Lauge Dahlgaard

dänischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Lauge Dahlgaard (* 1. Januar 1919 in Kopenhagen; † 26. März 1996) war ein dänischer Politiker der Radikale Venstre (RV), der unter anderem von 1968 bis 1971 in der Regierung Baunsgaard Arbeitsminister war.

Leben

Lauge Dahlgaard war ein Sohn des Gemeindeangestellten und späteren Ministers Bertel Dahlgaard (1887–1972)[1] und Lehrerin Dorthea Poulsen (1885–1975) sowie der ältere Bruder des Diplomaten und Ministers Tyge Dahlgaard (1921–1985).[2] Er begann nach dem Besuch des Ordrup Gymnasiums 1937 ein Studium der Politikwissenschaften an der Universität Kopenhagen, welches er 1943 als candidatus politices beendete. Im Anschluss nahm er 1943 eine Tätigkeit in der Direktion für Versorgung (Direktoratet for Vareforsyning) des Ministeriums für Industrie, Handel und Schifffahrt auf und war dort bis 1959 in verschiedenen Funktionen tätig. Er engagierte sich zudem von 1948 bis 1952 als Mitglied der Jugendkommission (ungdomskommissionen) und kandidierte bei den Folketingwahlen ab 1950 für die Radikale Linke RV (Radikale Venstre) im Wahlkreis „Sundbynordkredsen“ beziehungsweise ab 1953 im Wahlkreis „Kalundborg-Onsbjerg“ jeweils erfolglos für ein Parlamentsmandat.

1959 wechselte Dahlgaard ins Innenministerium und fungierte dort von 1961 bis 1964 als Leiter der Abteilung für zivile Notfallvorsorge (Sekretariatet for Civilt Beredskab), ehe er zwischen 1964 und 1968 als Wirtschafts- und Statistikberater im Bildungsministerium arbeitete. Gleichzeitig war er von 1965 bis 1968 Vorstandsvorsitzender des Jugendbildungsfonds (Ungdommens Uddannelsesfond) sowie zwischen 1965 und 1968 Mitglied des Repräsentantenrates und des Exekutivkomitees des Dänischen Studienfonds (Dansk Studiefonds).

Am 2. Februar 1968 wurde er als Arbeitsminister (Arbejdsminister) in die Regierung Baunsgaard berufen und bekleidete dieses Ministeramt bis zum 1. Oktober 1971.[3] Bei der Folketingswahl am 21. September 1971 wurde er die Radikale Venstre im Wahlkreis „Ringkøbing Amtskreds“ sowie bei der darauf folgenden Folketingswahl am 4. Dezember 1973 im Wahlkreis „Københavns Amtskreds“ zum Mitglied des Folketing gewählt und gehörte diesem bis zum 9. Januar 1975 an. Er wurde zugleich 1971 Präsident des Dänischen Studienfonds und 1974 Vorsitzender des Währungsausschusses des Folketing (Folketingets valutaudvalg). Nach seinem Ausscheiden aus dem Folketing arbeitete er zwischen 1975 und 1982 noch einmal als Wirtschafts- und Statistikberater im Bildungsministerium.

Er war seit dem 17. April 1943 mit der Büroassistentin Hellen Maria Gohde Lundberg (1914–?) verheiratet, Tochter von Kriegszahlmeister Johan Patrick Lundberg (1867–1961) und Sonia Gohde (1890–1939). Aus dieser Ehe ging der Sohn Frank Dahlgaard (* 1946)[4] hervor, der für die Kristeligt Folkeparti (KrF) von 1994 bis 2001 ebenfalls Mitglied des Folketing war.

Veröffentlichung

  • Jernmalm, Jern og Stål („Eisenerz, Eisen und Stahl“), Institut für Geschichte und Ökonomie, 1949.

Einzelnachweise

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