Legend (Bob-Marley-and-The-Wailers-Album)

Album der jamaikanischen Reggae-Band Bob Marley and the Wailers From Wikipedia, the free encyclopedia

Legend ist ein Greatest-Hits-Album der jamaikanischen Reggae-Band Bob Marley and the Wailers. Es wurde fast drei Jahre nach Bob Marleys Tod am 8. Mai 1984 durch Island Records als Schallplatte veröffentlicht. Die Zusammenstellung beinhaltet zehn der elf Hits, die bei Erstveröffentlichung des Albums in die UK Top 40 gelangt waren, sowie drei Songs, die Marley mit der Ursprungsbesetzung der Wailers 1972 einspielte, und den auf dem Album Uprising veröffentlichten Redemption Song.

Schnelle Fakten Kompilation von Bob Marley and the Wailers, Veröffent-lichung ...
Legend
Kompilation von Bob Marley and the Wailers

Veröffent-
lichung

8. Mai 1984

Label(s)

Island Records

Format(e)

LP, CD, MC

Genre(s)

Reggae

Titel (Anzahl)

14 (Neuauflage 2002: 16)

Länge

1:02:13

Besetzung

Leadgesang, Rhythmusgitarre, Perkussion: Bob Marley
Chronologie
Chances Are
(1981)
Legend Lively Up Yourself
(1985)
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Legend wurde laut Schallplattenauszeichnungen über 26 Millionen Mal verkauft und ist damit nicht nur das erfolgreichste Album des Reggae-Genres überhaupt, sondern auch eines der weltweit meistverkauften Musikalben.

Titelliste

  1. Is This Love – 3:52
  2. No Woman, No Cry – 7:07
  3. Could You Be Loved? – 3:55
  4. Three Little Birds – 3:00
  5. Buffalo Soldier – 4:17
  6. Get Up, Stand Up – 3:16
  7. Stir It Up – 5:33
  8. One Love / People Get Ready – 2:51
  9. I Shot The Sheriff – 4:41
  10. Waiting In Vain – 4:15
  11. Redemption Song – 3:49
  12. Satisfy My Soul – 4:31
  13. Exodus – 7:35
  14. Jammin’ – 3:31

Weitere Auflagen

Eine Musikkassetten-Auflage enthielt 1984 mit Easy Skanking und Punky Reggae Party, Marleys elftem britischen Top-40-Hit, zwei zusätzliche Songs. 1990 erschien eine CD-Neuauflage auf Marleys jamaikanischem Label Tuff Gong, das im Gegensatz zur ursprünglichen Version, die die verkürzten Single-Versionen der Titel beinhaltete, mehrere Titel (No Woman, No Cry, Exodus) in längeren Album-Versionen anbot.

2002er-Neuauflage (Digitally Remastered)

2002 erschien eine digital remasterte Neuauflage des Albums[1] mit den beiden Bonustiteln der Kassetten-Auflage:

  1. Is This Love
  2. No Woman No Cry
  3. Could You Be Loved?
  4. Three Little Birds
  5. Buffalo Soldier
  6. Get Up, Stand Up
  7. Stir It Up
  8. Easy Skanking
  9. One Love / People Get Ready
  10. I Shot the Sheriff
  11. Waiting in Vain
  12. Redemption Song
  13. Satisfy My Soul
  14. Exodus
  15. Jamming
  16. Punky Reggae Party

Diese Neuauflage erschien ebenso in einer so genannten Deluxe-Ausgabe mit einer zusätzlichen CD:[2]

  1. One Love / People Get Ready (Extended version)
  2. Waiting in Vain (Remix)
  3. Jamming (Remix)
  4. Three Little Birds / Three Little Birds (Dub version)
  5. Could You Be Loved (Remix)
  6. No Woman No Cry (Remix)
  7. Coming in from the Cold (Remix)
  8. Buffalo Soldier (Remix)
  9. Jamming (Remix)
  10. Waiting in Vain (Remix)
  11. Exodus (Remix)
  12. Lively up Yourself (Remix)
  13. One Love / People Get Ready (Dub version)

Rezeption

Kritische Würdigung

Legend fasst die größten Erfolge von Bob Marley and the Wailers zusammen. Dabei wird prinzipbedingt das eher Ska-beeinflusste Frühwerk kaum berücksichtigt. Marleys Rolle als politischer Kommentator wird nur durch wenige Songs wie Redemption Song oder One Love/People Get Ready dargestellt. Das Album wird als ein guter Einstieg in Marleys Gesamtschaffen bezeichnet.[3]

Legend ist in der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten des Musikmagazins Rolling Stone auf Platz 46 zu finden. Dabei wird das Album als a comprehensive, single-disc example of the universal soul he brought to Jamaican rhythm and Rastafarian spirituality (Rolling Stone, deutsch: „ein zusammenfassendes, Einzel-Scheiben-Beispiel für die universelle Seele, die er dem Jamaikanischen Rhythmus und der Spiritualität der Rastafari gebracht hat“) beschrieben.[4] In einer 2006 vom Time-Magazin veröffentlichten Liste der 100 besten Alben aller Zeiten belegte das Album Platz 41. Dabei wurde geäußert, dass Marley mit Burnin’ und Natty Dread gute Alben gemacht habe, aber vor allem diese postume Zusammenstellung den kompletten Marley einfange.[5]

