Linie 2 (Metro Madrid)
U-Bahn-Linie der Metro Madrid
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Die Linie 2 (span. Línea 2, kurz L-2; in den sogenannten „drei Jahren der Schande“ von 2013 bis 2016 Línea 2 Vodafone) ist eine U-Bahn-Linie der Metro Madrid. Sie führt von Cuatro Caminos nach Las Rosas, ist 14,0 Kilometer lang und besitzt 20 Stationen. Die Strecke verläuft vollständig unterirdisch. Die L-2 gehört zum Kleinprofilnetz der Metro und die Länge der Stationen beträgt 60 Meter. An neun Stationen kann zu anderen Metrolinien umgestiegen werden.
Geschichte

Der erste Abschnitt der L-2 wurde am 14. Juni 1924 eröffnet und führte von Sol im Stadtzentrum nach Ventas. Sie sollte eine rasche Verbindung zur Stierkampfarena Las Ventas herstellen, die sich damals in Bau befand. Die Station Goya wurde so gebaut, dass man die später zu bauende L4 ohne großen Aufwand anbinden konnte. Bei der Station Banco de España entstand unter der Straße Calle de Alcalá die erste öffentliche Fußgängerunterführung der Stadt.
Hatte die Linie bisher eine klar west-östliche Ausrichtung, so änderte sich dies am 21. Oktober 1925 mit der Eröffnung des in Richtung Norden führenden Abschnitts Sol – Quevedo. Die spätere Station Ópera („Oper“) hieß in den ersten Jahren bis zum Ende der spanischen Monarchie 1931 Isabel II (nach Königin Isabella II.). Am 10. September 1929 erreichte die L-2 mit Einweihung des Abschnitts zwischen Quevedo und Cuatro Caminos ihren über das Ende des 20. Jahrhunderts hinaus endgültigen Ausbaustand.
Während einiger Jahre war auch der Abschnitt Goya – Diego de León ein Teil der L-2. Dieser wurde am 17. September 1932 eröffnet und als Zweigstrecke betrieben. Je die Hälfte der Züge fuhr nun entweder nach Diego de León bzw. wie bisher nach Ventas. Die kurze Zweigstrecke war während des Spanischen Bürgerkriegs geschlossen und diente als Arsenal. Dort ereignete sich am 10. Januar 1938 eine heftige Explosion, die eine unbekannte Anzahl Todesopfer forderte. Am 3. Oktober 1958 ging die Zweigstrecke an die bereits vierzehn Jahre zuvor gebaute L-4 über.
Ein weiterer Abschnitt, der heute nicht mehr von der L-2 befahren wird, ist jener zwischen Ventas und Ciudad Lineal. Diese am 28. Mai 1964 eröffnete Strecke gehörte nur knapp sechs Jahre zur L-2 und wird seit dem 2. März 1970 von der L-5 befahren. Die Station Príncipe de Vergara war in der Zeit von 1939 bis 1984, mehr als acht Jahre über das Ende des Franquismus hinaus, nach General Mola benannt. Um einen Übergang zur verlängerten L-7 zu schaffen, wurde nachträglich die Station Canal eingefügt, deren Eröffnung am 16. Oktober 1998 erfolgte.
Am 16. Februar 2007 wurde die L-2 von Ventas ebenfalls in Richtung Ciudad Lineal um einen 1,6 km langen Abschnitt bis zur neuen Station La Elipa verlängert; am 16. März 2011 folgte die Eröffnung einer Verlängerung mit vier neuen Stationen von La Elipa bis zur neuen Endstation Las Rosas. Damit sind mehrere Viertel der Stadtteile San Blas-Canillejas und Ciudad Lineal von der Innenstadt in ca. 20 Minuten zu erreichen. Der Ausbau war ein bedeutendes Prestigeprojekt der Regierung Aguirre, das durch die Weltfinanzkrise 2007–2008 unterbrochen wurde und schließlich deren Überwindung symbolisieren sollte. Er wurde fünf Monate nach der ebenfalls prestigeträchtigen Eröffnung der neuen Endstation La Fortuna der L-11 beendet.[1]
Ab 2013 wurden die Linie L-2 und die zentrale Station Sol von dem britischen Mobilfunkunternehmen Vodafone mit 83.000 Euro im Monat gesponsert. Dies hatte zur Folge, dass die geschichtsträchtige Station Sol in Vodafone Sol umbenannt wurde und auf allen Plänen wie auch die Liniennummer 2 mit dem Logo von Vodafone gekennzeichnet war. Auch die Stationsansagen wurden entsprechend geändert. Die Werbeaktion stieß auf breite Ablehnung und massiven Widerstand in der Bevölkerung, zahlreiche Schilder und Pläne wurden zerstört oder beschmiert. 2016 verzichtete man auf eine Fortsetzung des Sponsorings und Vodafone beendete die Kampagne. Sie soll sich auch wirtschaftlich nicht gelohnt haben, weil viele empörte Metro-Kunden zur Kündigung von Handyverträgen mit dem in Spanien seit Jahrzehnten etablierten Telefonanbieter aufriefen. Die beteiligten Politiker der Region Madrid räumten ein, die Idee sei ein Fehler gewesen und habe zu „gesellschaftlichem Aufruhr“ geführt; Gegner sprechen im Rückblick von den „drei Jahren der Schande“.[2]
Weblinks
- Plano del Metro de Madrid auf planosdemetro.com mit Basisinfos zu der Linie