Lisette Mahler

deutsche Dokumentarfilmerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Lisette Mahler (* 19. Dezember 1926 in Duisburg) ist eine ehemalige deutsche Dokumentarfilmerin.

Leben und Wirken

Lisette Mahler ließ sich zur Fotografin ausbilden, bevor sie eine berufliche Laufbahn beim Film einschlug.[1] Ab 1952 war sie im neugegründeten DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme als Regisseurin und Autorin tätig.[1] Dort drehte sie bis 1957 dreizehn Dokumentar- und sieben Werbefilme.[1]

Mahlers Film Anziehendes (1955), eine satirische Betrachtung der Modeentwicklung in der DDR, wird bis heute wiederkehrend gezeigt. Der Kurzfilm war unter anderem Teil der Retrospektive Berlin in fashion – Modestadt Berlin (2016) des Achtung-Berlin-Filmfestivals und der Werkschau Sie. Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme (2019) im Berliner Zeughauskino.[2][3] Vielfach zeigen Mahlers Filme einen sich verbessernden Lebensstandard in der DDR der 1950er-Jahre.[1] Die Medienwissenschaftlerin Margret Albers wertet das künstlerische Gesamtschaffen der Filmemacherin bei der DEFA mit den Worten: „Insgesamt gewährt Lisette Mahler besonnene, rhythmische und so schön wie ungewöhnlich fotografierte Einblicke in eine nunmehr vergangene Welt.“[4]

1956/57 wechselte Mahler von der DEFA zum noch jungen Deutschen Fernsehfunk.[4] Dort verantwortete sie bis 1960 einzelne Ausgaben der Sendereihen Der denkende Mensch – Der schaffende Mensch, Rund um die Welt und Rendevouz am Wochenende als Regisseurin.[5] Über Lisette Mahlers weiteren Lebensweg nach 1960 gibt es keine Erkenntnisse.[4]

Filmografie (Auswahl)

  • 1953 Außenhaut
  • 1953 Die sowjetische Dreitaktmelkanlage
  • 1952/1954 Auf der Suche nach Steinkohle
  • 1955 Leipziger Messe 1954
  • 1955 Bohrmaschinen
  • 1955 Drehmaschinen – Ausführung und Anwendung
  • 1955 Unser Außenhandel
  • 1955 Anziehendes
  • 1956 Erfolgreiche Ferkelzucht
  • 1956 Geld müßte man haben
  • 1957 WMW-Verzahnmaschinen
  • 1957 WMW-Fräsmaschinen

Literatur

Einzelnachweise

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