Liste der Kulturdenkmale in Küssaberg

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In der Liste der Kulturdenkmale in Küssaberg sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Küssaberg im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Bechtersbohl

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wasserspeicher Obere Bungert
(Karte)
Als Aussichtsplattform gestaltet, um 1900

Der Hochbehälter dokumentiert die Einrichtung einer modernen Wasserversorgung in Bechtersbohl um 1900. In zeittypischer Weise ist das Eingangsbauwerk als Landschaftsstaffage anspruchsvoll gestaltet und dient zugleich als Aussichtsplattform, hier mit Blick auf die landschaftsbeherrschenden Ruinen der Küssaburg.

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Wegkreuz Klettgaustraße 7
(Karte)
Heller Sandstein auf rechteckigem profilierten Sockel, quadratische Platten an den Enden der Kreuzarme, Herz-Jesu-Motiv an Stelle eines Korpus, 1847 (i)

Das Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region.

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Gasthaus Zum Hirschen Klettgaustraße 17
(Karte)
Traufständiger, zweigeschossiger verputzter Fachwerkbau, giebelseitig äber Pfettenköpfen vorkragendes Satteldach mit Aufschiebling, Fachwerk im Giebel frei liegend, Fenstergewände erneuert, im Erdgeschoss gekuppelte überhöhte Dreiergruppe und eine gekuppelte überhöhte Vierergruppe, im 1. Obergeschoss eine gekuppelte Zweiergruppe, in der Gaststube Balkendecke, wohl 17. Jahrhundert, ältester urkundlicher Nachweis von 1665

Das stattliche Gebäude veranschaulicht eindrucksvoll die große Bedeutung, die Landgasthäusern früher in den Dörfern als Treffpunkt und Festort zukam und die sich bereits an den im Verhältnis zu den Bauernhäusern besonders stattlichen Bauten erkennen lässt, die heute den Verlauf der alten Landstraßen durch die Dörfer belegen. Das traditionsreiche Gasthaus, das wohl noch aus dem 17. Jahrhundert stammt, ist damit ein wichtiger Beleg der Ortsbau- und Sozialgeschichte und ein aussagekräftiges Beispiel für diesen Bautypus.

98876756BW

Weitere Bilder
Kath. Kirche St. Martin Klettgaustraße 22
(Karte)
Filialkirche von St. Michael Rheinheim, Chorturmanlage, kleiner verputzter Saalbau mit Satteldach, eingezogener Polygonalchor, daran mehrgeschossiger Turm mit Satteldach und Eckquaderung, rundbogiger Eingang mit Wappen der Allianzwappen Sulz-Brandis, im Inneren flache Bretterdecke mit Riemchen, hölzerne Westempore mit Brettbalustern, ältere Ausstattungsstücke, erbaut 1670 (i), Turm wohl 15. Jahrhundert, renoviert 1923 (a)

Bechtersbohl war seit jeher Filial von St Michael in Rheinheim. Di kleine Filialkirche ist ein Bau aus der Frühbarockzeit, integrierte aber den älteren Chorturm aus spätgotischer Zeit. Das ortsbildprägende Gebäude ist zentrales Zeugnis der Orts- und Kirchengeschichte und beispielhaft für einen historisch gewachsenen kleinen ländlichen Sakralbau.

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Quereinhaus mit zweigeschossigerm Wohnteil Riffhausenweg 12
(Karte)
Verputzter Fachwerkbau mit Satteldach, traufseitige Erschließung, historische Ausstattungselemente, u. a. Stube mit Felderdecke und Ofen, im Kern wohl 18. Jahrhundert, errichtet jedenfalls vor 1865, Umbau 1881 (i)

Das langgestreckte Queienhaus, eine für die Region charakteristische bäuerliche Haus- und Gehöftform, dokumentiert die von der Landwirtschaft geprägte alte Siedlungsstruktur Bechtersbohls. Das Anwesen ist bereits auf dem Badischen Gemarkungsatlas von 1860 bis 1865 dargestellt, die Datierung am Gebäude 1881 bezieht sich auf einen Umbau. Der von der Talseite her erschlossene Gewölbekeller, der Wohnteil mit seinen Außenwänden bzw. seinem konstruktiven Gerüst und der Ausstattung des Erdgeschosses mit der historischen Stube sowie die Straßenfassade des Ökonomieteils gehören zum Altbestand, der wenigstens ins 18. Jahrhundert zurückreicht. 1881 wurde ein neuer Dachstuhl über den gesamten Hof erbaut. Dabei wurde das Obergeschoss des Wohnteils angehoben und die Räume mit Stuckmedaillons und den damals modernen Vierfeldertüren neu ausgestattet. Vor allem aber wurde der Ökonomieteil zur Talseite und nach rückwärts erweitert. Das Gebäude ist insgesamt mit der historischen Ausstattung beider Bauphasen überliefert. Es ist ein anschauliches Zeugnis für beide Bauphasen bzw. für die Veränderung des Wohnens und Wirtschaftens auf dem Land im Zuge der neuen Verkehrsmittel und der Technisierung der Landwirtschaft. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurden einige Höfe ganz aufgegeben, andere Bauern haben ihre Ökonomieteile vergrößert und auch einem gestiegenen Komfortbedürfnis im Wohnen mit mehr und höheren Wohnräumen Rechnung getragen. Diese historische Phase ist an diesem Anwesen sehr anschaulich dokumentiert, das Zeugnis der Ortsbau- und Agrargeschichte ist

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Friedhof mit Heckeneinfriedung Riffhausenweg
(Karte)
Schmiedeeisernes Eingangstor, darauf: Friedhofskreuz, kleines Steinkreuz mit kleinem Metallgusscorpus, kleiner fast quadratischer Inschriftsockel auf begradigtem Felsblock stehend, 1900

Der außerhalb der eigentlichen Ortslage im 19. Jahrhundert angelegt Friedhof ist Zeugnis der Siedlungsgeschichte und Bestattungskultur. Das Friedhofskreuz gemahnt die Gläubigen an den Opfertod Jesu am Kreuz als Voraussetzung für die Erlösung der Menschheit von Sünde und Tod und ist damit ein charakteristisches Ausstattungsstück von Begräbnisplätzen. Es ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität.

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Schlosshof Schloßbergstraße 4
(Karte)
Langgestrecktes unterkellertes Quereinhaus, verputzter Massiv- und Fachwerkbau mit zweigeschossigem Wohnteil, Halbwalmdach mit Schleppgaupe, verputzter Gewölbekeller, im Kern spätmittelalterlich, Umbauten um 18./19. Jahrhundert, Treppenhaus und Türen um 1930; Laufbrunnen vor dem Haus, aus Bechtersbohl hierher versetzt, rechteckiger Sandsteintrog, quadratischer Brunnenstock mit profilierter Abdeckplatte, um 1900

Schon der Name weist darauf hin, dass der Schlossberghof wohl ursprünglich Teil der Wirtschaftsversorgung der Burg Küssaberg war. Er erhebt sich südöstlich unterhalb der Burg und bildet ein für die Region charakteristisches Quereinhaus mit zweigeschossigem Wohnteil. Wohnen und Wirtschaften sind hier unter einem Dach vereinigt. Im Kern reicht das Gebäude bis ins Spätmittelalter zurück und datiert wohl ins 14. oder 15. Jahrhundert. Es erfuhr im Lauf der Neuzeit verschiedene Umbauten, so 1930 den Einbau eines neuen Treppenhauses und neuer Türen. Das Einhaus veranschaulicht historische Wohn- und Lebensverhältnisse im ländlichen Klettgau und ist Zeugnis der Siedlungs- und Ortsgeschichte. Der vor dem Haus aufgestellte Laufbrunnen ist mit seiner Form charakteristisch für Dorf- und Hofbrunnen.

