Leviticus (Film)

Horror-Thriller von Adrian Chiarella aus dem Jahr 2026 From Wikipedia, the free encyclopedia

Leviticus ist ein Horror- und Science-Fiction-Thriller von Adrian Chiarella. In dem Film mit Joe Bird, Stacy Clausen und Jeremy Blewitt wird eine dämonische Präsenz zur Bestrafung homosexueller Begierden beschworen. Leviticus ist das Spielfilmdebüt von Chiarella und feierte Ende Januar 2026 beim Sundance Film Festivals seine Premiere.

TitelLeviticus
ProduktionslandAustralien
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2026
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Leviticus
Produktionsland Australien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 86 Minuten
Stab
Regie Adrian Chiarella
Drehbuch Adrian Chiarella
Produktion Kristina Ceyton, Samantha Jennings, Hannah Ngo
Musik Jed Kurzel
Kamera Tyson Perkins
Schnitt Nick Fenton
Besetzung
  • Joe Bird: Naim
  • Stacy Clausen: Ryan
  • Mia Wasikowska: Naims Mutter
  • Jeremy Blewitt: Hunter
  • Ewen Leslie
  • Davida McKenzie
  • Nicholas Hope
  • Shannon Berry: Jessica
  • Tyallah Bullock: Marnie
  • Rose Flanagan
  • Kamran Fulleylove
  • Eloise Gentle
  • Julia Grace
  • Benny Sinclair
  • Edwina Wren: Jackie
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Handlung

In Australien. Naim und Ryan treffen sich heimlich, und aus dem spielerischen Gerangel heraus drückt Ryan Naim zu Boden und küsst ihn. Da die Gegend, in der sie leben, sehr christlich ist, beschließen sie, ihre neu entdeckte, gegenseitige Zuneigung geheim zu halten. In der Schule verhält sich Ryan Naim gegenüber distanziert. Für Naim eröffnet sich dennoch eine neue Welt, ein Grund zu glauben, dass es in der ansonsten langweiligen neuen Stadt mit seiner warmherzigen, aber ahnungslosen alleinerziehenden Mutter etwas geben könnte, worüber man sich freuen kann. Doch als Naim sieht, wie Ryan sich mit Hunter, dem Sohn des örtlichen Predigers, auf ein ähnliches Treffen einlässt, tut er etwas Unüberlegtes.

Nachdem Ryans und Hunters homosexuelle Neigung bekannt sind, werden sie von einem mysteriösen Fremden im Auftrag der homophoben „Gottesmänner“ zu einer Konversionstherapie gezwungen. Anfangs lachen die Jungs darüber und verdrehen die Augen über seinen Humbug, doch als sie von einer dämonischen Präsenz ergriffen werden, erkennen sie, dass sie verflucht wurden.[1][2]

Produktion

Filmstab und Filmtitel

Regie führte Adrian Chiarella, der auch das Drehbuch schrieb. Es handelt sich nach den Kurzfilmen Touch, Black Lips und Dwarf Planet um seinen ersten Langfilm, bei dem er Regie führte. Zuvor fungierte er bei einer Reihe von Kurzfilmen als Filmeditor. Nick Fenton, der bei Leviticus den Filmschnitt übernahm, arbeitete zuvor mit Regisseur Justin Kurzel an Nitram und The Order. Für seine Arbeit an dem Dokumentarfilm The Boy Whose Skin Fell Off erhielt Fenton 2005 eine Auszeichnung bei den BAFTA TV Awards.

Der Film ist nach dem gleichnamigen Buch der Bibel benannt, dem dritten Buch des Pentateuch.[2] Dieses besteht aus erzählten, wörtlich zitierten Gottesreden; von seiner Großstruktur ist es ein Erzähltext. Die Gottesrede an Mose wird jeweils mit der Formel „Und JHWH sprach zu Mose:...“ oder ähnlich eingeleitet.

Besetzung und Dreharbeiten

Joe Bird spielt Naim und Mia Wasikowska  seine Mutter
Joe Bird spielt Naim und Mia Wasikowska  seine Mutter
Joe Bird spielt Naim und Mia Wasikowska seine Mutter

Joe Bird, vielfach nominiert für eine der Hauptrollen in Danny und Michael Philippous Mystery-Thriller Talk to Me, spielt Naim und Stacy Clausen seinen Lover Ryan. Jeremy Blewitt spielt Hunter, der Sohn des Predigers, mit dem sich Ryan als Nächstes einlässt, und Mia Wasikowska Naims Mutter.[1] Das Casting übernahm Nikki Barrett.

