Line Luplau

dänische Frauenrechtlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Nicoline („Line“) Christine Luplau (* 22. April 1823 in Mern Sogn, Sjælland, Dänemark als Nicoline Christine Monrad; † 10. September 1891 in Frederiksberg) war eine dänische Frauenrechtlerin.

Line Luplau, Fotografie von Mary Steen, ca. 1885

Familie

Nicoline Christine Monrad war eine Tochter des Pfarrers Hans Christian Monrad (1780–1825) und seiner Ehefrau Ferdinandine Henriette Gieertsen (1783–1871). Sie heiratete am 11. Dezember 1847 den Pfarrer Daniel Carl Erhard Luplau (1818–1909). Ihre Tochter Marie Luplau (1848–1925) wurde eine bekannte Malerin und Pädagogin.[1]

Leben

Line Luplau wohnte nach der Heirat zunächst in Hillerød, wo ihr Mann eine Schule leitete, bis er 1853 als Pfarrer nach Schleswig-Holstein ging. Nach der Niederlage im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 mussten die dänischen Pfarrer die nunmehr zum Deutschen Reich gehörenden Landesteile verlassen, und Luplau wurde 1866 Pfarrer in Varde (Jütland). Nach seiner Pensionierung 1888 zog das Ehepaar nach Kopenhagen.

Marie Luplaus Gruppenbild über die Pioniere der Frauenrechtsbewegung in Dänemark, 1917

Seit der Lektüre von Mathilde Fibigers Roman Clara Raphael (1851) war Line Luplau für die Rechte der Frauen engagiert. 1872 trat sie dem im Vorjahr gegründeten Dansk Kvindesamfund (Dänische Frauengesellschaft) bei. Sie gehörte dort zur radikaleren Opposition, die das Frauenwahlrecht aktiv fördern wollte, und schloss sich deshalb 1885 der neugegründeten Kvindelig Fremskridtsforening an. Schon im nächsten Jahr rückte sie dort in den Vorstand auf; sie gehörte auch der Redaktion der Vereinszeitschrift Hvad vi vil an. Noch im ländlichen Varde brachte sie über 1700 Unterschriften zugunsten einer Petition für die Einführung des Frauenwahlrechts zusammen. Nach dem Umzug nach Kopenhagen gehörte sie zu den Organisatorinnen des ersten nordischen Kongresses zu Frauenrechten. 1889 gründete sie zusammen mit Louise Nørlund (1854–1919) die Kvindevalgretsforeningen (Frauenwahlrechtvereinigung) und fungierte bis 1891 als deren Vorsitzende. Im Frühjahr trat sie zurück, im Herbst desselben Jahres starb sie.

Würdigung

In dem Gruppenbild über die Pioniere des Frauenwahlrechts in Dänemark, das ihre Tochter Marie 1917 für das dänische Parlamentsgebäude malte, ist Line Luplau im Vordergrund dargestellt.

Commons: Line Luplau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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