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Burg Küssaberg bzw. Küssaburg Schloßbergstraße
(Karte)
Südöstlich von Bechtersbohl auf dem Schlossberg in landschaftsbeherrschender Lage über dem Klettgau gelegen, längliche Anlage auf Bergsporn, bestehend aus Kernburg und dreiseitig umlaufendem Zwinger mit Schartenmauern und abgeplattetem Rondell nach Westen, im Osten Schildmauer und Stumpf des Bergfrieds, wohl 12. Jahrhundert, davor mächtiges Bollwerk mit halbrund vorspringendem Flankieruns-Rondell, zahlreiche Geschützscharten, u. a. Hosen- und Drillingsscharten, alle gefasst durch wulstige Gewände, 1529 (i), nördlich davon Torhaus, zweigeschossiger Bau mit Satteldach, Rundbogentor in Zugbrückenblände, hohe Schlitze für Schwungruten, 1982 neu geschaffene Wappentafel der Burgeherschaften, annähernd rechteckige Kernburg mit Ringmauer und Gebäuderesten, wohl 14./15. Jahrhundert, ach Westen parabelförmige Geschützplattform, Ringmauer verstärkt durch drei halbrunde, unterschiedlich große Geschütztürme mit verschiedenartigen Maulscharten, alles Mauerwrrk in Bruchstein aus Flötzkalk- und Tuffstein, Reste des Grabens, ein „Heinricus de Ch(uss)abe(rc)“ erstmals genannt 1135 (a), d. h. Burg damals wohl schon existent, Ersterwähnung 1245 (a), Um- und Ausbau zur frühen Artilleriefestung, zwischen 1525 und 1529 (i), Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg, 1634 (a), seither Ruine, erste Sicherungsmaßnahmen 1854 (a)

Die Küssaburg zählt zu den größten Burganlagen in Südbaden bzw. am Hochrhein und ist mit ihrem überlieferten Baubestand ein herausragendes Zeugnis für den adeligen Wehrbau am Ausgang des Mittelalters. Sie war Stammsitz der Herren und späteren Grafen von Küssaberg, die erstmals 1135 ins Licht der Geschichte treten. Da sie sich nach ihrer Burg nannten, ist deren Existenz im 1. Drittel des 12. Jahrhunderts vorauszusetzen, wobei aus dieser frühen Phase wohl keinerlei obertägig sichtbaren Baureste mehr erhalten sind. Östlich vor der Burg gab es im Mittelalter sogar ein kleines Städtchen, das aber im Bauernkrieg 1525 abging. Ältester Teil der Anlage ist wohl der Stumpf des Bergfrieds, der mit seinen Buckelquadern noch ins spätere 12. oder frühe 13. Jahrhundert gehören dürfte. Alles Übrige datiert ins Spätmittelalter, wobei Teile der Kernburg wohl bis ins 14/15. Jahrhundert zurückreichen. Maßgeblich bestimmt wird das Bild der Burg, die sich seit 1497 im Pfandbesitz der Grafen von Sulz befand, allerdings durch den weitgehenden Aus-, Um- und Neubau für den Grafen Rudolf V. (1498 bis 1535). Den Hintergrund bildeten die Erfahrungen aus dem Schweizerkrieg von 1499 und dem Bauernkrieg von 1525. Ähnlich wie die Grafen von Zimmern auf dem Wildenstein an der oberen Donau suchte auch der Graf von Sulz seine Burg zu einer tauglichen, modernen Artilleriefestung umzuformen. Es entstand eine äußerst eindrucksvolle Wehranlage mit ausgeklügelt eingerichteten Schießscharten, welche eine möglichst weite Beherrschung des Vorfeldes durch den Einsatz von Hakenbüchsen, der im Spätmittelalter üblichen Hauptverteidigungswaffen, erlauben sollten. Die massigen Geschütztürme und Rondelle und besonders das gewaltige Bollwerk, das den Zugang zur Burg deckt und diese gegen die Hauptangriffsseite sichert, vermitteln ein sehr anschauliches Bild, wie der Adel in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts versuchte, seine Wohnsitze den neuen Erfordernissen der Waffentechnik im Belagerungskrieg anzupassen. Gleichzeitig entstand so ein wehrhaft-repräsentativer, in den Details wie der Gesamtanlage anspruchsvoll durchgestalteter Bau, der weithin vom Herrschaftsanspruch und Besitz der Grafen von Sulz kündete. Gleichwohl ging die Küssaburg 1634 im Dreißigjährigen Krieg gerade wegen ihrer militärischen Bedeutung als Festung unter. Die Grafen von Sulz planten zwar noch den Wiederaufbau, letztlich aber blieb die Burg Ruine. Im 19. Jahrhundert wurde sie im Sinne von Romantik und Historismus als Geschichtszeugnis wiederentdeckt, erste Sicherungsmaßnahmen für eine touristische Erschließung fanden bereits 1854 statt. Die Küssaburg ist damit eines der zentralen und wichtigen Zeugnisse der Regional- und Herrschaftsgeschichte im Klettgau bzw. am Hochrhein. Sie ist vor allem aber ein herausragendes Dokument der Entwicklungen im Burgenbau am Ausgang des Mittelalters in Südwestdeutschland.

98876824
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Dangstetten

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wegweiser in vier Himmelsrichtungen Kadelburger Straße
(Karte)
Metallguss, um 1900

Der Wegweiser aus Gusseisen ist ein charakteristisches serielles Produkt aus der Zeit der Hochindustrialisierung. Er dokumentiert die Verkehrs- und Infrastrukturgeschichte der Region.

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Wohngebäude Keltengasse 2
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Bau über hohem Sockelgeschoss, Obergeschoss rückspringend, einseitiges Krüppelwalmdach, ein Fenster mit gekehltem Gewände erhalten, im Fenstersturz 1615 (i).

Das Wohnhaus ist Zeugnis des Bauens und Wohnens im 17. Jahrhundert im Ortskern von Dangstetten, versehen mit interessanten Baudetails.

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Brunnen Keltengasse 2
(Karte)
Großer rechteckiger Steintrog mit abgeflachten Kanten, Brunnenstock als Vierkantsäule hinter der Mitte der Rückseite, quadratische Abdeckplatte mit Urnenaufsatz, 1858 (i)

Der Laufbrunnen dokumentiert die vormoderne Wasserversorgung auf dem Land. Mit seinem klassizistischen Urnenaufsatz veranschaulicht er den Gestaltungsanspruch auch an solche öffentlichen Gebrauchsobjekte des täglichen Bedarfs. Er ist Zeugnis der Orts- und Siedlungsgeschichte.

