Larcius Lydus
reicher Freigelassener zur Zeit des Kaisers Nero
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Aulus Larcius Lydus[1] war ein Freigelassener von großem Reichtum, der Kaiser Nero eine Million Sesterzen anbot, damit dieser öffentlich als Kitharöde auftrete.
Cassius Dio berichtet dazu: „Ein gewisser Larcius Lydus trat an ihn heran und bot ihm fünfundzwanzig Myriaden (entsprechend einer Million Sesterzen) an, damit er als Kitharöde auftrete.“ Nero selbst lehnte das Geld ab, da er es für unwürdig hielt, für seine Darbietung einen Lohn anzunehmen. Dennoch zwang der Prätorianerpräfekt Tigellinus Lydus unter Todesdrohung zur Zahlung, worauf Nero dennoch im Theater auftrat, sowohl als Kitharöde wie auch als Tragöde.[2]
Lydus war mit hoher Wahrscheinlichkeit lydischer Herkunft, als Freigelassener nach Rom gekommen und dort reich geworden, vermutlich im Geld- oder Finanzgeschäft. Er war Vater des Senators Larcius Macedo, der unter Kaiser Trajan Prätor war, sowie wahrscheinlich eines Aulus Larcius Crispinus, der als promagister (Steuerpächter) in Asia tätig war.
Literatur
- Prosopographia Imperii Romani (PIR) ² (1970) L 96.
- Arthur Stein: Larcius 13. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XII,1, Stuttgart 1924, Sp. 801.
- Werner Eck: Zu kleinasiatischen Inschriften (Ephesos; Museum Bursa). In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik (ZPE). Band 117, 1997, S. 114.