Liste der Kulturdenkmale in Wutöschingen
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In der Liste der Kulturdenkmale in Wutöschingen sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Wutöschingen im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

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- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Degernau
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wegkreuz | Altmühlenstraße 7 (Karte) |
Sockel und Kreuzstamm aus Granit, neugotisch, datiert, 1877. Der Corpus aus Metallguss farbig gefasst.
Das qualitätvoll ausgeführte Wegkreuz bezeugt durch seine gute Überlieferung beispielhaft die typische bildhauerische Gestaltung solcher im späten 19. Jh. vielerorts neu aufgestellten Weg- und Flurkreuze sowie die Volksfrömmigkeit in der katholisch geprägten Region um Degernau. |
98891348 | ||
| Mühle | Altmühlenstraße 8 (Karte) |
Zweigeschossiges, teilunterkellertes Gebäude unter Satteldach, gekehlte Fenstergewände, im Kern wohl 16./17. Jahrhundert, (17?)59 (i), jüngere Umbauten; zugehörig ein Wirtschaftsgebäude auf der gegenüberliegenden Seite des Mühlbachs.
Die Mühle am Rand des historischen Ortskerns Degernau ist ein Zeugnis der Herrschaftsgeschichte sowie der seit Jahrhunderten belegten Gewerbegeschichte in vorindustrieller Zeit. Als Dokument der Wassernutzung und Technikgeschichte ist sie ebenfalls von ortsgeschichtlichem Interesse. |
98888847 | ||
| Brunnen | Altmühlenstraße (Karte) |
Pumpbrunnen mit gusseiserner Brunnensäule und länglichem Sandsteintrog (Viehtränke), bezeichnet 1891.
Der Laufbrunnen ist ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung auf dem Dorf. Hier mussten die Haushalte ihr Brauchwasser abholen, an den langen Trögen wurde das Vieh getränkt. Er ist dabei auch ein Dokument der Serienfertigung solcher Objekte im Zeitalter der Industrialisierung, die mit der künstlerischen Gestaltung der Brunnenstöcke auch der Ortsverschönerung dienten. |
98888859 | ||
| Bildstock mit vergitterter Nische für Marienstatue und bekrönendem Kreuz | Auf der Besetze (Karte) |
Sandstein, das Kreuz neugotisch, datiert 1881.
Der auf der Nachtweide stehende große Bildstock ist ein anschauliches Zeugnis für die katholische Glaubensidentität von Degernau, dessen Ortsbild und Umgebung durch mehrere derartiger Andachtsstätten geprägt sind. Mit der Darstellung einer Maria ist er ein sprechendes Dokument der Frömmigkeitspraxis im späten 19. Jahrhundert. |
98891654 | ||
| Wegkreuz | Bei den Reckholderreben (Karte) |
Granit, der Corpus Metallguss, bemalt, Anfang 20. Jahrhundert
Das Kreuz, prominent positioniert an einer zentralen Wegkreuzung, ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Degernauer Kulturlandschaft in besonderer Weise. |
98891648 | ||
| Pfarrhof | Kirchberg 4 (Karte) |
Bestehend aus: Pfarrhaus, zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach, in Kammlage unterhalb der Kirche, nach dem Realschematismus 1622 erbaut, im Türsturz der Tenne 1712 (i); Back- oder Waschhaus, ummauerter Pfarrgarten.
Das stattliche Gebäude bildet zusammen mit der unweit gelegenen Pfarrkirche eine ortsbauliche Dominante. Es belegt schon durch seine Dimensionen die herausgehobene Stellung des Pfarrers. Der Bau mit seinem zugehörigen Nebengebäude und dem ummauerten Garten hat wichtigen Zeugniswert für die Kirchen- und Ortsbaugeschichte von Degernau und dokumentiert anschaulich die Wohn- und Lebensverhältnisse eines Pfarrers in der Frühen Neuzeit. |
98891672 | ||
| Gefallenendenkmal | Kirchberg (Karte) |
Grünfläche deren Gestaltung an einen Soldatenfriedhof angelehnt ist, Kreuz umgeben von etwa 20 unregelmäßig aufgestellte Symbolkreuze, Bildhauer Ernst Keller, 1957
Das in Anlehnung an einen Soldatenfriedhof gestaltete Gefallenendenkmal in Degernau wurde 1957 angelegt. Für die Bildhauerarbeiten zeichnete Ernst Keller verantwortlich. Die Gestaltung von Gefallenendenkmälern des Ersten Weltkriegs als Ehrengräberfeld bzw. Ehrenhain oder Heldenhaine mit handwerklich bearbeiteten steinernen Symbolkreuzen mit bossierten Oberflächen geht auf den Gartenarchitekten Robert Tischler zurück. Er war 1926 bis 1959 amtierender Bauleiter des „Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ und entwickelte auch das Schema, bei dem das Einzelgrab regelrecht nivelliert wurde, um die Fläche, auch durch einen einheitlichen Bepflanzungsplan, zur anonymen Einheit des „Kameradengrabes“ zu verschmelzen. |
113066595 | ||
| Kath. Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt mit Friedhofsmauer. 1275 erstmals genannt. Heutige Kirche 1712–15 unter Einbeziehung älterer Reste in Chor und Turm erbaut. Chorturmkirche | Kirchberg 6 (Karte) |
Einschiffig verputzt mit Satteldach; eingezogener, plattgeschlossener Chor; der Chorturm mehrgeschossig mit Zwiebelhaube. Die Ausstattung im wesentlichen aus der Bauzeit: Haupt- und Seitenaltäre qualitätvolle, barocke Auszugsaltäre (Gemälde des Hauptaltares Mariae Himmelfahrt), ungewöhnlich, die Seitenaltäre nur mit Skulpturen (Maria Immaculata, Dreikönigsaltar). Die Kanzel nach der Ornamentik um 1770. Weitere Ausstattung aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Die fernwirksam auf einem Hügel stehende Pfarrkirche, auch Bergkirche genannt, ist samt benachbartem Pfarrhof das zentrale Zeugnis der Kirchengeschichte in Degernau und für das Ortsbild und das Landschaftsbild des Wutachtales von besonderes großer Wirkung. Sie ist ein qualitätvolles bauliches Dokument der barocken Kirchenbaukunst auf dem Lande. |
98891697 | ||
| Wegkreuz unterhalb der Kirchhofmauer | Kirchberg (Karte) |
Sandstein und Metallguss, bezeichnet 1920.