98876893BW
Wegkreuz Kreuzwiesen
(Karte)
Heller Sandstein auf profiliertem Sockel, ohne Corpus, Inri und Herz-Jesu-Relief erhalten, 1846 (i).

Das solitär stehende Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im 19. Jahrhundert.

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Brunnen Küßnacher Straße 14
(Karte)
Rechteckiger Steintrog mit Vierkantsäule und Urnenbekrönung, 1831 (i).

Der Brunnen ist ein wichtiges Zeugnis für die Wasserversorgung des 19. Jahrhunderts. Mit seiner zeittypischen Formensprache mit antikisierenden Motiven an der Brunnensäule steht er zudem beispielhaft für diese charakteristischen und dekorativen Bestandteile der Dörfer, die als Treffpunkt der Dorfgemeinschaft dienten.

98876858BW
Wohngebäude Küßnacher Straße 19, 21
(Karte)
Reihenbebauung, zweigeschossig, verputzt, hohes Kellergeschoss zum Teil als Ökonomie genutzt, Satteldach mit einseitigem Treppengiebel an Haus Nr. 21; Haus Nr. 21 1745 (i) BLMH (Umbau; Gebäude wohl um 1600 entstanden), an der Giebelseite Fensterstrebe in der Mitte entfernt, große rundbogige Kellertore im Erdgeschoss.

Die beiden zusammengebauten Gebäude dokumentieren mit ihren Torbögen den landwirtschaftlichen Hintergrund der Ortsbebauung in Dangstetten. Der stattliche Treppengiebel verweist auf eine alte Bausubstanz, die im 18. Jahrhundert erneuert wurde. Das Doppelhaus mit interessanten Baudetails ist ein Zeugnis des Bauens, Wohnens und Wirtschaftens im agrarisch geprägten Dangstetten in vormoderner Zeit.

98876865BW
Breitangelegtes Wohngebäude Küßnacher Straße 27
(Karte)
Zweigeschossig über hohem Sockelgeschoss, Krüppelwalmdach, im Sockelgeschoss vier Keller, davon drei Gewölbekeller, im linken Keller Tonnengewölbe und barockes Kellertor erhalten, rechter Keller inzwischen flachgedeckt, Fachwerkwand, Dachstuhl mit liegender verblatteter Konstruktion, Streben bereits verzapft, fünf Gefache, um 1600.

Der stattliche Bau birgt viele historische Baudetails und dürfte eine reichhaltige Baugeschichte seit dem 16. Jahrhundert besitzen. Er ist ein Dokument des vormodernen Bauens und Wohnens im Ort.

98876886BW
Bauernhaus; Wohnteil zweigeschossig Küßnacher Straße 41
(Karte)
Verputzt mit Ökonomieteil unter einem Satteldach. Im Wohnteil 1 Eckstrebe, im OG eine gekuppelte Zweiergruppe. Wohl 17. Jh. mit Veränderungen des 18./19. Jhs. 98876914BW
Brunnen Küßnacher Straße 43
(Karte)
Rechteckiger Brunnentrog mit abgeflachten Kanten, an der Schmalseite rechteckiger Brunnenstock mit profilierter Abdeckplatte und Urnenbekrönung, 1849 (i).

Der Brunnen ist ein wichtiges Zeugnis für die Wasserversorgung des 19. Jahrhunderts. Mit dem Vasenmotiv an der Brunnensäule zeigt er eine zeittypische regionale Formensprache.

98876907BW
Wohngebäude Langackerweg 2
(Karte)
Zweigeschossig, verputzt, einseitiges Halbwalmdach, 17./18. Jahrhundert. 98876921BW
Bläsihof Langackerweg 24, 26
(Karte)
Ehemaliger Hof des Klosters St. Blasien, zweigeschossiger verputzter breitangelegter Bau mit Satteldach, Strebemauern, in den Giebeln Fachwerk verputzt, einzelne gekehlte Fenstergewände, im Kern 1. Hälfte 17. Jahrhundert, modern überformt.

Für den St. Blasischen Lehenshof ist ein Lehensbrief von 1749 erhalten, womit seine heimatgeschichtliche Bedeutung belegt ist. Der stattliche Baukörper ist zwar stärker überformt und modernisiert, aber dennoch ein wichtiges ortsbildprägendes Zeugnis für die Verwaltungsstrukturen des Klosters und damit die Kirchen- und Ortsgeschichte in Dangstetten.

98876942BW
Antoniuskapelle Reckinger Straße
(Karte)
Kleiner offener Sakralbau, verputzt, Satteldach, Steinmetzzeichen im Fenstergewände, 1668 (i), 1975 vom ehemaligen Standort am westlichen Ortseingang hierher versetzt.

Im 17. Jahrhundert führte eine Viehseuche zum Bau der dem Seuchenheiligen Antonius geweihten zweigeschossigen Kapelle gegenüber der Gaststätte „Römerhof“ am ehem. westlichen Ortseingang. Es bestand sogar eine jährliche Wallfahrt. In den 1970er-Jahren wurde die Kapelle an die heutige Stelle aus verkehrlichen Gründen transloziert und verändert wiederaufgebaut. Die Kapelle miot Resten des alten Baubestandes ist ein Zeugnis der gelebten Frömmigkeit und der bäuerlichen Vergangenheit im Ort.

98877511BW
Wegkreuz Reckinger Straße
(Karte)
Sandstein, ohne Corpus, Messkelch mit Hostie in neugotischem Maßwerk, 1860 (i).

Das qualitätvoll ausgeführte, neben der Antoniuskapelle aufgestellte Wegkreuz in neugotischer Formensprache bezeugt durch seine gute Überlieferung beispielhaft die typische bildhauerische Gestaltung solcher im 19. Jh. vielerorts neu aufgestellten Weg- und Flurkreuze sowie die Volksfrömmigkeit in der katholisch geprägten Region um Dangstetten.

98877518BW
Wohn- und Ökonomiegebäude Römerstraße 8, 10
(Karte)
Zweigeschossig, verputzt, Satteldach, Fachwerk auf Bruchsteinfundament, unterkellert, im Kellertürrahmen 1718 (i), Firsthöhe der jüngeren Scheune höher als Wohnhaus.

Das Objekt ist ein Beispiel eines kleinbäuerlichen Anwesens im 18./20. Jh. in Dangstetten.

98877433BW
Gefallenendenkmal Sankt-Anna-Weg 1
(Karte)
Gedenkstein in Form einer Pyramide, Lorbeerkranz, Inschrift, Kugelbekrönung, um 1920.

Das Gefallenendenkmal ist ein Dokument der lokalen Erinnerungskultur und bezeugt anschaulich die Auswirkungen des ersten Weltkriegs auf die Geschichte des Ortes.

98877451BW

Weitere Bilder
Filialkirche St. Anna Sankt-Anna-Weg 2
(Karte)
Chorturmkirche, einschiffig, verputzt, Eckquaderung, einseitiges Walmdach mit Schleppgaupen, Kern mittelalterlich, 1899 abgebrochen und an den heutigen Standort versetzt sowie umfangreich erweitert 1901 (a); Innenausstattung, z. T. aus der alten Annakapelle.

