Lauch (Fluss)
linker Zufluss der Ill
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Die Lauch ist ein knapp 47 km langer linker Zufluss der Ill im französischen Département Haut-Rhin der Region Grand Est.
| Lauch Oberlauf: Durrenbach | ||
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Die Lauch in Lautenbach | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | FR: A15-0200 | |
| Lage | Vogesen
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| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Ill → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | Vogesen (Markstein) 47° 57′ 3″ N, 7° 2′ 4″ O | |
| Quellhöhe | ca. 1222 m[1] | |
| Mündung | an der Gemeindegrenze von Colmar und Horbourg-Wihr in die Ill 48° 4′ 35″ N, 7° 23′ 10″ O | |
| Mündungshöhe | 180 m[2] | |
| Höhenunterschied | ca. 1042 m | |
| Sohlgefälle | ca. 22 ‰ | |
| Länge | 46,7 km[3] | |
| Einzugsgebiet | 390,1 km²[4] | |
| Abfluss[4] an der Mündung |
MQ |
2,77 m³/s |
| Mittelstädte | Colmar | |
| Kleinstädte | Guebwiller, Rouffach | |
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Das Einzugsgebiet der Lauch | ||
Die Lauch in Issenheim | ||
Der Lauch-Stausee | ||
Name
In der ersten schriftlichen Aufzeichnunge wird der Fluss Lorfaha (817, Fälschung 12. Jh.) genannt. In den Urkunden des 13. Jh. wird er als Lôuchach, Lochaha oder auch Locha bezeichnet. Die Deutung des Bestimmungsworts ist unsicher. Es sind mehrere Herleitungen möglich:
- althochdeutsch louh ‚Lauch‘
- germanisch *lauka- ‚gebogen‘
- keltisch *louko- ‚schwarz glänzend‘.
Geographie
Verlauf
Die Lauch entspringt am Ostabhang der Vogesen an den Hängen des Markstein. Im weiteren Verlauf staut eine Staumauer seit 1894 den Fluss zum Lauchsee, bevor er durch das Tal der Lauch, auch Florival genannt, Guebwiller und Rouffach erreicht. Im Norden, in der Ebene von Eguisheim, wird der natürliche Lauf des Flusses aufgegeben. Er wird über das frühere Tal der Vieille Thur in Richtung Colmar umgeleitet, unterquert die Autobahn A35 und mündet schließlich an der Gemeindegrenze von Colmar und Horbourg-Wihr als linker Nebenfluss in die Ill.
Ein zweiter Mündungsarm, genannt Lauch Canalisée, existiert noch heute und wird von SANDRE als eigenes Gewässer geführt.
Einzugsgebiet
Das Einzugsgebiet der Lauch ist 390,1 km² groß und besteht zu 43,09 % aus landwirtschaftlichem Gebiet, zu 48,65 % aus Waldflächen und zu 8,16 % aus bebauten Flächen.[3]

Zuflüsse
Die wichtigsten Zuflüsse sind der Ohmbach, der Lohbach und die Vieille Thur, ein Nebenarm der Thur.
Zuflüsse der Lauch, flussabwärts:
- Jungfrauenrunz (rechts), 0,9 km
- Hirsengraben (Hirsengrabenrunz) (rechts), 2,2 km (A1500460)
- Klinzrunz (links), 1,6 km (A1500560)
- Rehgrabenrunz (rechts), 1,3 km (A1500580)
- Schmelzrunz (links)
- Belchenseebach – Zufluss aus dem Lac du Ballon – (rechts), 3,9 km (A1500660)
- Hoellrunz (links), 2,0 km (A1500790)
- Schellrunz (links), 2,0 km
- Felsenbach (rechts), 3,8 km (A1500810)
- Linthalbach (links), 3,5 km (A1510370)
- Großer Sulzbach (links), 3,6 km (A1510410)
- Kleiner Sulzbach (links), 1,6 km (A1510450)
- Widersbach (rechts), 1,4 km (A1510470)
- Durrenbach (links), 3,8 km (A1510540)
- Krebsbach (links)
- Murbach (Breitenbachrunz) (links), 6,3 km (A1510580)
- Schecklenbach (Checklenbach) (rechts), 3,4 km (A1520402)
- Ohmbach (links), 9,2 km
- Lohbach (rechts), 18,6 km
- Mühlbach (rechts) Abzweig von der Lauch
- Fallbach (links)
- Mühlbach (rechts) Wiederzufluss in die Lauch
- Vieille Thur (Alte Thur) (rechts; Zufluss vom Abzweig der Thur), 25,9 km
- Lauch Canalisée (Lauchkanal) (links; Abzweig von der Lauch), 7,6 km (A1600300)
Weblinks
- Débits caractéristiques de la Lauch (französisch; PDF-Datei; 28 kB)

