hünenbett von Waabs-Karlsminde
- Dreieckiger Langhügel in Polen
Siehe auch
Literatur
- Johannes Groht: Tempel der Ahnen. Megalithbauten in Norddeutschland. AT Verlag, Baden u. a. 2005, ISBN 3-03800-226-7.
- Doris Mischka: Erste absolute Daten zu norddeutschen Langbetten und die Bedeutung der Wagenspuren von Flintbek, Kreis Rendsburg-Eckernförde. In: Archäologische Nachrichten aus Schleswig-Holstein. 2011, S. 43.
- Ernst Sprockhoff: Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 1–3 (in 6 Bänden). Rudolf Habelt, Bonn 1965–1975.
- Ernst Sprockhoff: Kammerlose Hünenbetten im Sachsenwald. In: Offa. Band 13, 1954, S. 1–16.