Die Kirche St. Anna beinhaltet Teile des mittelalterlichen Vorgängers (erste Nennung „unser lieben frowen“ 1536), der mitten im Ort stand. 1899/1901 verlegte man die Kirche auf ein freies Feld vor dem Ort und erweiterte sie umfangreich. Der heutige Bau vereint den gotischen Vorgänger mit einem stattlichen Kirchenbau der Neugotik und ist damit ein wichtiges Dokument der Kirchengeschichte in Dangstetten. Die Verlegung und Vergrößerung des Sakralbaus dokumentieren auch das Ortswachstum und damit die Ortsgeschichte im späten 19. Jahrhundert.

98877602
Wohn- und Ökonomiegebäude Scheergasse 11
(Karte)
Zweigeschossig, verputzt, Walmdach mit einseitigem Krüppelwalm, kassettierte Traufe, Ende 18. Jahrhundert.

Das Anwesen bezeugt das Bauen und Wohnen im 18. Jh. in Dangstetten.

98877458BW
Brunnen Scheergasse 12
(Karte)
Rechteckiger Steintrog mit Vierkantsäule als Brunnenstock und Urnenbekrönung, 1840 (i).

Der Brunnen ist ein wichtiges Zeugnis für die Wasserversorgung des 19. Jahrhunderts. Mit dem Vasenmotiv an der Brunnensäule zeigt er eine zeittypische regionale Formensprache.

98877475BW
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Kadelburg

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Evangelische Pfarrkirche Bergstraße 7
(Karte)
Kleiner Saalbau, massiv, Eckquaderung, Satteldach mit Dachreiter, 1829/31 (a); mit Mauer und Treppenaufgang von der Bergstraße; mit ehem. Kirchhof mit Kriegerdenkmal.

Die evangelische Kirche wurde in zeittypischen Formen des Rundbogenstils in den 1830er-Jahren auf dem ehem. Burgberg errichtet, zuvor ging man in die evangelische Kirche in Zurzach. Der topographisch hervorgehobene Standort sorgt für einen Dominanz im Ortsbild. Die Kirche ist Zeugnis eines schlichten protestantischen Kirchenbaus auf dem Lande und dokumentiert die vielfältige Religionsgeschichte in Kadelburg, das als einziger Ort am Hochrhein zwischen Markgräfler Land und Schaffhausen bis ins 19. Jh. mehrheitlich evangelisch blieb.

98877534BW

Ehemalige Kaserne der Großherzoglich-badischen Armee Hauptstraße 1
(Karte)
Später Zollgebäude, (Fährbetrieb zur gegenüberliegenden Rheinseite), breitangelegtes symmetrisch angeordnetes Gebäude, zweigeschossig, langgestreckter Mittelteil zwischen zwei rechtwinklig anschließenden etwas erhöhten Risalitbauten, massiv, Mittelteil mit Satteldach, Risalitbauten mit Walmdächern, die Hauptfassade ist durch Gesimsbänder unter den Fenstern gegliedert, die Erdgeschossfensterbänke ruhen auf geschweiften Werksteinkonsolen, ein Kranzgesims über Konsolen umspannt den gesamten Baukörper, die Riegelbauten sind durch Eckrustika verziert, gekuppelte Rundbogenfenster, an den Seiteneingängen sind die Originalkassettentüren erhalten. Architekt: Fr. Th. Fischer 1840.

Die zentral im Ort gelegene Kaserne fällt durch ihre schiere Größe und stattliche Kubatur sowie ihre architektonische Gestaltung als Staatsbau des 19. Jhs. dominant ins Auge. Der aufwändig gestaltete Baukörper ist Zeugnis der badischen Präsenz an der Grenze zur Schweiz an einer Fährüberfahrt und somit ein wichtiges Dokument der Herrschafts-, Politik- und Regionalgeschichte am Hochrhein.

101964110
Wohn- und Ökonomiegebäude Hauptstraße 9
(Karte)
Bruchsteinmauerwerk, verputzt, Satteldach, im Obergeschoss des Ökonomieteils runde Lüftungen, kassettierte Dachtraufe, 1829 (i).

Das traufständig zur Straße als Teil einer dicht gereihten Bebauung errichtete Gebäude von 1829 ist ein anschaulich erhaltenes, auch im Inneren mit vielen Details in außergewöhnlicher Vollständigkeit überliefertes, biedermeierliches Weinbauernhaus mit relativ kleiner Viehhaltung. Es hat mehr den Habitus eines städtischen Ackerbürgerhauses als eines ländlichen Anwesens.

101964124BW
Wohn- und Ökonomiegebäude Hauptstraße 12
(Karte)
Zweigeschossig, Fachwerk verputzt, Satteldach, im Giebel Holzfenstergewände erhalten, Innenausstattung zum Teil erhalten, 1836.

Das Anwesen dokumentiert Bauen, Wohnen und Wirtschaften im ersten Drittel des 19. Jhs. im Ort.

101964265BW
Ehemaliges ev. Pfarrhaus Hauptstraße 14
(Karte)
Zweigeschossig über hohem Sockelgeschoss, Walmdach, Freitreppe, Gewölbekeller, Innenausstattung zum Teil erhalten, um 1830.

Die wohl zeitgleich mit der evangelische Kirche auf dem Burgberg, aber von ihr räumlich getrennte ev. Pfarrhaus dokumentiert die vielfältige Religionsgeschichte in Kadelburg im ersten Drittel des 19. Jhs.

101964332BW
Gasthaus zum Löwen Hauptstraße 24
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, kassettierte Traufe, Ökonomie im Winkel angebaut, Wirtshausschild mit Ausleger, vier Rundbogenfenster für den Saalbau (?), rückwärtige Laube im Obergeschoss, erste Hälfte 19. Jahrhundert.

Das einst etwas außerhalb der Ortschaft an einer Straßenkreuzung gelegene Gasthaus bildet ein ortsbaulich wichtiges Element im historischen Straßenbild. Es ist ein gutes, charakteristisches Beispiel eines kleinen Landgasthofes des 19. Jhs., der für die wirtschaftliche und soziale Struktur des Ortes eine wesentliche Rolle spielte.

98877623BW
Wohnhaus Hauptstraße 26
(Karte)
Langgestrecktes Einhaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach und weit überstehender kassetierter Traufe, rückwärtiger holzverzierter Laubengang, spätes 19. Jh.

Das Wohnhaus mit einigen Baudetails des späten 19. Jhs. zeigt Bauen und Wohnen zur Jahrhundertwende in Kadelburg, direkt angrenzend an den damals noch außerhalb der eigentlichen Ortschaft liegenden Gasthof Löwen.

109246524BW
Trotte Im Kroh 16
(Karte)
Eingeschossiger breitangelegter Massivbau mit Satteldach, Treppengiebel, Schleppgaupen, segmentbogige Tore, 1560 (i), in einem der Segmentbögen 1857 (i) (Renovierungsdatum).

Die einst weit außerhalb des Ortes gelegene Trotte ist ein wichtiges Zeugnis des einstiges Weinbaus an den Hängen des Hochrheintals. Der stattliche Renaissancebau mit seinen charakteristischen Staffelgiebeln ist damit ein wichtiges Dokument der Landwirtschaftsgeschichte in Kadelburg.

98898631BW
Alter kath. Friedhof mit Friedhofsmauer und Friedhofskreuz; Friedhofskreuz Im Freudenspiel; Im Spitz
(Karte)
Sandstein, 1873 (i), weiße Marmorplatte, die an den 1931 verstorbenen Pfarrer Otto Peitz erinnert.

