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Leonie Steinl

deutsche Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Wirken

Nach dem Abitur an der Deutschen Schule Pretoria 2005 studierte Steinl ab 2006 Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School in Hamburg. Dort legte sie nach einem Auslandssemester an der Boston College Law School im August 2012 ihr Erstes Juristisches Staatsexamen ab. Nach einer Tätigkeit als Research Fellow am Global Justic Center in New York nahm sie 2013 ein Master-Studium an der Columbia Law School auf, das sie 2014 mit dem Erwerb des Titels Master of Laws beendete. Anschließend kehrte sie nach Hamburg zurück, wo sie am Lehrstuhl von Florian Jeßberger an der Universität Hamburg als Wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete, 2015 aber an den Lehrstuhl von Gerhard Werle an die Humboldt-Universität zu Berlin wechselte. Unter deren gemeinsamer Betreuung wurde Steinl im Oktober 2016 von der Universität Hamburg summa cum laude mit der in englischer Sprache erschienen Schrift Child Soldiers as Agents of War and Peace. A Restorative Transitional Justice Approach to Accountability for Crimes under International Law über Kindersoldaten zur Dr. iur. promoviert.

Anschließend leistete Steinl von 2016 bis 2018 am Kammergericht in Berlin ihr Rechtsreferendariat ab, das sie im Februar 2018 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen beendete. Danach kehrte sie als Postdoktorandin an den Lehrstuhl von Jeßberger zurück und forschte dort im Rahmen des Forschungsprojekts Strategic Litigation Networks and Accountability for Gross Violations of Human Rights. 2020 folgte sie Jeßberger nach dessen Wechsel als Postdoktorandin an die Humboldt-Universität Berlin. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Universität Bologna wurde Steinl im März 2023 an der Universität Münster zur Juniorprofessorin für Strafrecht, Internationales Strafrecht und Interdisziplinäre Rechtsforschung ernannt.[1] Von Mai 2023 bis Februar 2024 befand sie sich indes in Mutterschutz; nach ihrer Rückkehr in den Dienst leitete sie ab März 2024 die -Emmy-Noether-Nachwuchsforschungsgruppe Angriffe auf das Anderssein: Eine strafrechtwissenschaftliche Untersuchung identitätsbegründeter Straftaten. Obwohl sich Steinl an der Universität Münster im Tenure-Track-Verfahren befand, wechselte sie im Mai 2026 an die Universität Leipzig, wo sie seitdem den ordentlichen Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht innehat.[2]

Forschung

Steinls Forschungsschwerpunkte liegen vor in der Strafrechtsdogmatik und im Völkerstrafrecht. In beiden Bereichen konzentriert sie sich auf Hasskriminalität und sexualisierte Gewalt. Dabei fokussiert sie sich unter anderem auf den Schutz von Frauen.[3]

Publikationen (Auswahl)

  • Child Soldiers as Agents of War and Peace: A Restorative Transitional Justice Approach to Accountability for Crimes Under International Law. Dissertation. T.M.C. Asser, Den Haag 2017, ISBN 978-94-6265-201-9 (englisch).

Einzelnachweise

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