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Leh (Distrikt)

Distrikt in Indien From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Distrikt Leh ist ein Verwaltungsdistrikt im indischen Unionsterritorium Ladakh.

Schnelle Fakten
Distrikt Leh
Staat: Indien Indien
Unionsterritorium: Ladakh
Verwaltungssitz: Leh
Gegründet: 1979
Koordinaten: 34° 10′ N, 77° 35′ O
Fläche: 45.110 km²
Einwohner (2011):[1] 133.487
Bevölkerungsdichte: 3 Einwohner je km²
Religionen (2011):[1] 17,1 % Hindus
14,3 % Muslime
66,4 % Buddhisten
2,2 % übrige und k. A.
Soziale Daten (Zensus 2011)[1]
Alphabetisierungsrate: 77,2 %
(M: 86,3 %, F: 63,6 %)
Geschlechterverhältnis: 1,449 (M:F)
Urbanisierungsgrad: 34,2 %
Scheduled Castes: 0,4 %
Scheduled Tribes: 71,8 %
Website:
Positionskarte des Distrikts Leh
Lage des Distrikts Leh
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Mit einer Fläche von 45.110 km² ist Leh der flächenmäßig zweitgrößte Distrikt Indiens nach Kachch in Gujarat. Im Norden grenzt er an den Distrikt Ghanche in Gilgit-Baltistan. Leh hat eine kurze Grenze zu Xinjiang in der Volksrepublik China, am Karakorumpass. Aksai Chin und Tibet liegen im Osten. Der Distrikt Kargil liegt im Westen und Lahaul und Spiti im Süden. Der Verwaltungssitz des Distrikts ist die Stadt Leh.

Geschichte

Blick auf die Distrikthauptstadt Leh

Das Gebiet des Distrikts Leh befand sich über den größten Teil seiner Geschichte im Einflussbereich der tibetischen Kultur. Durch den Distrikt verlief eine alte Handelsstraße, die den Punjab mit Zentralasien verband. Diese Handelsverbindung war aufgrund des unwirtlichen Terrains zwar schwierig zu passieren, jedoch bot sie aus demselben Grund eine relative Sicherheit vor räuberischen Überfällen, mit denen auf den weiter westlich in den Ebenen verlaufenden Straßen zu rechnen war. Eben diese lukrative Handelsverbindung war es wohl, die Gulab Singh, den Herrscher Jammus, im Jahr 1837 veranlasste, seine Herrschaft auf das Gebiet Lehs auszudehnen. Das Gebiet wurde dadurch Teil des Fürstenstaats Jammu und Kashmir und dieser wurde später Teil Britisch-Indiens. Nach der Unabhängigkeit Indiens 1947 kam es zu Spannungen zwischen Indien und der Volksrepublik China über den genauen Grenzverlauf und schließlich zum Indisch-Chinesischen Grenzkrieg von 1962, der damit endete, dass China die vollständige Kontrolle über ein 37.555 km² großes Grenzgebiet (Aksai Chin) übernahm, das bis heute von Indien weiter als Teil Ladakhs beansprucht wird.[2]

Bis zum 1. Juli 1979 bildete ganz Ladakh einen einzigen Distrikt mit Leh als Distrikthauptstadt. Dieser wurde dann in den mehrheitlich muslimischen Distrikt Kargil und den mehrheitlich buddhistischen Distrikt Leh aufgeteilt. Die unterschiedlichen Religionen waren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Streitpunkt zwischen Buddhisten und Muslimen und einer der Gründe für die Aufteilung.[3]

Bevölkerung

Nach der Volkszählung von 2011 lag Leh mit 133.487 Einwohnern in Bezug auf die absolute Bevölkerungszahl auf Platz 609 der damals 640 Distrikte.[4] Der Distrikt hat eine Bevölkerungsdichte von 3 Einwohnern pro Quadratkilometer. Der Bevölkerungszuwachs zwischen 2001 und 2011 betrug 25,48 %. Der Distrikt hatte eine Geschlechterverteilung von 690 Frauen auf 1000 Männer. Die Alphabetisierungsrate betrug 77,2 %. 66,4 % waren Buddhisten, 14,3 % Muslime, 17,1 % Hindus und 2,2 % übrige Religionen oder ohne Angabe.

Sprachen

Bei der Volkszählung 2011 sprachen gute zwei Drittel der Bevölkerung die tibetobirmanische Sprache Bhotia als Muttersprache.

Weitere Informationen Sprachen im Distrikt Leh (2011) ...
Sprachen im Distrikt Leh (2011)[5]
Sprache Prozent
Ladakhisch (Bhotia)*
  
68,1 %
Hindi**
  
13,4 %
Balti
  
3,9 %
Tibetisch
  
3,6 %
Ladakhisch
  
3,3 %
Panjabi
  
1,0 %
Marathi
  
1,0 %
Nepali
  
1,0 %
Sonstige
  
4,7 %
** einschl. nahe verwandter Sprachen
Sprachfamilien:
  • tibetobirmanisch
  • indoarisch
  • Quelle: Zensus 2011[6]
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    Weitere Informationen Sprache, Sprecherzahl ...
    Sprachen im Distrikt Leh (2011)[5]
    Sprache Sprecherzahl Prozent
    Ladakhisch (Bhotia)*90.87568,1 %
    Hindi17.86613,4 %
    Balti52693,9 %
    Tibetisch47883,6 %
    Ladakhisch44163,3 %
    Panjabi13581,0 %
    Marathi13511,0 %
    Nepali13501,0 %
    Sonstige62144,7 %
    Gesamt133.487100,0 %
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    * In der offiziellen indischen Sprachenstatistik werden Ladakhisch, Tibetisch, Denjongka, Drukpa (Bhutanesisch), Tamang (Murmi), Lahuli, Balti mit anderen verwandten Dialekten unter der Bezeichnung Bhotia subsumiert.[7]

    Verwaltung

    Leh ist in 3 Tehsils und 9 Blöcke gegliedert.[8] Die neun Blöcke sind Durbuk, Khalsi, Saspol, Kharu, Leh, Chuchot, Nobra, Panamik und Nyoma.[9]

    Autonomous Hill Council

    Der Distrikt Leh wird seit 1995 vom gewählten Ladakh Autonomous Hill Development Council (LAHDC) verwaltet.[10]

    Einzelnachweise

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