Friedhof und Friedhofskreuz sind Zeugnisse der lokalen Begräbniskultur im 19. Jh., bevor der Begräbnisplatz auf den Burgberg verlegt wurde.

98877631BW
Wohngebäude Kirchstraße 2
(Karte)
Ehemaliger Keln- oder Kehlhof, dreigeschossiger Bau mit Satteldach, Erdgeschoss verputzt, darüber Fachwerk, Holzlaubengang stößt winkelförmig an, im rundbogigen Eingang 1698 (i), mehrfach zerstört und wiederaufgebaut.

Bereits 1361 wird der Kelnhof oder Kehlhof im Eigentum von Rudolf von Kadelburg als Obervogt urkundlich erwähnt, später ist das Verenenstift Zurzach als Eigentümer genannt, welches 1698 den Neubau initiierte. Das stattliche Fachwerkhaus des 17. Jhs. an zentraler Stelle im Ortsgefüge ist damit ein wichtiges Dokument der Orts- und Herrschaftsgeschichte.

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Kath. Pfarrhaus Kirchstraße 3
(Karte)
Zweigeschossiger, dreiachsiger Walmdachbau mit bauzeitlicher Ausstattung, Gartenumfriedung mit Fußmäuerchen und Eisenzaun, 1903.

Das in Anlehnung an barocke Pfarrhäuser erbaute, in Detail auch auf die Neugotik verweisende Objekt ist zusammen mit seinem umfriedeten Garten ein charakteristisches Beispiel ländlicher Pfarrhausarchitektur der Jahrhundertwende. Das Anwesen ist darüber hinaus Dokument der vielfältigen Kirchengeschichte in Kadelburg.

101964495BW
Wohnhaus Kirchstraße 4
(Karte)
Dreigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, Strebepfeiler, Ende 18. Jahrhundert.

Das im Kern wohl noch ins 16. Jh. zurückreichende und im 18. Jh. umgebaute Wohnhaus bezeugt Wohn- und Lebensverhältnisse nichtbäuerlicher Schichten im Ort in vormoderner Zeit. Es beinhaltet wichtige historische Baudetails und eine umfangreiche Baugeschichte.

98897634BW
Wohngebäude Kirchstraße 10
(Karte)
Zweigeschossig, verputzt, Keller von außen zugänglich, Satteldach, 19. Jahrhundert mit älterem Kern, Veränderungen.

Das schlichte Wohnhaus im Ortskern ist Zeugnis des Bauens und Wohnen im 19. Jahrhundert in Kadelburg.

98897661BW
Wohn- und Geschäftshaus Oberdorf 2
(Karte)
Dreigeschossiger Putzbau mit Satteldach und einseitigem Treppengiebel, vier Originalfenster mit gefasten Gewänden, davon eine gekuppelte Zweiergruppe, rundbogiger Eingang, im Erdgeschoss Ladeneinbau (Bäckerei), im Kern 17. Jahrhundert (1683 i) mit Veränderungen des 18./19./20. Jahrhunderts.

Das stattliche Gebäude in prominenter Lage im Ortsgefüge direkt an der ehem. Rheinfähre besitzt trotz einiger moderner Veränderungen Bedeutung für die regionale Baugeschichte vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Treppengiebel und Fenstergruppen sind wichtige historische Baudetails.

98897682BW
Gasthof Ochsen Oberdorf 5
(Karte)
Dreigeschossiger Putzbau mit Satteldach, Eckquader, Eckstrebe, im Kern 2. Hälfte 16. Jahrhundert mit Veränderungen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Der schlichte, aber stattliche Baukörper verweist auf die Funktion als ehem. Gasthaus in zentraler Stelle im Ortsgefüge in der Nähe der ehem. Rheinfähre. Er ist damit für die Baugeschichte ebenso interessant wie für die Geschichte des Gastgewerbes im Ort.

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Quereinhaus Oberdorf 14
(Karte)
Eingeschossiger verputzter Bruchsteinbau, Satteldach, kassettierte Traufe, segmentbogiger Kellereingang an der Giebelseite im Hanguntergeschoss, 1833 (i).

Das authentisch überlieferte Gebäude ist ein anschauliches Zeugnis einfacher örtlicher Lebensverhältnisse im 19. Jh. und damit ein Dokument für die historische Sozialtopographie in Kadelburg.

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Wohnhaus Oberdorf 28
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, westliche Gebäudeecke geböschter Stützpfeiler, Zwillingsfenster im Türsturz bez. 1685, Türsturz im Obergeschoss mit Eselsrücken und vegetabilen Motiven, an der Rückseite im Obergeschoss Rechteckfenster mit gekehltem Gewände, im Inneren originale Raumaufteilung und teils rauchgeschwärzte Decken, in der Stube im Erdgeschoss am Zwillingsfenster rechteckiger Fensterpfosten ähnlich einer Fenstersäule, rauchgeschwärzte Dachkonstruktion liegender Stuhl mit gekrümmten Kopfbändern an den Stuhlsäulen sowie Firstpfosten, vermutlich 17. Jahrhundert

Das vermutlich im späten 17. Jahrhundert entstandene Wohnhaus stellt durch seinem guten Erhaltungszustand im Inneren und besonderen Merkmale wie beispielsweise ein Zwillingsfenster bez. 1685, den Türsturz mit Eselsrücken oder den liegenden Dachstuhl mit gekrümmten Kopfbändern der Stuhlsäulen ein wertvolles Zeugnis der historischen Hauslandschaft am Hochrhein dar.

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Ehemaliges Pfarrhaus Rheinstraße 1
(Karte)
Jetzt Bankgebäude, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, Treppengiebel, segmentbogige Eingänge, 1772 (i).

Das stattliche Gebäude, direkt am ehem. Fähranlager gelegen, bildet zusammen mit der unweit gelegenen Pfarrkirche eine ortsbauliche Dominante. Es belegt schon durch seine Dimensionen und den staatlichen Treppengiebel die herausgehobene Stellung des Pfarrers. Der Bau hat wichtigen Zeugniswert für die Kirchen- und Ortsbaugeschichte in Kadelburg und dokumentiert anschaulich die Wohn- und Lebensverhältnisse im 18. Jahrhundert.

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Weitere Bilder
Kath. Pfarrkirche St. Martin Rheinstraße 2
(Karte)
Kleine Saalkirche mit eingezogenem Chor, Satteldach, zweigeschossiger Glockenturmaufsatz mit Pyramiddach, umlaufendes dreifach gestuftes Kranzgesims auf Konsolen aufliegend, Empore auf zwei Holzsäulen Innenausstattung, 1820 (a), renoviert 1902 (a); zugehörig Kirchhof mit Teilen der Kirchhof-Bruchsteinmauer.

Die katholische Pfarrei St. Martin (1526 genannt) wurde in der Reformation aufgelassen, bis 1803 wurde sie von Zurzach (Kanton Aargau) aus versehen. 1809 wurde die Pfarrei im bis dahin mehrheitlich protestantischen Kadelburg wiedererrichtet, der Kirchenbau folgte 1820. Die typische ländliche Kirche im weit verbreiteten Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts ist ein wichtiges Dokument der jüngeren Kirchengeschichte im Ort und zusammen mit dem gegenüberliegenden Pfarrhaus eine ortsbauliche Dominante.

