Lawrence (Musiker)
britischer Sänger, Gitarrist und Songwriter
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Lawrence (* 12. August 1961 als Lawrence Hayward in Birmingham) ist ein britischer Sänger, Songwriter und Gitarrist. Er tritt seit Beginn seiner Karriere ausschließlich mononym auf.[1] Er war in den 1980er Jahren Sänger und Songschreiber der Band Felt, dann, in den 1990ern von Denim und seitdem bei Go-Cart Mozart, inzwischen umbenannt in Mozart Estate.

Leben
In seiner Kindheit in Water Orton lernte Lawrence den späteren Gitarristen seiner Band Felt, Maurice Deebank, sowie den späteren Schlagzeuger Nick Gilbert kennen.[2]
1979 wurde in Birmingham die Band Felt gegründet. In den frühen 1980er Jahren zog sie nach London. Die ersten fünf Jahre lang veröffentlichte Lawrence bei dem Plattenlabel Cherry Red, die nächsten bei Creation. Auf Deebank, folgte, während der zweiten Hälfte der 1980er Jahre, Martin Duffy als Lawrence' wichtigster Mitarbeiter. Im Jahr 1989, nach zehn Alben, löste Lawrence Felt auf. Seine nächste Band war Denim, deren Sound sich auf Pub Rock und Glam Rock bezog.
Nachdem Denim sich aufgelöst hatte, wurde im Jahr 2000[2] die Band Go-Kart Mozart gegründet, die im Jahr 2018[2] in Mozart Estate umbenannt wurde. Lawrence bezeichnete diese Band als „erste B-Seiten-Band der Welt“ und als eine Band, die gegen Bezahlung überall auftrete.
Rezeption
Lawrence wird oft als enigmatischer Künstler bezeichnet, der immer wieder seine hochfliegenden Pläne durch seltsame Vermeidungsstrategien sabotiere. So nahm er etwa im Jahr 1987 vor einem Konzert LSD und musste die Veranstaltung daraufhin vorzeitig abbrechen.[3] Sein Gesang sei unverkennbar an Lou Reed orientiert und „von einem entrückten Ennui“ durchdrungen, schrieb Lintzel. Er sei der Bote einer „transzendentalen Obdachlosigkeit“ gewesen.[3]
Regisseur Paul Kelly drehte über ihn den anderthalbstündigen Dokumenatarfilm Lawrence of Belgravia.[3] Eigentlich sollte dieser Film schon 2006 fertig sein, als Produktionsjahr wird aber mittlerweile 2011 angegeben.[4] Alexis Petridis kündigte den Film im Guardian als eine Dokumentation über „the greatest pop star Britain never had“ an.[5]
Der Bildhauer Corin Johnson schuf eine Marmorbüste des Musikers, die zunächst in der Fitzrovia Chapel in London aufgestellt wurde. Bei der Feier zur Enthüllung der Büste Anfang 2024 war Lawrence anwesend; musikalisch begleitet wurde die Feier von Terry Miles an der Orgel der ehemaligen Krankenhauskapelle.[6][7]
Diskographie
Mit Felt
Studioalben
- Crumbling the Antiseptic Beauty (1982)
- The Splendour of Fear (1984)
- The Strange Idols Pattern and Other Short Stories (1984)
- Ignite the Seven Cannons (1985)
- Let the Snakes Crinkle Their Heads to Death (1986)
- Forever Breathes the Lonely Word (1986)
- Poem of the River (1987)
- The Pictorial Jackson Review (1988)
- Train Above the City (1988)
- Me and a Monkey on the Moon (1989)
Kompilationen
- Gold Mine Trash (1987)
- Bubblegum Perfume (1990)
- Absolute Classic Masterpieces (1992)
- Absolute Classic Masterpieces Volume II (1993)
- Stains on a Decade (2003)
Mit Denim
- Back in Denim (1992)
- Denim on Ice (1996)
- Novelty Rock (1997)
Mit Go-Kart Mozart
- Instant Wigwam and Igloo Mixture (1999)
- Tearing Up the Album Chart (2005)
- On the Hot Dog Streets (2012)
- Mozart's Mini-Mart (2018)
Mit Mozart Estate
- Pop-Up! Ker-Ching! and the Possibilities of Modern Shopping (2023)
- Tower Block in a Jam Jar (2025)
Literatur
- Will Hodgkinson: Street-Level Superstar. A Year With Lawrence. Nine Eight Books, London 2024, ISBN 978-1-78512-022-0 (englisch).