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Liguorianer-Seufzer

Scherz-Polka von Johann Strauss Sohn (op. 57) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Polka Liguorianer-Seufzer ist eine Scherz-Polka von Johann Strauss (Sohn) (op. 57). Das Werk wurde am 3. Juni 1848 im Gasthaus Zur Blauen Flasche in der Vorstadt Neulerchenfeld (heute 16. Wiener Gemeindebezirk) erstmals aufgeführt und zielte mit ihrem Titel auf die Vertreibung des verhassten Ordens der Redemptoristen, die nach ihrem Ordensgründer Alfonso Maria de Liguori auch „Liguorianer“ genannt wurden.

Anmerkungen

Die Polka entstand vor dem Hintergrund der Revolution von 1848. Johann Strauss sympathisierte damals mit dieser Bewegung, ohne sich ihr allerdings anzuschließen. Im Zuge der revolutionären Ereignisse versammelten sich immer wieder Menschen unter den Fenstern von Leuten, die dem alten System in irgendeiner Form gedient hatten. Dabei wurde gepfiffen und getrommelt und wahre Katzenmusiken veranstaltet.[1] Ziel war die Vertreibung der Anhänger des verhassten Metternich-Systems. Auch die Orden der Jesuiten und der Dominikaner sowie das Kloster des Redemptoristen- bzw. Liguorianer-Ordens waren Ziele solcher Angriffe. Die Musiker singen das Spottlied „Ligouri ci gouri gouriani ani ani“ (wobei klanglich das Wortspiel „Liguorianer zieht ab“ herausgehört werden kann), und auch die dazugehörige Katzenmusik wird in dem Werk durch den Einsatz von Effektinstrumenten wie Tröten und Ratschen bis hin zum Klirren von Fensterscheiben nachgeahmt.[2] Die „Liguorianer“, also die Mitglieder des Ordens, so der genüsslich-vergnügte Melodieverlauf der Polka, seufzten unter dem Druck der Straße und verließen schließlich Wien. Das erklärt auch die Namensgebung dieser Polka.

Die Spieldauer beträgt auf der unter Einzelnachweisen angeführten CD 3 Minuten und 51 Sekunden.[3] Je nach der musikalischen Auffassung des Dirigenten kann diese Zeit etwas variieren.

Einzelnachweise

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