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Missionskreuz Rheinstraße
(Karte)
Holzkreuz mit dreieckiger Holzverdachung, gefaßter Corpus, 1853 (i).

Das zeittypische Wegkreuz hinter der katholischen Kirche, mit Anlass und Datum der Errichtung gekennzeichnet, ist ein wichtiges Dokument der Frömmigkeit im Ort.

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Gasthaus Zur Krone Rheinstraße 6
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, rundbogiger Kellereingang, Mitte 19. Jahrhundert mit älterem Kern des 16. Jhs.

Das stattliche, im Kern ins 16. Jh. zurückreichende Haus mit seitlichem Anbau aus der Zeit um 1800 und winkelförmig anschließendem Schopf bzw. Schweinestall steht im Dorf an prominenter Stelle zwischen Kirche und ehem. Kelnhof. Die Bautengruppe umgibt den Kirchplatz an zwei Seiten und ist damit ortsbaulich von großer Bedeutung. Wohl mit einer herrschaftlichen (?) Sonderfunktion ausgestattet, ging das Anwesen wohl in Folge der Säkularisation in Privatbesitz über und diente fortan mit den dann errichteten Nebengebäuden als landwirtschaftliches Anwesen mit Gaststätte. Es verfügt über bemerkenswerte historische Baudetails und hat eine bisher noch nicht näher untersuchte Bedeutung für die Haus- und Ortsgeschichte.

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Wohngebäude Rheinstraße 23
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Massivbau über hohem Sockelgeschoss, Satteldach mit Treppengiebeln, große Eckstreben, in beiden Geschossen je eine gekuppelte überhöhte Dreierfenstergruppe, Mitte 16. Jahrhundert.

Das Wohnhaus mit stattlichen Treppengiebeln und bemerkenswerten Fenstergruppen ist ein wichtiges Bauzeugnis der Renaissance im Ort und damit (trotz moderner Veränderungen) baugeschichtlich von Bedeutung. Es bezeugt den Repräsentationsanspruch im Bauen und Wohnen in dieser Epoche.

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Gemeindeschlacht- und -brennhaus Rheinstraße 27
(Karte)
1813 (a).

Der ländliche Funktionsbau steht direkt am Rheinufer, das zur Bauzeit vermutlich Allmend war. Seine beiden Türen verweisen auf die zwei getrennten Funktionen. Diese nach mündlicher Überlieferung hier vorliegende Kombination von Schlacht- und Brennhäuschen ist singulär. Mittlerweile sind solche Kleinbauten, die für die Rationalisierungsmaßnahmen des 19. Jhs. charakteristisch waren, selten geworden. Das Objekt ist daher ein wichtiges Dokument für das ländliche Gemeinwesen im 19. Jh.

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Küßnach

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Gestelztes Quereinhaus Burgstraße 8
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Fachwerkbau über Bruchsteinsockel, Satteldach, zwei segmentbogige Kellereingänge, einer 1713 (i), Innenausstattung des frühen 19. Jahrhunderts zum Teil erhalten.

Der im Kern aus dem frühen 18. Jahrhundert stammende Bau im Unterdorf von Küßnach ist ein Beleg für das Bauen, Wohnen und Wirtschaften im landwirtschaftlich, u. a. auch vom Weinbau geprägten Dorf.

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Kath. Kirche St. Antonius von Padua Lienheimer Straße 3
(Karte)
Kleiner einschiffiger verputzter Massivbau mit Satteldach und Glockenturmaufsatz, eingezogener Chor mit polygonaler Apsis, rundbogiger Eingang mit Sulz Brandis’schem Wappen, 1687 (i), im 18. Jh. und 1954 erneuert, Rokoko-Innenausstattung; mit Kirchhof.

Der kleine Kirchenbau ist ein charakteristisches Beispiel ländlicher Sakralarchitektur des Frühbarock mit jüngerer Rokokoausstattung. Er ist ein wichtiges Zeugnis der Kirchen- und Herrschaftsgeschichte und eine bauliche Dominante im Ortsbild von Küßnach.

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Wohn- und Ökonomiegebäude Lienheimer Straße 5
(Karte)
Gestelzter zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, 18. Jahrhundert.

Das schlichte Gebäude dokumentiert das einfache Bauen, Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach und ist Zeugnis eines kleinbäuerlichen Anwesens im Ort im 18. Jh.

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Gehöft Lienheimer Straße 6
(Karte)
Bestehend aus: Wohngebäude, zweigeschossiger Fachwerkbau, zum Teil verputzt, Satteldach, vorkragendes Obergeschoss, hohes Sockelgeschoss mit segmentbogigem Eingang, im Kern spätmittelalterliche Fachwerkkonstruktion; Scheune, Fachwerk mit Bruchsteinausfachungen, Satteldach, 18. Jahrhundert.

Das Fachwerkgefüge des Wohnhauses weist spätmittelalterliche Konstruktionsformen auf und bezeugt das im ländlichen Raum seltene, hohe Baualter des Gebäudes. Für die Bauforschung und Hauslandschaft sind hier wichtige Erkenntnisse zu erwarten. Zusammen mit der jüngeren Scheune hat sich hier ein wichtiges Dokument historischer Wohnformen und Bauweisen überliefert.

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Wohngebäude Lienheimer Straße 8 a
(Karte)
Zweigeschossiger Bau mit Satteldach, verputzt, zwei Gewölbekeller, aufwendige Dachkonstruktion, im Kern 17. Jahrhundert.

Das äußerlich unscheinbare Gebäude weist wichtige Baudetails und Konstruktionsformen des 17. Jhs. auf und kann damit Erkenntnisse über das Bauen dieser Zeit liefern.

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Ehemaliges Vogtshaus Lienheimer Straße 15
(Karte)
Giebelständiges Wohngebäude, zweigeschossiger Fachwerkbau über hohem massiven Sockelgeschohss, segmentbogiger Kellereingang, Satteldach, Grundstück ummauert, zweite Hälfte 18. Jahrhundert, im späten 19. Jahrhundert überformt.

Küßnach gehörte mit dem Niedergericht zur Herrschaft Küssaberger Tal, mit hochgerichtlichen und landesherrlichen Rechten zur Landgrafschaft Klettgau. Im 18. Jahrhundert gehörte der Ort zum schwarzenbergischen Amt Tiengen. Der stattliche barocke Fachwerkbau mit einer markanten gründerzeitlichen Überformung ist ein wichtiger Punkt im Baugefüge und im Ortsbild von Küßnach. Neben seiner baugeschichtlichen Wertigkeit besitzt er auch Zeugniswert für die Herrschaftsgeschichte im Ort.

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Ehemalige Mühle Lienheimer Straße 16
(Karte)
Zweigeschossiges langgestrecktes Gebäude, verputzt, Satteldach, gekehlte Fenstergewände zum Teil erhalten, eine gekuppelte Fünfergruppe im Erdgeschoss erhalten, Strebefpeiler, Einrichtung entfernt, im Kern wohl 17. Jh.