Laut All Music Guide ist Legend The classic Marley album, the one that any fair-weather reggae fan owns (Stephen Thomas Erlewine, deutsch: „das klassische Marley-Album, das jenige, das jeder Schönwetter-Reggae-Fan besitzt“).[3] Das Album zeige, dass the beauty and simplicity of Marley’s music was as important as his message (Stephen Thomas Erlewine, deutsch: „die Schönheit und Einfachheit von Marleys Musik ebenso wichtig war wie seine Botschaft“).[3] cdstarts.de vergibt dem Album 10/10 Punkte und erklärt, dass Legend „die besten Songs von Bob Marley in guter Klangqualität beinhaltet“ (Yannick Dittmer).[6] Es sei besonders „für Leute geeignet, die nicht besonders mit dem Reggae vertraut sind“ (Yannick Dittmer).[6]

Popkulturelle Bezüge

Im Film I Am Legend gibt es zahlreiche Anspielungen auf Bob Marley. In einer Szene holt der von Will Smith gespielte Hauptcharakter das seiner Meinung nach beste Album aller Zeiten heraus, das zwar nicht namentlich genannt wird, aber durch das gleichzeitige Spielen von Stir it up wird klar, dass es sich bezugnehmend auf den Filmtitel um Marleys Legend handelt.[7] Mit Three Little Birds, I Shot The Sheriff und Redemption Song kommen in dem Film insgesamt vier Songs von diesem Album vor.[8]

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Legend ist das meistverkaufte Reggae-Album aller Zeiten.[9] Bei seiner Veröffentlichung belegte Legend den Top Pop Catalog der Billboard-Charts für 17 aufeinanderfolgende Wochen und stellte damit einen neuen Rekord für Wiederveröffentlichungen auf.[10] Es stand im Jahr 2000 immer noch in den Billboard-Charts.[11] Das Album wurde mehrfach mit einer Platin-Schallplatte und in den USA sogar mit einer Diamantenen Schallplatte ausgezeichnet. In der Woche vom 20. September 2014 stieg das Album durch eine Discount-Aktion von Google Play von Platz 100 auf Platz 5 der US-Album-Charts.[12]

Weitere Informationen ChartsChart­plat­zie­rungen, Höchst­platzie­rung ...
Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[13]11 (95 Wo.)95
 Österreich (Ö3)[14]5 (122 Wo.)122
 Schweiz (IFPI)[15]20 (198 Wo.)198
 Vereinigte Staaten (Billboard)[16]5 (Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.)Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]1 (Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.)Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (1984)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[18]57
 Österreich (Ö3)[19]18
ChartsJahres­charts (1995)Platzie­rung
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]85
ChartsJahres­charts (1999)Platzie­rung
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]92
ChartsJahres­charts (2000)Platzie­rung
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]76
ChartsJahres­charts (2010)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[20]145
ChartsJahres­charts (2011)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[21]149
ChartsJahres­charts (2012)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[22]128
ChartsJahres­charts (2013)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[23]112
ChartsJahres­charts (2014)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[24]77
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]91
ChartsJahres­charts (2015)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[25]70
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]69
ChartsJahres­charts (2016)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[26]81
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]31
ChartsJahres­charts (2017)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[27]73
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]38
ChartsJahres­charts (2018)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[28]78
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]38
ChartsJahres­charts (2019)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[29]61
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]48
ChartsJahres­charts (2020)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[30]60
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]21
ChartsJahres­charts (2021)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[31]60
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]30
ChartsJahres­charts (2022)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[32]77
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]26
ChartsJahres­charts (2023)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[33]66
 Vereinigtes Königreich (OCC)[17]49
ChartsJahres­charts (2024)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[34]51
 Vereinigtes Königreich (OCC)[35]30
ChartsJahres­charts (2025)Platzie­rung
 Vereinigtes Königreich (OCC)[36]49
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Auszeichnungen für Musikverkäufe

Weitere Informationen Land/Region, Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe) ...
Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Argentinien (CAPIF)  Platin240.000
 Australien (ARIA)  Platin420.000
 Belgien (BRMA)  Platin200.000
 Deutschland (BVMI) Platin500.000
 Finnland (IFPI) Gold36.703
 Frankreich (SNEP) Diamant1.000.000
 Italien (FIMI)  Platin100.000
 Kanada (MC)  Platin200.000
 Neuseeland (RMNZ) 20× Platin300.000
 Niederlande (NVPI) Platin (Ariola Benelux B.V.)
+ Gold (Mercury Records BV)
140.000
 Norwegen (IFPI) Gold25.000
 Österreich (IFPI)  Platin100.000
 Polen (ZPAV) Gold50.000
 Schweden (IFPI) Gold50.000
 Schweiz (IFPI)  Platin150.000
 Spanien (Promusicae) Platin100.000
 Vereinigte Staaten (RIAA) 18× Platin18.000.000
 Vereinigtes Königreich (BPI) 15× Platin4.500.000
Insgesamt 5× Gold
69× Platin
2× Diamant
26.111.703
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Hauptartikel: Bob Marley/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Einzelnachweise

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