Lardal
ehemalige Kommune in Vestfold in Norwegen
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Lardal war eine Kommune in der norwegischen Provinz (Fylke) Vestfold. Das Verwaltungszentrum war Svarstad. Zum 1. Januar 2018 fusionierte sie mit Larvik.

Geografie

Die Kommune Lardal lag im Nordwesten des Fylkes Vestfold. Sie umfasste das Gebiet im oberen Lågendalen, durch das der Lågen fließt, sowie dessen westliches Seitental Herlandsdalen mit der Herlandselva und die umliegende Hügel- und Berglandschaft. Die beiden Täler treffen etwas nördlich von Svarstad aufeinander.[1]
Der Lågen, einer der lachsreichsten Flüsse Norwegens, floss insgesamt auf einer Länge von 20 Kilometer in Nord-Süd-Richtung die Kommune und fiel in dieser Strecke von 36 auf 12 moh. ab.[2]
Die Kommune grenzte im Norden an Kongsberg und Hof, im Osten an Re und Sandefjord, im Süden an Larvik und im Westen an Siljan. Die Grenze zwischen Kongsberg und Lardal stellte zugleich die Grenze zwischen Vestfold und Buskerud dar und die zwischen Lardal und Siljan die zwischen den Fylkern Vestfold und Telemark.[1]
Ein Großteil des Gemeindeareals bestand aus bewaldeten Hügeln. Der höchste Punkt der Kommune war der Vindfjell mit einer Höhe von etwa 622 moh. auf der Grenze zu Siljan.[2]
Einwohner
Geschichte
Lardal ging im Rahmen der landesweiten Kommunalreform am 1. Januar 2018 in der Kommune Larvik auf.[4] Die Kommune hatte zuletzt 2475 Einwohner auf einer Fläche von 278 km².[5] Die Nummer der Kommune war 0728.[2]
In der damaligen Kommune Lardal befanden sich mehrere Kirchen. Die Styrvoll kirke mit rund 100 Sitzplätzen wurde im 12. Jahrhundert errichtet.[6] Die Hem kirke aus dem Jahr 1392 befindet sich in der Ortschaft Hem, östlich des Lågens.[7] Die Svarstad kirke ist eine Holzkirche aus dem Jahr 1657 im Verwaltungszentrum Svarstad.[8] Die Kirche in Svarstad war eine von rund 360 Kirchen, bei der im Jahr 1814 Wahlen abgehalten wurden.[2]
- Styrvoll kirke
- Hem kirke
- Svarstad kirke
Wirtschaft und Infrastruktur
In der Kommune verlief der Fylkesvei 40 weitgehend parallel zum Lågen.[1]
Die Land- und Forstwirtschaft war im Vergleich zu den anderen Kommunen des Fylkes von überdurchschnittlich großer Bedeutung. Im Bereich der Landwirtschaft war vor allem der Anbau von Getreide typisch für Lardal. Etwa die Hälfte des Waldes war zuletzt in Besitz des Unternehmens Treschow-Fritzøe. Für die lokale Industrie war vor allem die Plastik- und Holzindustrie von Bedeutung.[2]
Name und Wappen

Das ab 1992 offizielle Wappen der Kommune zeigte einen goldenen Hulder auf roten Hintergrund. Es sollte den Wald und das Leben auf den Almen symbolisieren.[2]
Der Name Lardal leitet sich vom altnordischen Lagardalr ab. Dieser enthielt die Genitivform von Lǫgr, dem alten Namen des Lågen.[9]
Persönlichkeiten
- Alf Blütecher (1880–1959), Schauspieler beim deutschen Stummfilm
Weblinks
- Lardal im Store norske leksikon (norwegisch)