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Light Tank Vickers T-15

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Der leichte Panzerkampfwagen Light Tank Vickers T-15 (französisch Char Léger de Reconnaissance Vickers-Carden-Loyd Mod. 1934 T-15), teils auch in belgischen Diensten als Auto-Blindée Mitrailleuse T15 bezeichnet,[1][A 1] war ein aus britisch-belgischer Produktion stammender Kleinpanzer aus der zweiten Hälfte der 1930er Jahre. Der zwischen 1935 und 1938 in nur geringen Stückzahlen gebaute Panzer wurde später im Zweiten Weltkrieg beziehungsweise während des Westfeldzuges (1940) durch die belgischen Streitkräfte eingesetzt. Einige wenige Exemplare wurden von der Wehrmacht erbeutet und übernommen.

Schnelle Fakten Char Léger de Reconnaissance Vickers-Carden-Loyd Mod. 1934 T-15 ...
Char Léger de Reconnaissance Vickers-Carden-Loyd Mod. 1934 T-15

Der belgische König Leopold III. vor einem leichten Panzer T-15 (Mai 1940).

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 2 (Kommandant/MG-Schütze, Fahrer)
Länge 3,63 m
Breite 1,89 m
Höhe 1,90 m
Masse 3,82 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 7–9 mm
Hauptbewaffnung 1 × 13,2-mm-Hotchkiss-Maschinengewehr
Sekundärbewaffnung 1 × 7,65-mm-Browning-Maschinengewehr
Beweglichkeit
Antrieb Henry Meadows 6-Zylinder-Benzinmotor
65 kW (88 PS)
Geschwindigkeit 64 km/h (Straße)
38 km/h (Gelände)
Leistung/Gewicht 23,16 PS/Tonne
Reichweite 230 km (Straße)
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Technik

Der Panzerkampfwagen T-15 basierte zu großen Teilen auf dem von Vickers-Armstrongs produzierten leichten Panzermodell Light Tank Mk III. Der Kleinpanzer war 3,63 Meter lang und 1,90 Meter hoch, das Gewicht lag bei rund 3,82 Tonnen. Ein wassergekühlter 6-Zylinder-Benzinmotor der britischen Firma Henry Meadows mit 4,4 Litern Hubraum, welcher eine Leistung von 88 PS besaß, ermöglichte dem Panzer eine respektable Höchstgeschwindigkeit von bis zu 64 km/h (unter günstigen Straßenbedingungen). Die Reichweite lag bei rund 230 Kilometern (ebenfalls auf der Straße).

Die Bewaffnung bestand aus einem schweren 13,2-mm-Hotchkiss-Maschinengewehr in einem elektrisch drehbaren Turm sowie einem 7,65-mm-Browning-Maschinengewehr, das als Sekundärwaffe seitlich am Turm befestigt war. Die Besatzung bestand aus zwei Personen, einem Fahrer und dem Kommandanten, der allerdings zugleich als Maschinengewehrschütze fungierte. Eine Funkausstattung befand sich nicht an Bord.

Der Panzerschutz war, was allerdings zur damaligen Zeit auch auf andere leichte Panzer und Tanketten zutraf, nur sehr schwach ausgeprägt und betrug zwischen sieben und neun Millimetern. Damit konnte allenfalls ein gewisser Schutz der Besatzung vor Splittern oder dem Beschuss mit leichten Infanteriewaffen gewährleistet werden. Selbst jedoch gegenüber dem Beschuss mit Panzerbüchsen, etwa der deutschen Panzerbüchse 38, war das Fahrzeug entsprechend verwundbar.

Geschichte

Zu Beginn der 1930er Jahre suchten die belgischen Streitkräfte nach einem Ersatz für die rund 75 mittlerweile überalterten französischen Renault-FT-Panzer, die bereits 1919 beschafft worden waren. Für das belgische Kavalleriekorps (französisch Corps de Cavalerie), trotz des klassischen Namens handelte es sich um eine voll motorisierte Einheit, wurde als Ersatz ein leichter und schneller Panzer angedacht.

Die Wahl fiel auf das Vickers-Armstrongs-Modell Light Tank Mk III, wobei jedoch die belgische Seite eine stärkere Bewaffnung wünschte. Aus diesem Grund wurden die Vickers-Maschinengewehre im Kaliber 7,7 mm und 12,7 mm verworfen und stattdessen der Einbau des schwereren französischen 13,2-mm-Hotchkiss-Maschinengewehres präferiert.[2] Der Einbau dieser Waffen wurde indessen nicht durch Vickers vorgenommen, sondern von der belgischen Firma Fonderie Royale de Canons (FRC) in Herstal. Die Wahl des Hotchkiss-Maschinengewehrs brachte es mit sich, dass für dieses ein neuer Turm konstruiert werden musste, der etwas höher und konischer ausgeformt war als der Turm des britischen Standardmodells.[3]

Dreiseitenansicht eines leichten Panzers Vickers T-15.

Zwischen 1935 und 1938 wurden insgesamt 42 Exemplare für die belgischen Streitkräfte gebaut und ausgeliefert. Die leichten Panzer wurden ausschließlich den Verbänden der vollständig motorisierten Ardennenjäger zugewiesen, wobei das diesen unterstellte Kavalleriekorps insgesamt 32 Fahrzeuge besaß. Dazu kamen neun weitere T-15, die zumeist in Dreiergruppen einzelnen Regimentern zugewiesen waren, so dass die Ardennenjäger insgesamt 41 Panzer dieses Typs ins Feld führen konnten. Insgesamt machten die T-15 jedoch nur einen relativ geringen Anteil an den belgischen Kampffahrzeugen (insgesamt rund 290 Panzerfahrzeuge) zu Beginn des Zweiten Weltkrieges im September 1939 aus.[4]

Im Rahmen des im Mai 1940 beginnenden Westfeldzuges wurden T-15-Panzer unter anderem in die Schlacht bei Hannut (12.–14. Mai 1940) verwickelt, wobei mindestens zwei Fahrzeuge verloren gingen. Auch bei Kämpfen um Knesselare kamen die leichten Panzer zum Einsatz. Nach der Kapitulation Belgiens am 28. Mai 1940 fiel eine nicht genau bekannte Anzahl an T-15 in deutsche Hände, wobei es jedoch den Anschein hat, dass auch infolge der schlechten Ersatzteillage, besonders hinsichtlich der britischen Motoren, nur wenige Fahrzeuge von der Wehrmacht weiterverwendet wurden.[4] Zumeist dürften die erbeuteten Tanketten, unter der deutschen Beutepanzer-Bezeichnung Panzerspähwagen VCL 701 (b), noch zeitweise als Schleppfahrzeuge und für Fahrerausbildungen benutzt worden sein.

Von dem Light Tank Vickers T-15 existiert heute kein Exemplar mehr.

Commons: Light Tank Vickers T-15 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • David Fletcher: British Battle Tanks. World War I to 1939. Bloomsbury Publishing, London/New York 2016 (englisch).
  • George Forty: A Photo History of Tanks in Two World Wars. Blandford Press, London 1984 (englisch).
  • Peter Chamberlain, John Milsom: Allied Combat Tanks. Arco Publishing Company, New York 1978 (englisch).
  • Steven J. Zaloga: Beutepanzers of World War II. Captured Tanks and AFVs in German Service. Bloomsbury Publishing, London/New York 2024 (englisch).

Anmerkungen

  1. In etwa übersetzbar mit „Gepanzertes Maschinengewehrfahrzeug T-15“.

Einzelnachweise

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