Lichtsegel

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Ein Lichtsegel ist eine großflächige Leuchte der Innenraumbeleuchtung, bei der eine Lichtquelle hinter oder oberhalb einer lichtstreuenden Fläche angeordnet ist. Diese Fläche besteht häufig aus Textilgewebe, lichtdurchlässigen Kunststoffen oder opalen Diffusorplatten und ermöglicht eine homogene, blendfreie Raumbeleuchtung.

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Der Begriff wird vor allem im deutschsprachigen Raum verwendet und bezeichnet Leuchten, bei denen eine gespannte oder rahmenartige Lichtfläche als sichtbares Gestaltungselement im Raum eingesetzt wird. In der Innenarchitektur dienen Lichtsegel dazu, eine weiche Grundbeleuchtung zu erzeugen und gleichzeitig als raumbildendes Element zu wirken.

Großflächige Deckenleuchte mit gespanntem textilem Diffusor, der das Licht gleichmäßig im Raum verteilt.

Geschichte

Großflächige leuchtende Decken wurden bereits im 20. Jahrhundert in der Architekturbeleuchtung eingesetzt. Frühe Systeme nutzten hinterleuchtete Deckenfelder mit Leuchtstofflampen.

Ein Beispiel für den technologischen Übergang zum Einsatz textiler Diffusoren ist die Leuchte Veroca, die 1986 vom Designer Miguel Ángel Ciganda für den spanischen Leuchtenhersteller B.lux entwickelt wurde. Die Leuchte verwendet ein gespanntes Textilgewebe als lichtstreuende Oberfläche, hinter der die Lichtquelle angeordnet ist. Dadurch entsteht eine diffuse Lichtverteilung im Raum.

Konstruktion

Ein Lichtsegel besteht in der Regel aus einer lichtstreuenden Diffusorfläche, einer Tragkonstruktion sowie der Lichtquelle.

Die Diffusorfläche kann aus Stoff, Kunststofffolien oder opalen Acrylplatten bestehen. Diese Materialien streuen das Licht und sorgen dafür, dass die Lichtquelle weniger punktförmig wahrgenommen wird. Zusätzlich zur lichttechnischen Funktion werden Lichtsegel in der modernen Architektur häufig zur Optimierung der Raumakustik eingesetzt, indem schallabsorbierende Textilien oder hinterlegte Akustikvliese die Nachhallzeit reduzieren.

Die Lichtquelle befindet sich meist oberhalb der Diffusorfläche. Historisch wurden häufig Leuchtstofflampen verwendet, während moderne Systeme überwiegend mit LED-Technik arbeiten.

Lichttechnische Eigenschaften

Ein wesentliches Merkmal von Lichtsegeln ist die Reduktion der Leuchtdichte (Einheit: cd/m²) durch die signifikante Vergrößerung der Lichtaustrittsfläche. Während punktförmige Lichtquellen oft hohe Leuchtdichten aufweisen, die zu physiologischer Blendung führen können, verteilt das Lichtsegel den Lichtstrom auf eine weite Fläche. Dies senkt den UGR-Wert (Unified Glare Rating) und unterstützt damit die Einhaltung der Norm DIN EN 12464-1 für die Beleuchtung von Arbeitsstätten.[1]

Durch die resultierenden geringen Leuchtdichtekontraste im Gesichtsfeld wird die visuelle Ermüdung reduziert und eine homogene Grundbeleuchtung erzielt. Diffuse Lichtflächen können so die psychologische und physiologische Blendung minimieren und eine angenehme visuelle Wahrnehmung unterstützen.[2] Solche Beleuchtungssysteme werden in der Lichtplanung gezielt eingesetzt, um die Raumwirkung großflächiger Lichtelemente zu nutzen.[3]

Normen und Brandschutz

Bei der Planung von Beleuchtungssystemen in Innenräumen werden lichttechnische Normen wie die europäische Norm DIN EN 12464-1 angewandt, die Anforderungen an Beleuchtungsstärke, Blendungsbegrenzung und Gleichmäßigkeit der Beleuchtung definiert.

Für textile Diffusorflächen gelten zudem Anforderungen des baulichen Brandschutzes. In Deutschland erfolgt die Einstufung textiler Diffusoren in der Regel in die Baustoffklasse B1 (schwerentflammbar) nach DIN 4102-1. Auf europäischer Ebene erfolgt die Klassifizierung nach EN 13501.

Einsatzbereiche

Lichtsegel werden in unterschiedlichen Gebäudetypen eingesetzt, darunter Wohnräume, Büro- und Arbeitsräume, Gastronomie sowie medizinische Einrichtungen. Sie dienen vor allem der gleichmäßigen Grundbeleuchtung und der gestalterischen Integration von Licht in die Innenarchitektur.

Literatur

  • Rüdiger Ganslandt, Harald Hofmann: Handbuch der Lichtplanung. Birkhäuser Verlag, Basel 1992.
  • Illuminating Engineering Society: Lighting Handbook. 10. Auflage, New York 2011.
  • Zumtobel Group (Hrsg.): The Lighting Handbook. 2018.
Commons: Lighting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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