Die im Kern auf die frühe Neuzeit zurückgehende Mühle mit beachtlichen historischen Baudetails, gelegen am östlichen Ortsrand von Küßnach neben dem zugehörigen Mühlweiher, ist ein Zeugnis der seit Jahrhunderten belegten Gewerbegeschichte in vorindustrieller Zeit, ein Dokument der Wassernutzung und Zeugnis der Technikgeschichte.

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Wegkreuz am Bach zwischen Bechtersbohl und Küßnach Stein
(Karte)
Schwarzes gusseisernes Kreuz auf Sandsteinsockel, Inschrift auf weißem Marmor, im Sockel 1895 (i).

Das relativ reich gestaltete gußeiserne Kreuz ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit im späten 19. Jh. unter Verwendung damals typischer Materialien. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft rund um Küßnach in besonderer Weise.

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Rohrhof Rohrhof 1
(Karte)
Hofanlage, Wohnhaus dreigeschossig, verputzt, Giebel Fachwerk, Satteldach, vorgebauter Treppenturm mit Pyramiddach, rundbogiger Kellereingang zum Gewölbekeller, 1633 (i); Scheune mit segmentbogigem Eingang an der Giebelseite.

Der solitär außerhalb gelegene Hof ist ein Zeugnis der Siedlungslandschaft in Küssaberg in der frühen Neuzeit. Die Hofanlage mit verschiedenen Zeitschichten ist bisher noch nicht näher erforscht.

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Stüdlehof Stüdlehof 1
(Karte)
Breitangelegtes Quereinhaus, zweigeschossig, Wohnteil verputzt, Ökonomieteil im Obergeschoss holzverschalt, Widerkehr im Scheunendach, Ökonomieteil mit doppeltem Satteldach, renoviert Ende 20. Jahrhundert.

Der solitär außerhalb, zwischen Küßnach und der Küssaburg gelegene Hof ist ein Zeugnis der Siedlungslandschaft in Küssaberg in der frühen Neuzeit. Die Hofanlage ist bisher noch nicht näher erforscht.

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Reckingen

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Gestelztes Wohngebäude Kapellenweg 1
(Karte)
Dreigeschossig, verputzt, Satteldach, Fachwerk, 16. Jahrhundert; Ökonomieanbau niedriger, 19. Jahrhundert.

Das stattliche Gebäude verweist auf ein hohes Baualter und dokumentiert regionaltypisches Bauen und Wohnen am Hochrhein in der frühen Neuzeit (vgl. Lindenstraße 5).

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Gestelztes Wohngebäude Lindenstraße 5
(Karte)
Zweigeschossig, verputzt, Satteldach, rundbogiger Eingang mit Wappen, 1552 (i).

Das stattliche Gebäude verweist mit Inschrift und Wappen auf ein hohes Baualter und dokumentiert regionaltypisches Bauen und Wohnen am Hochrhein in der frühen Neuzeit mit ggf. herrschaftlichem Hintergrund (vgl. Kapellenweg 1).

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Kapelle St. Joseph Lindenstraße 7
(Karte)
Filialkirche von St. Michael Rheinheim, kleiner einschiffiger Putzbau mit Satteldach und Glockenturmaufsatz, eingezogener Chor mit polygonaler Apsis, im rundbogigen Eingang 1759 (i); Innenausstattung.

Der kleine Kapellenbau ist ein charakteristisches Beispiel schlichter, ländlicher Sakralarchitektur des Barock. Er ist ein wichtiges Zeugnis der Glaubensgeschichte für den Ort.

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Wohn- und Ökonomiegebäude Lindenstraße 10
(Karte)
Zweigeschossig, verputzt, Satteldach, Ökonomieanbau höher mit Satteldach, Bruchstein, verputzt, im Giebel Fachwerk, großes rundbogiges Scheunentor und rundbogiger Stalleingang, Ende 18./Anfang 19. Jahrhundert.

Insbesondere der sehr anschaulich überlieferte Stall- bzw. Scheunenteil des Hofes dokumentiert das Bauen, Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach in einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde am 18. und 19. Jahrhundert und ist damit wichtiger Bestandteil des historischen Ortsbilds.

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Wohn- und Ökonomiegebäude Lindenstraße 18
(Karte)
Zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach, 1569 (i), Fenster mit Holzgewänden, Ökonomieanbau etwas niederer, Satteldach, Mitte 19. Jahrhundert, verändert.

Insbesondere der sehr anschaulich überlieferte, im Kern sehr alte Wohnteil des 16. Jhs. dokumentiert das Bauen, Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach in einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde in der frühen Neuzeit und ist damit wichtiger Bestandteil des historischen Ortsbilds.

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Wohn- und Ökonomiegebäude Lindenstraße 20
(Karte)
Zweigeschossiger Putzbau über hohem Kellersockel mit Satteldach und einseitigem Treppengiebel, über dem Eingang 1552 (i); Ökonomieanbau mit Satteldach, verputzt, Giebelseite verkleidet, Scheune mit rechteckigen Lüftungsschlitzen im Obergeschoss, rundbogiges Scheunentor, 1561 (i).

Der sehr anschaulich überlieferte, im Kern sehr alte Wohn- und Ökonomieteil des 16. Jhs. dokumentiert das Bauen, Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach in einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde in der frühen Neuzeit und ist damit wichtiger Bestandteil des historischen Ortsbilds.

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Rheinheim

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Bildstock Steinernes Kreuz
(Karte)
Steinerner oktogonaler Gebetsstock, ca. 1,80 m hoch, mit kleinem vergitterten Schrein, an einer Seite Inschrift, auf der gegenüberliegenden Seite kleines Metallkreuz mit Corpus, bekrönt mit Blattornament und Kugel, 1669 (i) und 1979 (i; Erneuerung).

Der imposante Bildstock - möglicherweise in Zusammenhang mit einer Pestseuche stehend - befindet sich an einer wichtigen Straßenkreuzung und an der Gemeindegrenze von Rheinheim und Dangstetten, im nach ihm benannten Gewann „Steinernes Kreuz“. Er ist ein weithin sichtbares und durch sein im Kern hohes Alter und seine außergewöhnliche Gestaltung bedeutendes Zeugnis der Frömmigkeit in der Kulturlandschaft von Küssaberg.

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Kaiserliches Jagdschlösschen Rathausring 1
(Karte)
Später Rathaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau über hohem Kellergeschoss mit Satteldach und Treppengiebeln, doppelläufige Außentreppe, gekehlte Fenstergewände, eine doppelte Dreiergruppe, zwei Zweiergruppen, Rundbogeneingang, 1526, Dachstuhl 1. Hälfte 17. Jahrhundert.

Das Kaiserliches Jagdschlösschen von 1526, später Rathaus, heute Ortsmuseum zählt zusammen mit dem Pfarrhaus und der ehemaligen Zehntscheuer des Klosters Rheinau zu den eindrucksvollen Repräsentationsgebäuden des 16. Jhs. in Rheinheim. Mit der spätmittelalterlichen Fenstergruppe und einer reich verzierten Bildsäule sind wichtige Baudetails der Ursprungszeit im ansonsten stärker überformten Bau vorhanden.

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Wohngebäude Rathausring 8
(Karte)
Zweigeschossig, verputzt, Barockportal 1751 (i), Veränderungen um 1900, halbrunder Erkeranbau mit Balkon an der rechten Giebelseite.

