Lissonota coracina
Art der Gattung Lissonota
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Lissonota coracina ist eine Schlupfwespe aus der Unterfamilie der Banchinae. Die Art wurde von Johann Friedrich Gmelin im Jahr 1790 als Ichneumon coracinus erstmals beschrieben.[1]
| Lissonota coracina | ||||||||||||
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Lissonota coracina ♀ | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lissonota coracina | ||||||||||||
| (Gmelin, 1790) |

Taxonomie
Merkmale
Die Schlupfwespen sind etwa 10 mm lang. Sie sind überwiegend schwarz gefärbt.
Für die Weibchen gilt: Sie besitzen lange Bohrerklappen. An den Augeninnenrändern befindet sich ein kleiner weißlich-gelber Scheitelfleck. Die hintere Hälfte des zweiten Tergits sowie das dritte Tergit sind rot gefärbt. Am dritten Tergit befindet sich dorsal seitlich jeweils ein schwarzer Fleck. Alle Coxae sind rot gefärbt. Die Beine sind überwiegend rot gefärbt. Alle Trochanteren sind schwarz gefärbt. Die Hintertarsen sind verdunkelt.
Für die Männchen gilt: Das Gesicht ist gelb gefärbt. An den Augeninnenrändern befindet sich ein größerer gelber Scheitelfleck. Der Scapus weist einen gelben ventralen Fleck auf. Auf dem Mesoscutum befindet sich jeweils seitlich ein geschwungener gelber Längsfleck. Seitlich am Pronotum befindet sich ein gelber Fleck. An den Tegulae und an den Mesopleuren befinden sich kleinere gelbe Flecke. Tergite 2 bis 5 sind teilweise gelbrot gefärbt. Die vorderen und mittleren Beine sind überwiegend gelbrot gefärbt. Die vorderen und mittleren Coxae, Trochanteren und Trochantelli sind gelb. Die hinteren Coxae und Trochanteren sind am apikalen Ende gelb. Die hinteren Trochantelli sind gelb. Die hinteren Femora und Tibien sind rötlich. Die Hintertarsen sind verdunkelt.
Es gibt mehrere sehr ähnliche Lissonota-Arten, die schwierig anhand morphologischer Merkmale zu trennen sind.[2] Johansson (2024) gibt einen Bestimmungsschlüssel für die Weibchen der westpaläarktischen Arten.[2]
Verbreitung
Lissonota coracina weist eine holarktische Verbreitung auf.[3] Sie kommt in der Westpaläarktis sowie in der Nearktis vor. In Europa erstreckt sich das Vorkommen von der Insel Großbritannien und Fennoskandinavien bis nach Mitteleuropa.[1] Im Osten reichen die Funde bis in den Kaukasus und nach Kleinasien.[3] In Nordamerika liegen die Sichtungen hauptsächlich in Kanada und im Nordosten der Vereinigten Staaten.[1]
Lebensweise
Die Schlupfwespen werden von Juni bis Mitte Oktober beobachtet, häufig in der Krautschicht oder beim Blütenbesuch von Doldenblütlern. Lissonota coracina ist ein koinobionter Endoparasitoid von Raupen verschiedener Kleinschmetterlinge. In der Literatur findet man eine Reihe von mutmaßlichen Wirtsarten.[3] Nach Johansson (2024) sind die Vertreter der Crambidae die wahrscheinlichsten. Als Wirtsarten aus dieser Schmetterlingsfamilie werden genannt: Agriphila vulgivagella, Weißer Graszünsler (Crambus perlella) und Mecyna asinalis.[3]