Laura Waller
Informatikerin
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Laura Ann Waller (* 14. Februar 1979 in Kingston, Ontario) ist eine Informatikerin und Ted-van-Duzer-Stiftungsprofessorin an der University of California in Berkeley.[1][2] Im Jahre 2017 erhielt sie, zur Entwicklung von Mikroskopen für die Beobachtung tiefer Hirnstrukturen, ein Forschungsstipendium der Chan-Zuckerberg-Initiative und gewann 2018 den Early-Career-Award (Auszeichnung für frühe Karrieren) der SPIE.

Studium
Waller stammt aus Kingston in Ontario (Kanada).[3] Sie studierte am Massachusetts Institute of Technology, wo sie ihren Bachelor-Abschluss in Electronic Engineering und Informatik im Jahr 2004 und den Master-Grad 2005 erwarb. Während des Grundstudiums verbrachte sie ein Jahr an der Universität Cambridge im Rahmen ihrer Tätigkeit am Cambridge-MIT Institute.[3] In ihrer Masterarbeit befasste sie sich mit dem Entwurf von Feedbackschleifen und experimentellen Testverfahren für Systeme der integrierten Optik.[3] Bei Doktorvater George Barbastathis schloss sie 2010 ihre Doktorarbeit ab,[4] in der sie neue Techniken zur Abbildung von Phasen und Amplituden entwickelte und untersuchte.[5] Sie war Studentin der Singapore-MIT Alliance for Research and Technology (SMART).[6] Sie spielte Fußball in der MIT-Auswahl der Damen und war Präsidentin der Studentenschaft der Optical Society.[7][8]
Forschung und Karriere
Waller arbeitet im Bereich der Computergestützten Bildgebenden Verfahren.[2][9] 2010 ging sie zur Universität Princeton, um dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin zu arbeiten.[6] Im Jahr 2012 schloss sie sich der University of California in Berkeley an. Der Schwerpunkt ihrer Forschungsgruppe liegt auf phase imaging, hochauflösende Mikroskopie und linsenlosen Bildgebungsverfahren.[10][11] Sie ist ein Senior Fellow am Berkeley Institute for Data Science.[12]
Waller wurde im Jahre 2014 Fellow der David and Lucile Packard Foundation.[13] Im selben Jahr wurde sie von der Gordon and Betty Moore Foundation zur Ermittlerin für Data-driven Discovery ernannt.[14] Da sie den CAREER Award der National Science Foundation hält, kann ihre Forschungsgruppe experimentelle Software zur 4D-Bildgebung teilweise räumlich kohärenten Lichts entwickeln.[15] Sie hat Machine-Learning-Techniken für 3D-Mikroskopie entwickelt.[16] Im Jahr 2016 erhielt sie eine Festanstellung an der University of California in Berkeley.[17] 2017 erhielt sie einen Investigator Award der Chan Zuckerberg Initiative.[18] Waller erhielt im Januar 2018 den SPIE Early Career Achievement Award in Academia.[19] Durch die Entwicklung von Gerätschaften zur computergestützten Bildgebung hat Waller wichtige Beiträge sowohl im biomedizinischen Bereich als auch in industriellen Anwendungen geleistet.[19] Ihre Forschungsgruppe entwickelt open-source-Anwendungen zur Bildgebung[20]. Nach Angaben des EECS des MIT ist Laura Waller einer der Rising Stars des Jahres 2018.[21]
Auszeichnungen
- 2021 Adolph Lomb Medal
- 2018 SPIE Early Career Achievement Award in Academia[19]
- 2016 Carol D. Soc Distinguished Graduate Student Mentoring Award for Junior Faculty[22]
- 2016 Best Paper Award, International Conference on Computational Photography[23]
- 2012 Award for Outstanding Service by an OSA Young Professional[8]