In diesem Haus wird ein ehemaliges Nebengebäude des Gasthauses Engel vermutet. Das barocke Portal von 1751 und die Nepomukfigur, die in einer muschelförmigen Nische auf einer kleinen Brücke steht, weist den Bau als 18. Jh. aus, mit einer deutlichen Umbauschicht um 1900. Kreuzgewölbe sowie ein großer gewölbter Keller sind wichtige historische Baudetails.

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Bauernhaus Rathausring 28
(Karte)
Quergeteiltes Einhaus, verputzter Fachwerkbau über Massivsockel und massivem Erdgeschoss, 18. Jh., Umbau 1886 (i); Stallscheune, Fachwerk, 1. Hälfte bzw. Mitte des 18. Jh.

Das Gebäude ist ein gut überliefertes, mit wichtigen historischen Baudetails erschließbares Zeugnis des bäuerlichen Bauen, Wohnen und Wirtschaftens unter einem Dach im 18. und 19. Jahrhundert.

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Kornhaus Rathausring 42
(Karte)
Großer zweigeschossiger Putzbau über hohem Sockelgeschoss mit Satteldach, Eckstreben, einige alte Fenster erhalten, im Kern 17. Jahrhundert mit späteren Veränderungen; vor dem Gebäude hat sich der ehem. Kornmarkt erhalten.

Das ehemalige Kornhaus samt Kornmarktplatz liegt in besonderer historisch-topographischer Lage direkt an der alten Wagenfähre über den Rhein. Das ausgesprochen stattliche und langgestreckte Massivgebäude des 16. Jhs. ist zwar im Detail modern überformt, verweist aber mit seiner stattlichen Kubatur, seiner Lage sowie besonderen historischen Baudetails auf seine Sonderfunktion im Ortsgefüge hin. Dieser herrschaftlicher Speicherbau aus dem 16. Jh. bildet in Rheinheim zusammen mit anderen herrschaftlichen Bauten der gleichen Zeitstellung eine monumentale Bautengruppe von großer Qualität und Seltenheit: dem kaiserlichen Jagdschloss, dem Pfarrhaus und der Zehntscheuer des Klosters Rheinau.

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Pfarrhof Zurzacher Straße 2
(Karte)
Bestehend aus: Pfarrhaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau über hohem Kellergeschoss, Satteldach. Eckquaderung, an der rechten Giebelseite ein halbrunder Treppenturm mit halbem Kegeldach, im Türsturz 1569 (i), über dem Eingang das Wappen des Klosters Rheinau mit der Inschrift: SUP ABBATE BO AUE TURA; Pfarrscheuer (seit 1974 Gemeindezentrum), verputzter Massivbau mit Satteldach und Treppengiebeln, großes rundbogiges Tor, Wappen des Klosters Rheinau 1596 (i), am rundbogigen Kellereingang 1677 (i).

Das ehemalige Pfarrhaus stellt wohl einen Pfleghof des Klosters Rheinau dar, über dem Eingang des Gebäudes sitzt das barocke Wappen des Rheinauer Abtes Bonaventura I von Wellenberg, auf der Rheinseite befindet sich eine weitere Wappentafel des Theobald von Greifenberg mit der Jahreszahl 1569. Pfarrhaus und Pfarrscheune sind zusammen mit dem ehem. Rathaus und der Zehntscheune die ortsbildbestimmenden Repräsentationsgebäude des 16. Jhs. in Rheinheim. Die stattlichen Gebäude bilden zusammen mit der unweit gelegenen Pfarrkirche eine ortsbauliche Dominante am Rheinufer. Der Bau hat wichtigen Zeugniswert für die Kirchen- und Ortsbaugeschichte von Rheinheim und seine konfessionelle und herrschaftliche Zugehörigkeit zum Kloster Rheinau.

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Weitere Bilder
Gasthaus zum Engel Zurzacher Straße 3
(Karte)
Großer zweigeschossiger Putzbau über hohem Kellergeschoss mit einseitigem Krüppelwalmdach, doppelläufige Außentreppe, rundbogiger Eingang mit Quadern, im Schlußstein 1761 (i), drei rundbogige Kellereingänge, davon einer 1815 (); Geburtshaus von Johann Baptist Roder (geb. 1815).

Das ehemalige Gasthaus Zum Engel ist ein wichtiges Zeugnis für das dörfliche Gasthauswesen des 18./19. Jh. Seine Funktion als einer der zentralen Treffpunkte der Dorfgemeinschaft, die hier durch die Reisenden auch Kontakt zur Außenwelt erhielten, kommt durch sein im Vergleich zu den benachbarten Bauernhäusern deutlich größeres Bauvolumen und seine gasthaustypische Lage an zentraler Stelle im Ortsgefüge zum Ausdruck.

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Weitere Bilder
Kath. Pfarrkirche St. Michael Zurzacher Straße 4
(Karte)
Einschiffiger verputzter Bau mit polygonalem Chor und Satteldach, Chorflankenturm mit Satteldach, Turm, Chor aus dem 15. Jahrhundert, Langhaus von 1671, Sakristeianbau 1866; an der Nordwand der Kirche Wappen des Klosters Rheinau, flankiert von den hll. Fintan und Benedikt; Mit Kirchhofmauer und Epithaphien, die in die Kirchhofmauer eingelassen sind.

Die mit ummauertem Kirchhof in anschaulicher Geschlossenheit bestehende, leicht erhöhte Pfarrkirche ist das zentrale Zeugnis der Kirchengeschichte von Rheinheim, das immer in kirchlicher Zugehörigkeit zum Kloster Rheinau stand. Ebenfalls zentral ist die Positionierung im Ortsgefüge und im Ortsbild. Der Bau mit drei markanten Bauphasen und reichhaltiger Ausstattung verdeutlicht Kirchenbaukunst vom Mittelalter bis in die Gründerzeit und ist somit ein lebendiges Dokument von sakralem Bauen auf dem Lande.

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Zehntscheuer des Klosters Rheinau Zurzacher Straße 6
(Karte)
Eingeschossiger Bruchsteinbau, verputzt mit Satteldach und Treppengiebeln, Eckquaderung, zwei kleine rundbogige Tore, ein großes Tor, 1839 (i); neben dem Tor das Wappen des Klosters Rheinau, 1597 (i) mit Inschrift.

Die Zehntscheuer, jetzt Bücherei und Probelokal, gehörte zum Kloster Rheinau, worauf eine Wappentafel des Rheinauer Abtes Theobald von Greifenberg im Stile der italienischen Frührenaissance hinweist. Die Zehntscheuer zählt zusammen mit dem Pfarrhaus und dem ehemaligen Rathaus zu den eindrucksvollen Repräsentationsgebäuden des 16. Jhs. in Rheinheim. Der durch seine Kubatur und Stellung im Ortsbild hervorstechende Ökonomiebau, typischerweise ausgezeichnet durch eine sparsame Befestnsterung und mit einem großen Tor, ist ein Dokument des Abgabewesens der Feudalzeit sowie ein Zeugnis der Wirtschaftsgeschichte in Rheinheim.

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Einzelnachweise

Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.

Commons: Kulturdenkmale in Küssaberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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