Das direkt an der Kirchhofmauer stehende Kreuz ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit, die auch noch im frühen 20. Jahrhundert mit Wegkreuzsetzungen verwurzelt war. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen das Ortsbild in Degernau. |
98891823 | ||
| Wegkreuz | Münzweg (Karte) |
Sandstein, neugotisch, Corpus Metallguss, silbern gefasst. Datiert 1884, für den verunglückten Rudolf Stoll.
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und einer persönlichen Erinnerungssetzung. |
98891829 | ||
| Bäuerliches Anwesen | Rathausplatz 1 (Karte) |
Typus Quereinhaus, Wohnteil zweigeschossig, Stall zwei Tennen, verputzt, Satteldach, rückwärtige Holzlaube, um 1850.
Das schlichte Anwesen bezeugt zeittypisches Bauen und Wohnen im 19. Jh. in der Region. |
98891856 | ||
| Laufbrunnen | Rathausplatz 2 (Karte) |
Sandstein. Der Trog als Viehtränke ein langgezogenes, niederes Achteck, barockisierend, datiert 1877. Der Brunnenstock mittig an der Längsseite.
Der prominent im Ortsbild platzierte Laufbrunnen ist ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung auf dem Dorf. Hier mussten die Haushalte ihr Brauchwasser abholen, an den langen Trögen wurde das Vieh getränkt. Er ist dabei auch ein Dokument der Serienfertigung solcher Objekte im Zeitalter der Industrialisierung, die mit der künstlerischen Gestaltung auch der Ortsverschönerung dienten. |
98891870 | ||
| Wegkreuz | Rathausplatz (Karte) |
Sandstein, Marmor, Eisenguss, klassizistischer Sockel ähnlich einem Grabmal, 1892 (i).
Das qualitätvoll ausgeführte Wegkreuz bezeugt durch seine gute Überlieferung beispielhaft die typische Gestaltung solcher im späten 19. Jh. vielerorts neu aufgestellten Weg- und Flurkreuze sowie die Volksfrömmigkeit im katholisch geprägten Degernau. |
98891840 | ||
| Stallscheune | Rathausplatz 8 (Karte) |
Stattlicher Bruchsteinbau, 18. Jahrhundert
Die Scheune ist ein in ihrem Bestand anschauliches Beispiel für den Bautypus und ein Zeugnis für die regionale Wirtschaftsweise und Vorratshaltung im 18. Jh. |
98891886 | ||
| Ehemalige Zehntscheuer bzw. Zehnthus | Rathausplatz 10, 12, 14, 16 (Karte) |
Stattlicher zwei- bzw. talwärts dreigeschossiger Komplex unter Satteldach, wohl seit dem 19. Jahrhundert in drei bäuerliche Wohnhäuser aufgeteilt; Wirtschaftsnutzung im Hanguntergeschoß und Gruppen mit Staffelfenstern im ersten Obergeschoß sowie weitere profilierte Fenstern, am giebelseitigen Kellerportal 1593 (i), rundbogiges Ladenfenster, im ersten Obergeschoß eine Fenstersäule, 1513 (i).
Der im Ortsbild überaus präsente, an einem Platz gelegene Bau ist ein anspruchsvoll gestaltetes, im Kern sehr altes Bauzeugnis der Herrschaftsgeschichte in Degernau. Der über das örtliche Bauen hinausgehobene Bau gibt mit seinen Details Hinweise auf seine Erbauungszeit in der Renaissance. Das später aufgeteilte Haus ist ein wichtiges Zeugnis früherer Eigentums- und Wirtschaftsformen im Ort. |
98891898 |
Horheim
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Nepomukstatue mit ihrem barocken | Bahnhofstraße 1 (Karte) |
Gebauchten Sockel, dort ein Wappen und die Jahreszahl 1760. Laut Ortschronik eine Stiftung des Vogtes Hans Martin Büche. Die einst zur barocken Brücke gehörende Statue steht in Zweitverwendung auf dem Ortsplatz.
Die Figur des hl. Nepomuk steht in charakteristischer Weise eigentlich am Flussübergang, da er aufgrund seines Märtyrertods durch den Sturz von der Prager Brücke in die Moldau als Brückenheiliger gilt. Seine Verehrung verbreitete sich nach seiner Heiligsprechung 1729 auch in den katholisch geprägten Gebieten nördlich der Alpen rasch aus. Die Figur ist - auch an seinem neueren Standort - ein anschauliches Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und dokumentiert die katholische Prägung im Wutachtal. |
98894873 | ||
| Bauernhaus | Bahnhofstraße 1 (Karte) |
Kleinbäuerliches Gebäude, zweigeschossiger, gestelzter Wohnteil mit der Scheune unter einem Dach, zur Straße alte Sandsteinfreitreppe, zum Hof hölzerne Laube, 1879 (i).
