Lindi (Distrikt)
Distrikt der Region Lindi, Tansania
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Lindi (auch Lindi Rural oder Mtama) ist ein Distrikt in der tansanischen Region Lindi mit dem Verwaltungssitz in der Stadt Lindi. Er grenzt im Norden an den Distrikt Kilwa, im Osten an den Distrikt Lindi (MC) und an den Indischen Ozean, im Süden an die Region Mtwara und im Westen an den Distrikt Ruangwa.

Geographie
Der Distrikt hat eine Größe von 7908 Quadratkilometer und 166.493 Einwohner (Volkszählung 2022).[1][2] Das Land liegt in einer Höhe von 0 bis 759 Meter über dem Meer. Der Großteil der Fläche ist ein Tiefland an der Küste. Nach Westen steigt es zu einer Hochebene an, die von Flusstälern durchzogen ist. Der größte Fluss ist der Lukuledi, der teilweise die Südgrenze des Distriktes bildet.[3]
Das Klima ist tropisch, Aw nach der effektiven Klimaklassifikation. Im Jahresdurchschnitt fallen in einer Regenzeit von November bis Mai 1000 Millimeter Niederschlag. In der kühleren Trockenzeit liegt die Durchschnittstemperatur bei 24 Grad Celsius, in der heißeren Regenzeit bei 27 Grad Celsius.[4][5]
Geschichte
Der Distrikt Lindi wurde im Jahr 1958 in der britischen Kolonialzeit eingerichtet. Im Jahr 1972 wurde der Distrikt im Zuge der Dezentralisierung aufgelöst, aber 1982 wieder hergestellt.[4]
Verwaltungsgliederung
Der Distrikt besteht aus 20 Bezirken (Wards):[2]
- Chiponda
- Kiwalala
- Longa
- Majengo
- Mandwanga
- Mnara
- Mnolela
- Mtama
- Mtua
- Mtumbya
- Nachunyu
- Nahukahuka
- Namangale
- Namupa
- Navanga
- Nyangamara
- Nyangao
- Nyengedi
- Pangatena
- Sudi
Bevölkerung
Lindi ist einer der ärmsten Distrikte in Tansania. Im Jahr 2016 betrug das jährliche Durchschnittseinkommen 1.127.104 tansanische Schilling, was weniger als fünfhundert Euro entspricht.[6] Bei den über Fünfjährigen lag die Analphabetenrate im Distrikt bei vierzig Prozent. Im Vergleich dazu, gab es im Stadt-Distrikt Lindi (MC) nur dreißig Prozent Analphabeten.[7]
Sprachen (DC) |
Sprachen (MC) |
Einrichtungen und Dienstleistungen
- Bildung: Im Distrikt befinden sich 117 Grundschulen und 27 weiterführende Schulen.[8] Ein Hauptproblem ist der Lehrermangel, im Jahr 2015 fehlten an den Grundschulen 335 Lehrkräfte.[9]
- Gesundheit: Für die medizinische Versorgung der Bevölkerung stehen ein Krankenhaus, sechs Gesundheitszentren und 42 Apotheken zur Verfügung (Stand 2019).[8] Die Hauptkrankheiten sind Malaria, akute Atemwegsinfektion und Lungenentzündung.[10]
Wirtschaft und Infrastruktur
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Nutztiere (in 1000) |


Sonstiges
- Saurierfossilien von Tendaguru: In den Jahren 1909 bis 1913 wurden 230 Tonnen versteinerte Saurierknochen gefunden und nach Berlin transportiert, wo sie im Museum für Naturkunde ausgestellt sind.[13][14]