Lars Väringer
schwedischer Schauspieler
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Lars Erik Väringer (* 20. August 1951 in Nyköping) ist ein schwedischer Schauspieler und Hörspielregisseur.
Leben und Werk
Lars Väringer ließ sich zunächst zum Lehrer ausbilden und fand relativ spät zur Schauspielerei. Als sich ein Freund an der Theaterhochschule in Malmö (Statens scenskola, heute: Teaterhögskolan i Malmö) bewarb, versuchte auch er sein Glück und wurde 1980 im zweiten Anlauf angenommen.[1] 1983 schloss er dort sein Examen ab; kurz darauf erhielt er sein erstes Engagement am Dramaten in Stockholm, dem führenden Sprechtheater Schwedens. Im Kreise der viel erfahreneren Kollegen fühlte er sich jedoch nicht sehr wohl. Parallel spielte er am Studioteatern, einem Amateurtheater in Malmö,[2] wo er 1984 in einer seiner ersten größeren Rollen den Peachum in der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Elisabeth Hauptmann gab.[3] Weitere Auftritte schlossen sich am Helsingborgs stadsteater an. 1991 wechselte er an das Backa teater in Göteborg, einem bedeutenden Kinder- und Jugendtheater.[2] An dieser Bühne, an der ihm nach eigener Aussage auch seine Erfahrungen als Pädagoge zugutekamen,[1] fand er eine dauerhafte künstlerische Heimat. Zahlreiche Gastspiele führten ihn unter anderem an das Stockholms stadsteater und das Göteborgs stadsteater.[4] Er verkörperte Rollen etwa von Euripides, Henrik Ibsen, August Strindberg, George Bernard Shaw, Ingmar Bergman und Lars Norén.[5]
Väringer begann schon 1985, für das Fernsehen zu arbeiten. Wiederholt wurde er für Kriminalserien gebucht, unter anderem für Produktionen, die nach literarischen Vorlagen von Stieg Trenter und Henning Mankell entstanden. Große Bekanntheit erlangte er durch die TV-Serie Sjätte dagen (1999), die in Schweden als Pendant zu Twin Peaks gilt.[6] Seinen ersten Spielfilm – Jungfruresan in der Regie von Reidar Jönsson – drehte er 1988.[7] In der Folge war er in schwedischen Kassenschlagern wie Sunes sommar (1993) und Se upp för dårarna (2007) zu sehen. Besetzt wurde er auch für die internationale Produktion Midsommar (2019).[5] Im mehrfach preisgekrönten Spielfilm Sentimental Value (2025) des norwegischen Regisseurs Joachim Trier spielte er den pensionierten schwedischen Kameramann Peter.[8] 2011 trat Väringer erstmals auch als Hörspielregisseur hervor.[1]
Lars Väringer lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Anna Söderling (* 1955), in Göteborg. Sie haben eine Tochter zusammen.[1]
Filmografie (Auswahl)
- 1985: August Palms äventyr (TV)
- 1986: Skånska mord (TV)
- 1987: I dag röd (TV)
- 1988: Jungfruresan
- 1988: Kuriren (TV)
- 1990: Den svarta cirkeln (TV)
- 1990: Hjälten
- 1992: Hassel – Botgörarna (TV)
- 1993: Polisen och domarmordet (TV)
- 1993: Cooler Sommer (Sunes sommar)
- 1994: Mördare utan ansikte (TV)
- 1996: Anna Holt (TV)
- 1996: Torntuppen (TV)
- 1997: Glappet (TV)
- 1998: Vita lögner (TV)
- 1999: Sjätte dagen (TV)
- 2000: Det nya landet (TV)
- 2003: Tillfällig fru sökes
- 2003: En ö i havet (TV)
- 2004: Två bröder emellan
- 2005: Två ägg i högklackat
- 2007: Se upp för dårarna
- 2008: Chaque minute (TV)
- 2009: Någon annanstans (TV)
- 2009: Mankells Wallander: Rache
- 2010: Corridor
- 2010: Starke man (TV)
- 2010: Pax
- 2013: Molanders (TV)
- 2017: Saltön (TV)
- 2017: Vår tid är nu (TV)
- 2018: Astrid
- 2019: Midsommar
- 2020: Lyckoviken (TV)
- 2020: Dreaming of England (TV)
- 2020: Liebe und Anarchie (TV)
- 2022: Andra akten
- 2024: Doktrinen (TV)
- 2025: To Cook a Bear (TV)
- 2025: Sentimental Value
Weblinks
- Lars Väringer bei IMDb
- Lars Väringer bei Crew United
- Lars Väringer auf den Seiten der Agent & Management Group