Das Gebäude dokumentiert kleinbäuerliche Lebens- und Arbeitsverhältnisse im späten 19. Jh. im Ort. |
98894928 | ||
| Laufbrunnen | Lauchringer Straße (Karte) |
Rechteckiger Steintrog in Form einer Viehtränke, datiert 1859. An der Breitseite Vierkantsäule mit Bekrönung.
Der prominent im Ortsbild nahe der Kirche platzierte Laufbrunnen ist ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung auf dem Dorf. Hier mussten die Haushalte ihr Brauchwasser abholen, an den langen Trögen wurde das Vieh getränkt. Er ist dabei auch ein Dokument der Serienfertigung solcher Objekte im Zeitalter der Industrialisierung, die mit der künstlerischen Gestaltung auch der Ortsverschönerung dienten. |
98894935 | ||
| Dorfschmiede | Bergstraße 1 (Karte) |
Zweigeschossiger, verputzter Bruchsteinbau unter Satteldach, giebelseitig ein Rundbogentor, 2. Hälfte 19. Jahrhundert, giebelseitig vor dem Haus eine hölzerner, überdachter Pferdestand erhalten.
Der ortsbildprägende Bau wurde u.a. als Hufschmiede genutzt, unter dem überdachten Holzbau konnten die Tiere Schutz bei Regen oder vor Wärme finden. Die Schmiede des 19. Jahrhunderts ist nicht nur ein anschaulich erhaltenes Dokument für die Geschichte des Gewerbes, sondern auch von Bedeutung für die Ortsgeschichte von Horheim. |
98894955 | ||
| Rat- und Schulhaus | Bergstraße 3 (Karte) |
Das ehemalige Rathaus zweigeschossig unter Walmdach, die angebaute Schule eingeschossig unter Satteldach. Mit bossiertem Sockel und neugotischen Fensterformen, datiert 1905.
Der repräsentative Bau ist in seiner späthistoristischen Architektursprache charakteristisch für ländliche Rathausbauten der Jahrhundertwende, in charakteristischer Nutzungskombination mit der Schule, in markanter Position im Ortsbild. |
98894967 | ||
| Wegkreuz | Bergstraße 33 (Karte) |
Über einem Granitsockel ein Kreuz Metallguss um 1900. Der Kreuzstamm in vegetabile Ornamentik aufgelöst. Am Kreuzfuß Flachrelief einer sitzenden, darüber einer schwebenden Heiligen.
Das an einer alten Hofstelle situierte Wegkreuz ist ein charakteristisches, sehr filigran und individuell, qualitätvoll gearbeitetes Zeugnis der Frömmigkeit aus der Zeit der Jahrhundertwende. |
98894984 | ||
| Kapelle | Dorneckstraße 6 (Karte) |
Kleiner einschiffiger Putzbau mit Satteldach und polygonaler Apsis, geschweifte Barockfenster, Architekturgliederung durch Farbfassung, im Inneren u.a. mit Rankenmalerei über den Fenstern und Altararchitektur (Wandnische mit Krone und Baldachin), 1705/1988.
Der kleine Barockbau - einst solitär außerhalb des Ortskerns, heute von Wohngebiet umgeben - ist ein qualitätvolles Zeugnis ländlicher Sakralarchitektur des frühen 18. Jh. |
99225877 | ||
| Wegkreuz | Eichbergstraße (Karte) |
Steinkreuz zweimal geklammert, der Corpus als Relief aus dem Stein gearbeitet, ebenso eine Nische. Bezeichnet 1667 MICHAEL EHRSPERGER..... SABETHA MATISIN.
Das Kreuz ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit im 17. Jahrhundert. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft rund um Horheim in besonderer Weise. |
99225886 | ||
| Laufbrunnen; rechteckiger Steintrog in der Form einer Viehtänke | Höfstraße 2 (Karte) |
1866 (i), Brunnenstock an der Breitseite als Pfeiler.
Der in einem Weiler außerhalb und solitär stehende Laufbrunnen ist ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung auf dem Dorf. Hier mussten die Haushalte ihr Brauchwasser abholen, an den langen Trögen wurde das Vieh getränkt. Er ist dabei auch ein Dokument der Serienfertigung solcher Objekte im Zeitalter der Industrialisierung, die mit der künstlerischen Gestaltung der Brunnenstöcke auch der Ortsverschönerung dienten. |
98894974 | ||
| Bauernhaus | Höfstraße 14 a, 14 (Karte) |
Typus Quereinhaus mit zwei- bzw. talseitig dreigeschossigem Wohnteil unter einem Satteldach, Bruchstein verputzt, Wohnteil im Kern aus dem 16./ frühen 17. Jahrhundert, der große Ökonomieteil 1905 bis 1915 umgebaut.
Das Gebäude ist Teil der nördlich außerhalb der historischen Ortslage situierten Einzelhöfe. Im Kern aus der frühen Neuzeit stammend, zeigt das Objekt auch eine deutliche Umbauphase aus dem frühen 20. Jahrhundert und belegt damit das über Jahrhunderte genutzte Anwesen. |
99233193 | ||
| Wegkreuz | Höfstraße (Karte) |
Sandstein und Metallguss, datiert 1896.
