Leserkreis Daheim

Unternehmen für Mietzeitschriften From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Lesezirkel Leserkreis Daheim wurde 1907 von Richard Ganske (1876–1956) in Kiel gegründet und ist eines der größten Mietzeitschriften-Unternehmen in Europa. Das Unternehmen gehört zur Ganske-Verlagsgruppe (u. a. Jahreszeiten Verlag, Hoffmann und Campe, Gräfe und Unzer).[1]

Schnelle Fakten
Leserkreis Daheim
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1907
Sitz Hamburg, Deutschland
Leitung Sebastian Ganske, Bernd Wedekind
Mitarbeiterzahl 650
Branche Medienunternehmen
Website www.leserkreis.de
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1930 wurde die Zentrale von Kiel nach Hannover verlegt, der Namen zu Lesezirkel Daheim und die Rechtsform in eine Offene Handelsgesellschaft geändert.[2] Richard Ganskes Sohn Kurt Ganske, der 1929 die Führung des Vertriebsunternehmens übernommen hatte, trat zugleich mit zwei Verwandten als Gesellschafter in die OHG ein. Das Unternehmen erhöhte bis 1938 die Zahl der Filialen auf 30. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges beschäftigt das Unternehmen ca. 1300 Mitarbeiter. 1944 wurde die Firma stillgelegt. Ende 1945 wurde der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen, zunächst mit dem Verleih von Büchern. 1946 kamen erste Zeitschriften hinzu. 1951 wurden die ostdeutschen Filialen enteignet. 1954 wurde der Firmensitz an den heutigen Standort in Hamburg verlegt. 1957 beschäftigte das Unternehmen 1700 Mitarbeiter. 1972 wurde die EDV eingeführt. 1979 nach dem Tod seines Vaters Kurt Ganske übernahm Thomas Ganske die Geschäftsführung des Unternehmens und über diese wiederum später in der vierten Generation an seinen Sohn Sebastian Ganske.

Der Leserkreis Daheim ist Europas größter Lesezirkel und Marktführer in Deutschland. Er beschäftigt bundesweit rund 400 Mitarbeiter, zuzüglich Geringbeschäftiger, bei einer jährlichen Auslieferung – in vergangenen Zeiten – von ca. 25 Millionen Zeitschriften.

Die Kunden des Leserkreis Daheim sind teilweise private Nutzer, teilweise öffentliche Ausleger wie Ärzte, Friseure, Gastronomen und andere öffentliche Bereiche, bei denen Wartezeiten auftreten können. Private Nutzer kommen als Neukunden meist über Verbrauchermessen oder das Internet zum Leserkreis Daheim, während der Großteil der öffentlichen Auslagen vom Vertrieb der Filialen vor Ort generiert wird.

Einzelnachweise

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