Kameramann Tyson Perkins war zuletzt für den Horror-Thriller Went Up the Hill von Samuel Van Grinsven tätig.

Filmmusik und Veröffentlichung

Die Filmmusik schuf Jed Kurzel, der in der Vergangenheit für Filme wie Alien: Covenant, Der Babadook, Monkey Man und ebenfalls The Order tätig war.

Die Weltpremiere von Leviticus erfolgte am 23. Januar 2026 beim Sundance Film Festivals. Dort wurde der Film in der Midnight-Section gezeigt.[3] Im März 2026 wurde er beim South by Southwest Film Festival gezeigt.[4] Im April 2026 wurde er im Rahmen der Reihe New Directors / New Films, einem gemeinsamen Filmfestival des New Yorker Museum of Modern Art und der Film Society of Lincoln Center, vorgestellt.[5] Ebenfalls im April 2026 wurde er beim Overlook Film Festival als Centerpiece, beim Miami Film Festival und beim Panic Fest gezeigt.[6][7] Im Juni 2026 erfolgten Vorstellungen beim Sydney Film Festival und beim San Francisco International LGBTQ+ Film Festival.[8][9] Am 19. Juni 2026 kam der Film in ausgewählte US-Kinos.[10] Die Rechte erwarb Neon.[11][12]

Rezeption

Kritiken

Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 92 Prozent positiv.[13] Bei Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 83 von 100 möglichen Punkten.[14]

Regisseur Adrian Chiarella

Carlos Aguilar schreibt in seiner Kritik für Variety, Adrian Chiarella verbinde in seinem herausragenden Spielfilmdebüt auf natürliche Weise schaurigen Horror mit scharfsinniger Gesellschaftskritik und reihe sich damit in die große Riege versierter australischer Genrefilmer der Gegenwart ein. Visuell wirke Leviticus wie ein sozialrealistisches Drama, das selbst die grausamsten Ereignisse unter einem Schleier beunruhigender Normalität erscheinen lässt, als könnten sie überall passieren. Die bösartige übernatürliche Entität verkörpere den Selbsthass und die Scham, die manche religiöse Gruppen queeren Menschen, insbesondere jungen, aufzwingen. Joe Birds ausdrucksstarke Augen drückten Niams Erstaunen über seine Lage aus, aber auch echte Trauer und Sorge um Ryan, nachdem er selbst der spirituellen „Behandlung“ unterzogen wurde und fortan eine falsche Version von Ryan sieht. In bestimmten Szenen spiele Chiarella gekonnt mit den Erwartungen, aufgebaut auf den nach und nach etablierten Mechanismen. In seinem Kern handele die Geschichte davon, dass körperliche Zuneigungsbekundungen über Leben und Tod entscheiden können, und Ryan und Naim doch bereit sind, dieses Risiko einzugehen. Leviticus dürfte sich seinen Platz im Pantheon der bedeutendsten queeren Horrorfilme redlich verdienen, so Aguilar.[2]

Benjamin Lee schreibt im Guardian, dadurch, dass Niam und Ryan dieses Risiko bewusst eingehen, sei der Film nicht nur von einer tiefen Traurigkeit geprägt, sondern erhalte auch viel einer überschwänglichen, gegen alle Widerstände gerichteten Romantik. Zwar verliere der Film trotz seiner wunderbar prägnanten 86 Minuten im letzte Akt etwas an Schwung, doch Chiarella gelinge ein perfekter Abschluss.[1]

Auszeichnungen

Astra Midseason Movie Awards 2026

  • Auszeichnung als Bester Independent-Film[15]

Miami Film Festival 2026

  • Nominierung für den Jordan Ressler First Feature Award[16]

San Francisco International LGBTQ+ Filmfestival 2026

  • Auszeichnung als Bestes Spielfilmdebüt[17]

Sydney Film Festival 2026

  • Nominierung im Wettbewerb[8]
Commons: Leviticus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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