Das solitär außerhalb der Ortslage an einer ehemaligen Wegkreuzung stehende Wegkreuz ist ein Zeugnis der Frömmigkeit im späten 19. Jahrhundert und typisch für die religiös geprägte Kulturlandschaft rund um den Ort. |
99233227 | ||
| Wohnhaus | Im Gässle 8 (Karte) |
Nach mündlicher Auskunft ursprünglich zum Kloster Berau gehörend, zwei- bzw. talwärts dreigeschossiger verputzter Massivbau, Staffelgiebel, mit zwei parallelen Gewölbekellern, verblatteter Dachstuhl, 16. Jahrhundert.
Das mit seinen beiden Staffelgiebeln äußerst markant im Ortsbild auftretende frühneuzeitliche Gebäude legt eine Sonderfunktion (hier ggf. klösterlicher Besitz Berau, das einst den größten Anteil des Grundbesitzes in Horheim besaß) nahe und ist daher eine präzisere Erforschung wert. |
99233233 | ||
| Kaplaneihaus | Lauchringer Straße 29 (Karte) |
Zweigeschossiger Putzbau mit Krüppelwalmdach und mächtigen Strebepfeilern, erbaut angeblich 1773, möglicherweise mit älterem Kern (Profil der Fenster im Dachgeschoß).
Das mit seinen mächtigen Strebepfeilern äußerst markant im Ortsbild auftretende, wohl barocke, im Kern aber sicher ältere Gebäude ist eine präzisere Erforschung wert. |
99233275 | ||
| Wegkreuz | Linsenbodenhof 2 (Karte) |
Granit mit Medaillon mit Soldatenbildnis und Kelch, neugotisch, Corpus Metallguss, Ende 19. Jahrhundert.
Das außerhalb der Ortslage am Hölzlehof stehende, qualitätvoll ausgeführte Wegkreuz bezeugt durch seine gute Überlieferung beispielhaft die Gestaltung solcher Weg- und Flurkreuze im späten 19. Jh. sowie die Volksfrömmigkeit in der katholisch geprägten Region um Horheim. |
99225860 | ||
Weitere Bilder |
Kapelle zum hl. Antonius mit Wallfahrt | St.Antoniusstraße 4 (Karte) |
Filiale von Schwerzen, Chor Ende des 15. Jahrhunderts, Schiff 1750, vergrößert 1872, renoviert 1904, einschiffiger Putzbau mit Satteldach und Glockenturmaufsatz mit Pyramidendach sowie polygonaler Apsis und Sakristeianbau, Ausstattung 18. und 19. Jahrhundert.
Die barocke Kapelle mit mehreren Bauphasen - u.a. mit einer neugotischen Ausstattung - ist ein wichtiges Zeugnis der Religionsgeschichte im Ort. Der mit seinem Dachreiter ausgezeichnete Sakralbau ist auch Schauplatz einer lokalen Wallfahrt. Der hier gewürdigte Antonius der Einsiedler als Beschützer der Haustiere bezeugt die landwirtschaftliche Prägung der Gemeinde in früheren Zeiten. |
99233314 | |
| Gefallenendenkmal | Talstraße 34 (Karte) |
Für die Opfer beider Weltkriege aus Horheim, drei hochrechteckige Inschriftplatten aus Naturstein in einer gekrümmten Wand aus unregelmäßigem Natursteinmauerwerk, um 1955 bis 1965
Das Gefallenendenkmal ist ein wichtiges Zeugnis der lokalen Gedenkkultur sowie der Ortsgeschichte und beispielhaft für den gestalterischen Variantenreichtum der modernen Gefallenendenkmale in der Nachkriegszeit. |
113188099 |
Ofteringen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Bauernhaus | Alte Gasse 1 (Karte) |
Gestelztes Gebäude mit einem Wohngeschoß und Scheunenteil an der Rückseite, Satteldach, teils modern verkleidet, am rundbogigen Eingang 1715 (i).
Das schlichte, im Kern barocke Wohngebäude mit Wirtschaftsteil ist ein Zeugnis des Bauens, Wohnens und Wirtschaftens in vorindustrieller Zeit. |
99236726 | ||
| Steinskulptur des hl. Nepomuk auf einem Sockel | Am Damm 2 (Karte) |
Dieser mit Wappen des Abtes Janarius I. Dangel vom Kloster Rheinau, 18. Jahrhundert (angeblich früher Datierung 1774).
Die qualitätvolle, barocke Skulptur des heiligen Johannes Nepomuk stammt von einer älteren Wutachbrücke und ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der Barockzeit. Der böhmische Priester, der das Beichtgeheimnis nicht hatte brechen wollen und deshalb auf Befehl des Königs Wenzel in der Moldau ertränkt worden war, erfreute sich seit seiner Heiligsprechung in den 1720er-Jahren wachsender Beliebtheit und Verehrung. Er verdrängte dabei zunehmend den heiligen Nikolaus als Schutzpatron von Flussübergängen und Brücken. |
99236780 | ||
| Wegkreuz mit Sandsteinsockel | Egginger Straße (Karte) |
Kruzifix und Corpus aus Gusseisen, florale Ornamentik, datiert 1887.
Das filigrane Wegkreuz des späten 19. Jh. ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. |
99236846 | ||
| Ehemaliges Rathaus | Egginger Straße 10 (Karte) |
Zweigeschossiger unterkellerter Walmdachbau, nach moderner Datierung erbaut 1842, nach Süden um einen quergestellten Baukörper mit Krüppelwalmdach und späthistoristischen Detailformen erweitert.
