Leichtmatrosen – Drei Mann in einem Boot

Fernsehfilm von Stefan Hering (2017) From Wikipedia, the free encyclopedia

Leichtmatrosen – Drei Mann in einem Boot ist eine deutsche Fernsehkomödie, die am 24. Juni 2017 im Ersten ausgestrahlt wurde. Der Film wurde unter der Regie von Stefan Hering nach einem Drehbuch von Silja Clemens produziert. Bei dem Film handelt es sich um die Adaption des Romans Leichtmatrosen von Tom Liehr.

TitelLeichtmatrosen – Drei Mann in einem Boot
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2017
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Leichtmatrosen – Drei Mann in einem Boot
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 89 Minuten
Produktions­unternehmen Degeto Film
Stab
Regie Stefan Hering
Drehbuch Silja Clemens
Musik Moritz Denis, Eike Hosenfeld
Kamera Andreas Schäfauer
Schnitt Benjamin Hembus
Besetzung
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Handlung

Kurz nach ihrem zweiten Jahrestag konfrontiert seine Freundin Cora den infantilen Finke mit der Tatsache, dass sie schwanger ist. Das bisher bewusst kinderlose Paar gerät dadurch in eine Existenzkrise. Das aufstrebende Starlet Cora wünscht sich eine Auszeit, um über die Schwangerschaft und ihre Beziehung nachzudenken.

Die von Finke zum Jahrestag organisierte Bootsfahrt kann allerdings nicht storniert werden. Daher schlägt Finke seinen Badminton-Sportsfreunden Henner und Simon, die er kaum kennt, eine gemeinsame Reise vor. Für eine Woche begeben sich die drei Stuttgarter mit einem Hausboot in Richtung Müritz. Keiner von ihnen hat einen Bootsführerschein, aber dafür hat jeder von ihnen ganz unterschiedliche Sorgen.

Der verheiratete Pfarrer Henner hat sich inzwischen vom Glauben entfremdet, während der Bauarbeiter Simon, dessen Schauspielambitionen lange gescheitert sind, seinen Arbeitgeber Werner, einen Rocker, um Geld betrogen. Dieser ist deshalb mit zwei Rockerkollegen auf der Verfolgungsjagd nach Simon.

Die Bootstour verläuft erwartungsgemäß chaotisch. Aufgrund ihrer Unfähigkeit zerstören die drei bereits beim Ablegen erste Ausrüstungsteile des Bootes. Bei einem Badeausflug stellt sich heraus, dass Bootsführer Henner nie schwimmen gelernt hat. Durch das Missachten der Regeln geraten sie außerdem in Konflikt mit der Polizei und machen sich bei anderen Bootsfahrern unbeliebt.

Als Finke beim Landgang die Tochter einer ebenfalls auf Bootsfahrt befindlichen Familie verletzt, muss er einen Tag lang auf deren Bruder aufpassen. Dadurch ist er gezwungen, Verantwortung zu übernehmen, und beschäftigt sich erstmals ernsthaft mit seinen Gefühlen sowie seiner Haltung zu Kind und Beziehung.

Durch ihre gemeinsamen Erlebnisse entwickelt sich zwischen den drei Männern im Lauf der Woche eine echte Freundschaft und sie sprechen miteinander über ihre Sorgen. Überzeugt von seinen neuen Erfahrungen und nach einem Gespräch mit Henner versucht Finke, sich mit Cora auszusprechen. Auch Cora möchte ein klärendes Gespräch. Sie möchte das Kind behalten, notfalls allein. Die beiden erreichen sich jedoch nicht per Telefon.

Cora wünscht sich ein persönliches Gespräch. Mit Henners Hilfe organisiert sie ein Treffen mit Finke auf einem Bootssteg. Dort trifft sie Finke in einer kompromittierenden Situation mit einer Teilnehmerin eines Junggesellinnenabschieds, die Finke zuvor kennengelernt hat und die sich in ihn verliebt hat. Wütend verlässt Cora vor den Augen der Freunde und der anderen Teilnehmerinnen die Szene - und mutmaßlich auch Finke.

Finke beschließt daraufhin, für seine Beziehung zu kämpfen. Er versöhnt sich mit seinen Freunden und stellt sich gemeinsam mit Henner Simons Verfolger Wolfgang. Bei der Konfrontation stellt sich heraus, dass dieser ebenfalls Nichtschwimmer ist. Vor der Rettung aus dem Wasser erpressen die beiden Wolfgang, auf Simons Schulden zu verzichten. Als „Dank“ sprengen die Rocker kurz vor Rückgabe das Schiff in die Luft.

Mit der Rückgabe des zerstörten Schiffs wendet sich das Blatt dennoch zum Guten: Dank einer All-Inclusive-Versicherung müssen die drei weder für fehlende Ausrüstungsteile noch das versenkte Schiff aufkommen. Schließlich fährt Finke zu Cora und versöhnt sich mit ihr. Die beiden beschließen, das Kind gemeinsam aufzuziehen. Simon wendet sich wieder dem Schauspiel zu. Gemeinsam mit Henner bleibt er Freunde der Familie und werden Paten des Kindes.

Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden größtenteils vor Ort auf den Seen und Flüssen in Mecklenburg-Vorpommern statt. Im Blog zweiundvierziger.de beschreibt Tom Liehr seine Erfahrungen mit dem Prozess der Verfilmung seines Romans von der Anfrage über die Dreharbeiten bis hin zur Vorpremiere.[1]

Rezeption

  • „Stereotyp in der Charakterzeichnung, ohne Zwischentöne und Sinn für Timing, setzt sie allein auf tumben Klamauk.“ Kritik bei Filmdienst[2]

Einzelnachweise

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