Lee Da-yeon

südkoreanische Klimaschützerin und Mitgründerin der Fan-Bewegung Kpop4Planet From Wikipedia, the free encyclopedia

Lee Da-yeon (koreanisch 이다연; * 2002) ist eine südkoreanische Klimaschützerin und Mitgründerin der Fan-Bewegung Kpop4Planet.[1] Sie mobilisiert K-Pop-Fans für klimapolitisches Engagement.[2] Im Jahr 2023 wurde sie als einzige Südkoreanerin in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.[3]

Leben

Lee stammt aus Daegu.[4] Über eine Gruppe im Netz für junge Umweltführerinnen lernte sie die indonesische Aktivistin Nurul Sarifah kennen.[4] Gemeinsam gründeten beide 2021 die Initiative Kpop4Planet.[1] Das Projekt thematisiert die durch massenhaft produzierte physische Alben verursachten Plastikabfälle in der K-Pop-Industrie.[5] Zudem rückt es den Energieverbrauch des Musikstreamings in den Fokus und fordert von Plattformen verbindliche Zusagen zu erneuerbaren Energien.[6]

Wirken

Zu Lees Projekten zählt die 2023 lancierte Kampagne „High Fashion, High Carbon“, die Luxusmodemarken wegen steigender Emissionen thematisierte.[4] Im September 2024 organisierte Kpop4Planet unter ihrer Mitwirkung eine Aktionsperformance vor der HYBE-Zentrale in Seoul im Rahmen von „Plastic Album Sins“.[7] Mit einer Petition bewirkte Kpop4Planet 2024, dass Hyundai eine mit Kohlekraft verbundene Aluminium-Kooperation in Indonesien nicht verlängerte.[1] Zudem versprach der Streamingdienst Melon nach einer Fan-Aktion, seine Rechenzentren bis 2030 vollständig mit erneuerbarer Energie zu betreiben.[6] Die Ausmaße des Album-Plastikproblems in der Branche umfassen einen Anstieg von rund 800 Tonnen Plastik im Jahr 2022 in Südkorea.[5]

Einzelnachweise

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