Das alte Rathaus ist ein Bau mit zwei markanten Bauphasen und für die Verwaltungsgeschichte Ofteringens von Bedeutung. Der vergleichsweise schlichte Bau aus dem mittleren 19. Jh. wurde durch einen aufwändiger gestalteten Kopfbau im späten 19. Jh. ergänzt. |
99236864 | ||
| Ehem. Zehntscheuer des Klosters Rheinau | Egginger Straße 12 (Karte) |
Langgestreckter, giebelständiger Bau aus verputztem Bruchsteinmauerwerk mit Satteldach und Treppengiebeln, große rundbogige Toreinfahrt, an der Giebelseite früher ein eingemauertes Wappen des Klosters Rheinau, 1713 (i).
Schloss und Ort Ofteringen fielen 1678/79 durch Testament des Karl von Ofteringen an Kloster Rheinau. In seiner Funktion als Zehntscheune, also als Lagerhaus für die von der Bevölkerung an die Patronatsherrschaft abzuliefernden Naturalabgaben, dokumentiert der Bau mit seinen markanten Treppengiebeln die früheren Eigentums- und Wirtschaftsformen im Ort. |
99236882 | ||
| Bauernhaus mit Ökonomieanbau | Egginger Straße 23, 25 (Karte) |
Traufständig zur Straße stehender, gestelzter zweigeschossiger Putzbau mit Krüppelwalmdach, eine giebelseitige Laube heute zugesetzt, 18. Jahrhundert; dazugehörend ein kleines, im Erdgeschoß massives Ökonomiegebäude mit Holzlege.
Das im Ortskern stehende Kleingehöft dokumentiert das einfache bäuerliche Bauen, Wohnen und Wirtschaften in der frühen Neuzeit. |
99236915 | ||
| Gasthof Adler | Egginger Straße 29 (Karte) |
Bestehend aus Gasthaus, zweigeschossiger, traufständig zur Straße stehender, spätbarocker Bau mit Halbwalm, Massivbau mit heute verputztem Sichtfachwerk in den Giebeln, in der Gaststube vertäfelte Decke, im Saal Veränderungen für eine zeitweise bestehende Nutzung als Ladengeschäft; zugehörige gegenüber stehende Stallscheune.
Der markante Barockbau nimmt einen für Gasthäuser traditionellen Standort am wichtigen nördlichen Ortseingang und an der alten Landstraße durch das Wutachtal ein. Aufgrund seines langen Bestehens an dieser Stelle ist die Wirtschaft inklusive zugehöriger Ökonomie darüber hinaus ein bedeutendes Zeugnis für die Ortsgeschichte. |
99237004 | ||
| Wegkreuz | Egginger Straße 31 (Karte) |
Sandstein und Metallguss, expressionistisch, Anfang 20. Jahrhundert.
Das in seltener expressionistischer Formensprache ausgeführte Wegkreuz am nördlichen Ortseingang ist ein bemerkenswertes Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im frühen 20. Jh. in Ofteringen. |
99237017 | ||
| Gehöft | Klosterstraße 2 (Karte) |
Bestehend aus: Quereinhaus mit zweigeschossigem, unterkellertem Wohnteil, zur Straßenseite Dach mit Halbwalm, verputzt, im Giebel wohl Fachwerk, 18. Jahrhundert; an der Rückseite querstehend ein Nebengebäude mit massivem Erdgeschoß und holzverlatteten Obergeschoß, 19./ frühes 20. Jahrhundert; giebelseitig ein Bauerngarten mit Buchshecken; Pumpbrunnen, am Steintrog 1908 (i).
Das Gehöft aus mehreren Bauphasen ist ein ortsbildprägendes Ensemble, das Bauen, Wohnen und Wirtschaften in vorindustrieller Zeit bezeugt. |
99237024 | ||
Weitere Bilder |
Kloster Marienburg | Klosterstraße 6 (Karte) |
Ehemals Schloß der Ortsherren. Erhöht am Berghang liegende, langgestreckte, ummauerte Anlage. Das Schloß kam 1678 durch Testament des Karl von Ofteringen an das Kloster Rheinau, bei dem es bis 1862 verblieb. Die säkularisierte Anlage wurde 1863 von Benediktinerinnen der Ewigen Anbetung gekauft. Die ältesten Teile sind das Schloß und die Schloßkapelle. Ersteres ein dreigeschossiger Staffelgiebelbau des 16./17. Jhs, talseitig mit Erker. Im Inneren reich ausgestattet u.a. mit Brettbalustergeländer und Kassettendecken des 18. Jahrhunderts, bemalt. Beachtlich die Tierdarstellungen enzyklopädischen Charakters im Festsaal. Erhalten auch Möbel und Gemälde aus dem Kloster Rheinau. - Die Schloßkapelle 1741 von Michael Beer, auf kleinem Raum ein differenzierter Baukörper im Inneren mit großer Ordnung und zentralräumlicher Wirkung. Einheitliche Barockausstattung (Zimmermann Franz Egger von Rheinau, Schreinerarbeiten Moritz Schmid von Rheinau und Matthias Berger von Ofteringen, Stukkateur Hans Georg Leiner aus Überlingen, Maler und Vergolder Thaddäus Sichelbein aus Wangen); ergänzend eine Nonnenempore. - Der Innenhof zunächst mit Ökonomiegebäuden umbaut: rechtwinklig ans Schloß anschließend (Westseite) ein Ökonomiegebäude mit rundbogigem Tor, dort Datierung 1766. Nach Norden ein Gebäude Kellern und ehemals der Webstube, bezeichnet mit Wappen des Abtes Benedikt Ledergerber und Jahreszahl 1740. Auch das Wächterhaus neben dem Tor bestand bereits auf dem Gemarkungsplan von 1874–77. Im späten 19. und den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde die Anlage beträchtlich erweitert und erhielt ihr heutiges Aussehen. Die Gebäude um den Hof wurden aufgestockt, über dem Ökonomiegebäude von 1766 entstand das Refektoriumsgeschoß. Das Wächterhaus mit seinem Mansardgiebeldach mit Fußwalm wirkt im Außenbau wie ein Gebäude des frühen 20. Jahrhunderts. Ein weiterer großer Flügel wurde 1926/27 für Küche und neues Refektorium angebaut. Die Gebäude sind als dreigeschossige Staffelgiebelbauten im Heimatstil dem ursprünglichen Schloß angeglichen, im Inneren barockisierend. Vorgelagert Terrassengärten und Ummauerung. - Nach Nordosten vorgelagert die Klosterökonomie, Datierungen 1905 und 1908, sowie eine kleine Gartenanlage mit Rosenbögen.
