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Limnopoula-See

See in Griechenland From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Limnopoula-See (griechisch Λίμνη Λιμνοπούλα Limni Limnopoula), der auch Choktova-See (Λίμνη Χόκτοβα Limni Choktova) genannt wird, ist ein saisonaler See in der Region Epirus, Griechenland. Mit seinem Umland bildet er ein Fauna-Flora-Habitat-Gebiet.

Schnelle Fakten
Limnopoula-See
Limnopoula-See (Griechenland)
Limnopoula-See (Griechenland)
Lage: Westmakedonien, Griechenland
Nächste Stadt: Paramythia
Fläche: 5,6494 km²
Gründung: 1995
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Beschreibung

Seit 1995 ist der See unter dem Namen Limni Limnopoula als Natura 2000 Schutzgebiet mit der Registriernummer GR2120003 ausgewiesen.[1]

2020 wurde das Gebiet auch in die Liste der wichtigen griechischen Feuchtbiotope von der Organisation EKVY (ΕΚΒΥ – Ελληνικό Κέντρο Βιότοπων - Υγρότοπων) des Nationalmuseum für Naturgeschichte Goulandris (Εθνικό Μουσείο Φυσικής Ιστορίας Γουλανδρή) aufgenommen.[2]

Der See erstreckt sich südwestlich der Dörfer Krystallopigi und Kefalovryso, nahe der Stadt Paramythia. Das Schutzgebiet umfasst eine Fläche von 564,94 Hektar, von denen 133 Hektar auf die Seefläche entfallen.

Der Limnopoula-See ist saisonal; er wird im Winter von Wasser überflutet, wobei er dann eine maximale Tiefe von 10 Metern erreicht. Im Sommer bilden sich feuchte Wiesen, die von Quellen gespeist werden.[3] Drei Dolinen an seinem südlichen Ufer entwässern ihn. Im Sommer wird etwa die Hälfte des freiliegenden Seegrundes landwirtschaftlich genutzt, die andere Hälfte dient dann als Weideland.[4]

Geschichte

In unmittelbarer Nähe des Sees sollen Aufzeichnung des griechischen Archäologen Sotiris Dakaris zufolge Spuren einer Siedlung und der Deckel eines Sarkophags gefunden worden sein. Datiert wurden diese Funde von ihm auf die Römerzeit.[5]

Flora und Fauna

Fischotter

2025 wurde am Limnopoula-See von der Verwaltungsstelle für Schutzgebiete in Epirus ein selten vorkommender Fischotter (Loutra loutra) gesichtet.[6] Eurasische Fischotter gelten als gefährdet und stehen im Roten Buch der gefährdeten Arten Griechenlands. Sie leben ausschließlich in sauberen Gewässern und gelten als Indikator für den Zustand der Gewässer, da sie stets sauberes Wasser als Lebensraum wählen. Deshalb weckte ihr Auftreten am Limnopoula-See Optimismus.[7]

Im Seewasser lebt eine Süßwasserfischart namens Pelasgus thesproticus. Die Seeufer beherbergen die Libellenart Vogel-Azurjunger (Coenagrion ornatum), außerdem wurden dort verschiedene Säugetiere wie Wölfe, Europäische Wildkatzen und Europäische Iltisse gesichtet.[8]

Ein Teil des Sees ist mit hydrophiler Vegetation bedeckt, darunter Schilfrohr (Phragmites communis) und Strandsimsen (Scirpus bolboschoenus). Jedoch wurden die ursprünglichen hydrophilen Pflanzen durch Beweidung stark zurückgedrängt. Die rasche Umwandlung des Ökosystems vom See zum Land hat zur Folge, dass Landpflanzenarten Einzug hielten. Aber es kommen trotzdem einige hydrophile Arten in diesem Gebiet vor, wie zum Beispiel: Gewöhnlicher Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica), Ästiger Igelkolben (Sparganium erectum), Breitblättriger Rohrkolben (Typha latifolia), Hohes Zypergras (Cyperus longus), Schwanenblume (Butomus umbellatus), Wasserpfeffer (Polygonum hydropiper), Röhrige Wasserfenchel (Oenanthe fistulosa), Gewöhnliche Sumpfbimse (Eleocharus palustrus) und die Aschweide (Salix cinerea). An der Südseite des Sees bildet Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) eine Randzone. Die Hügel westlich und südlich des Sees sind dicht mit Steineichen bedeckt, vermischt mit Hartlaubvegetation.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

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