Das markant über dem Wutachtal liegende, das Ortsbild von Ofteringen beherrschende ehemalige Schloss besitzt mehrere prominente Bauherren und Architekten sowie eine vielschichtige Bau- und Nutzungsgeschichte. Schloss und Ort fielen 1678/79 durch Testament des Karl von Ofteringen an Kloster Rheinau, ab 1862 folgte auf private Initiative eine Umnutzung zum Kloster Marienburg (Benediktinerinnen von der Ewigen Anbetung). Der umfangreiche Baukomplex inklusive Nebengebäude und Freiflächen ist ein zentrales Dokument der Herrschaftsgeschichte im Raum sowie bemerkenswertes Zeugnis einer Umnutzungsgeschichte vom Profanen zum Sakralen. |
99237193 ( | |
| Bauernhaus | Klosterstraße 8 (Karte) |
Über hohem Kellergeschoß zweigeschossiger Wohnteil, die Scheune vom Rückgiebel bzw. ein winkelförmiger Ökonomieanbau über eine Hocheinfahrt zugänglich, verputzt, möglicherweise in den Obergeschossen Fachwerk, Satteldach, 18. Jahrhundert.
Das schlichte bäuerliche Wohnhaus am südlichen Ortsrand bezeugt Bauen und Wohnen in vormoderner Zeit. |
99237424 | ||
| Wutachbrücke | nach Eggingen (Karte) |
Zwischen Hochwasserdämmen errichtete Eisenfachwerkbrücke, die Brückenköpfe aus Haustein, als Brückenportal gepflanzte Bäume an der Ostseite erhalten, angeblich 1844 errichtet, aufgrund der Konstruktion wohl eher um 1870/80.
Die Brücke über die Wutach ist ein bemerkenswertes historisches Zeugnis der Verkehrsgeschichte im 19. Jh. und auch konstruktionsgeschichtlich von Interesse. Sie veranschaulicht die Anstrengungen, die für die Verbesserung des Straßennetzes unternommen wurden und ist außerdem siedlungsgeschichtliches Dokument im Wutachtal. |
99236789 |
Schwerzen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Laufbrunnen | Bohlhofstraße 3 (Karte) |
Längsrechteckiger Brunnentrog in Form einer Viehtränke, pfeilerförmiger Brunnenstock an der Schmalseite, 1863 (i).
Der Laufbrunnen ist ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung auf dem Dorf. Hier mussten die Haushalte ihr Brauchwasser abholen, an den langen Trögen wurde das Vieh getränkt. Er ist dabei auch ein Dokument der Serienfertigung solcher Objekte im Zeitalter der Industrialisierung, die mit der künstlerischen Gestaltung der Brunnenstöcke auch der Ortsverschönerung dienten. |
99237478 | ||
| Laufbrunnen aus Sandstein; längsrechteckiger Brunnentrog in Form einer Viehtränke | Bohlhofstraße 22 (Karte) |
Pfeilerförmiger Brunnenstock an der Breitseite, bekrönt von einer Vase, 1874 (i).
Der Laufbrunnen ist ein anschauliches Zeugnis der Wasserversorgung auf dem Dorf. Hier mussten die Haushalte ihr Brauchwasser abholen, an den langen Trögen wurde das Vieh getränkt. Er ist dabei auch ein Dokument der Serienfertigung solcher Objekte im Zeitalter der Industrialisierung, die mit der künstlerischen Gestaltung der Brunnenstöcke - hier mit einer vornehmen Vase - auch der Ortsverschönerung dienten. |
99237502 | ||
Weitere Bilder |
Kath. Kirche St. Johann Baptist | Johannisweg 7 (Karte) |
Pfarrei seit 1157, heutiger Bau unter Einbeziehung eines älteren Chorseitturms von 1554 erbaut ab 1782, geweiht 1791, einschiffiger Putzbau mit Satteldach, eingezogener Chor mit polygonaler Apsis, mehrgeschossiger Turm mit geschweifter Haube, zugehörig die frühklassizstische Ausstattung u.a. mit einem Gemälde von Janarius Zick; zugehörig auch die alte Kirchhofmauer aus Bruchstein.
Die auf einer kleinen Anhöhe über dem Ort stehende Pfarrkirche ist ein charakteristischer ländlicher Kirchenbau des Barockzeitalters, die auf einem Vorgängerbau fußt, ggf. auch auf einer Burg- oder Wehranlage. Mit ihrer qualitätvollen Innenausstattung des späten 18. Jhs. ist sie ein Zeugnis des Kunstschaffens dieser Epoche. Für die Kirchengeschichte Schwerzens ist St. Joh. Bapt. das zentrale Baudokument. |
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| Kath. Pfarrhof | Johannisweg 10 (Karte) |
Bestehend aus: Pfarrhaus, zweigeschossiger Walmdachbau von 1904; Scheune mit Walmdach; mit Mauer bzw. schmiedeeisernem Zaun umfriedeter Garten bzw. Hof.
Der Pfarrhof, gebaut in der Zeit der Kirchenrenovierung zu Beginn des 20. Jhs., bildet zusammen mit der Kirche das geistliche Zentrum von Schwerzen. Das Pfarrhaus in der zeittypischen Formensprache des späten Historismus bzw. Jugendstils ist aufgrund der gesellschaftlichen Stellung und Aufgaben der Pfarrer ein ortsgeschichtlich bedeutendes Gebäude. Zugehörig sind historisch-funktional Garten und Ökonomie. |
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| Bäuerliches Anwesen | Küssaburgstraße 4, 4 a (Karte) |
Ein entlang der gebogenen Straßenflucht aneinandergebautes Anwesen, 1860/65 (Gemarkungsplan) aus einem mittigen langgestreckten Wohnhaus und zwei Scheunenteilen bestehend, das Wohnhaus heute zweigeteilt, 17./frühes 18. Jahrhundert.
Das schlichte, heute veränderte Gehöft ist Beispiel für das Bauen und Wohnen in vormoderner Zeit im Ort. |
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| Parallelgehöft | Küssaburgstraße 10, 12 (Karte) |
Bestehend aus: Haupthaus, im Typus eines Quereinhauses mit zwei Wohngeschossen, dazu am talseitigen Straßengiebel ein Kellergeschoß mit zwei Rundbogentoren, Mitte 19. Jahrhundert; große Stallscheune verputzt, im Giebel eine halbrunde Ladeluke, Wappen mit Datum 1617.
Das stattliche Gehöft in zentraler Ortsmitte bezeugt mit Segmentbogenfenstern im Ökonomieteil und Giebel sowie einem Doppelfenster mit Rundbögen eine charakteristische ländliche Ausprägung des Rundbogenstils im 19. Jh. und ist damit ein Baudokument dieser Epoche in Schwerzen. |
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| Bauernhaus | Küssaburgstraße 14 (Karte) |
Quereinhaus mit zweigeschossigem Wohnteil und Halbwalmdach, verputzt, die Fenstergewände im Wohnteil in Stein, im langgestreckten Ökonomieteil mit zwei Tennen und zwei Ställen in Holz, 1834 (i).
Das Einhaus dokumentiert das Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach, eine charakteristische Nutzungskombination in vormoderner Zeit. Es ist ein anschaulich überliefertes Bauzeugnis des 19. Jhs. und dokumentiert die landwirtschaftlich geprägte Vergangenheit der Gemeinde. |
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Gasthaus zum Adler | Küssaburgstraße 26 (Karte) |
Winkelbau in Ecklage, zweigeschossiger Putzbau unter Walm- bzw. Krüppelwalmdach, der Eingang in der abgeschrägten Ecke, nach Norden eingeschossiger Vorbau, die Kellerzugänge in der Gartenmauer, 1907 (a).
Der Adler, an verkehrsgünstiger Stelle im Ortsgefüge, wird urkundlich schon 1706 erwähnt. Nach einem Brand wurde 1907 das heutige Gebäude errichtet, das mit seinen ländlichen Jugendstilformen mit zahlreichen zeittypischen Ausstattungselementen diese Epoche sehr anschaulich repräsentiert. Als traditionsreicher, im öffentlichen Leben der Gemeinde eine wichtige Rolle spielender Bau besitzt das Gasthaus auch ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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| Laufbrunnen | Küssaburgstraße 26 (Karte) |
Achteckiger Brunnentrog und vasenbekrönter Pfeiler als Brunnenstock, Granit, 1866 (i).
Der Brunnen ist ein wichtiges Zeugnis für die Wasserversorgung des 19. Jahrhunderts. Er steht zentral in Ortsmitte am repräsentativen Platz vor den Gasthaus Adler. Mit seiner zeittypischen Formensprache mit antikisierenden Motiven an der Brunnensäule steht er zudem beispielhaft für diese charakteristischen und dekorativen Bestandteile der Dörfer, die als Treffpunkt der Dorfgemeinschaft dienten. |
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| Wohnhaus mit Ökonomieteil | Römerweg 2 (Karte) |
Zwei- bzw. talseitig dreigeschossiger verputzter Bau mit Satteldach und nach Süden einem Treppengiebel, das Untergeschoß und ein seitlicher Anbau ursprünglich für landwirtschaftliche Nutzung, die Untergeschosse massiv, das vorkragende Obergeschoß Fachwerk. 16./frühes 17. Jahrhundert, an der Wetterfahne die Datierung 1891.
Das im Kern sehr alte, später mehrfach veränderte Wohnhaus kann wichtige Rückschlüsse auf das Bauen und Wohnen in der frühen Neuzeit in Schwerzen geben. Möglicherweise ist der Bau in einem herrschaftlichen Kontext entstanden. |
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| Wegkreuz in späthistoristischer Tradition | Römerweg (Karte) |
Sandstein und Metallguss, 1920 (i).
Das Wegkreuz ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit zu Beginn des 20. Jh. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die lokale Kulturlandschaft in besonderer Weise. |
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Willmendinger Schloss | Willmendinger Straße 26 (Karte) |
1609 von dem Freiherrn Johann Jakob Beck erbaut, umfasste ursprünglich auch Ökonomiegebäude, Kapelle, Gartenanlage und Ummauerung; Schlossbau als großer kastenförmiger dreigeschossiger Massivbau mit Halbwalmdach, einige Fenster mit gekehlten, z.T. zusätzlich genasten Gewänden, mächtige Strebepfeiler nach Nordwesten, dort auch der Treppenhausturm mit steinerner Wendeltreppe, Haustür-Türblatt klassizistisch.
Das Schloss wurde 1607 an Johann Jakob Beck, später genannt von Wilmendingen, durch die Landgrafschaft Klettgau geliehen. Er war Landvogt der Landgrafschaft, kaiserlicher Notar und Landschreiber von Vaduz. Franz Xaver von Beck verkaufte 1803 alles an die Fürsten von Schwarzenberg. Der 1607/09 erbaute Ortsadelsansitz wurde 1720 umgebaut und besaß eine dem Heiligen Franz Xaver geweihte Kapelle. Seit 1923 befindet es sich im Besitz der Gemeinde Schwerzen, zeitweilig diente es als Schule, 1989/90 verkaufte es die Gemeinde an Privat. Der stattliche Rechteckbau in den Formen der Spätrenaissance - heute inmitten eines Neubaugebietes gelegen - ist ein zentrales bauliches Zeugnis der Herrschaftsgeschichte im Raum und für die Ortsgeschichte daher von besonderer Bedeutung. |
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| Bauernhaus | Willmendinger Straße 36 (Karte) |
Unterkellertes Quereinhaus mit zweigeschossigem Wohnteil, Satteldach mit Kniestock, Fachwerk, heute verputzt mit aufgemalter Eckquaderung, der Giebel des Wohnteils mit Holzverkleidung, Mitte 19. Jahrhundert, vielleicht mit älterem Kern.
Das bäuerliche Anwesen im Ortsteil Willmendingen ist ein Zeugnis des Bauen, Wohnens und Wirtschaftens im 19. Jh. und ein anschauliches Baudokument der bäuerlichen Vergangenheit im Ort. |
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Wutöschingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wasserreservoir | Bohlweg 26 (Karte) |
Die Eingangsseite des Hochbehälters späthistoristisch gestaltet, mit Metalltüre, um 1900.
Der Hochbehälter ist Zeugnis der Einrichtung einer modernen Wasserversorgung in Wutöschingen. Jenseits seiner Funktion wurde das Eingangsbauwerk als Staffage in der Kulturlandschaft in historistischer Formensprache gestaltet, wobei die repräsentative Fassade die Bedeutung der kommunalen Wasserversorgung verdeutlicht. Das Bauwerk hat orts- und infrastrukturgeschichtliche Bedeutung. |
98887483 | ||
| Trotte/Kelter (heute Mehrzweckhaus) | Hauptstraße 21 (Karte) |
Zweigeschossiger, massiver Treppengiebelbau mit giebelseitigen Rundbogentoren, verputzt, Satteldach, Wappen mit Datierung 1566 (1965 renoviert).
Der stattliche Massivbau mit markantem Treppengiebel ist ein wichtiges bauliches Zeugnis des Weinbaus in Wutöschingen und ein historischer Ankerpunkt im Ortsbild des Unterdorfs. |
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| Wegkreuz | Hegeweg 21 (Karte) |
Haustein, der Corpus Metallguss, farbig gefasst, späthistoristisch, um 1900.
Das Wegkreuz an der Kreuzung, wo Hegeweg und Sauerbachweg auf die Rechberger Straße treffen, ist ein Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. |
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Kath. Pfarrstelle Wutöschingen | Kirchstraße 3, 3 b (Karte) |
Bestehende aus: Kirche St. Maria Magdalena, schlichter Saalbau mit eingezogenem Chor, freistehender Glockenturm, Rundbogenfenster, stilisierte Rosette im Westen, im Inneren gewölbte Holzdecke, Wandmosaike, Gestühl, Taufkapelle, nach Plänen von Architekt Gregor Schröder (Freiburg) erbaut, künstlerische Ausstattung Hans Baumhauer (Freiburg), 1954/55; Pfarrhaus, eingeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach, mit Ausstattung, 1950/51.
Das in den 1950er-Jahren außerhalb des alten Ortskerns erbaute Ensemble bildet eine städtebauliche Gruppe mit Vorplatz. Zum Einsatz kam eine architektonische Formensprache, die aus der Reformarchitektur der Stuttgarter Schule entwickelt wurde. Der schlichte Saalbau der Kirche erhält durch die leitmotivmäßig variierten Rundbogen und die Assoziation an Romanik seine Eingliederung in die Kirchenbautradition. Die Ausstattung mit Glasfenstern, Wandmosaiken, mit viel Holz und rotbraunen Natursteinen fügt sich zu einer zeittypischen harmonischen Einheit. Qualitativ herausragend ist die künstlerische Ausstattung der Taufkapelle. Der eingeschossige Walmdachbau des Pfarrhauses ist die historisch-funktionale Ergänzung der Pfarrstelle. Kirche und Pfarrhaus sind wichtige Punkte im Ortsbild der Gemeinde aus der Nachkriegszeit und ein zentrales Zeugnis der Kirchengeschichte in Wutöschingen. |
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| Winkelgehöft mit zweigeschossigem Wohnhaus mit Laube und Stall-Scheune | Rechberger Straße 1 (Karte) |
Beides verputzt. Die Scheune mit für die Entstehungszeit charakteristischem Halbrundfenster und Datierung 1810 am Gewände des Tennentors.
Das Gehöft im zentralen Teil des alten Oberdorfes bezeugt das Bauen und Wohnen in vorindustrieller Zeit in Wutöschingen und die bäuerliche Tradition der Landbewirtschaftung im Ortsbild. |
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| Ehem. herrschaftliches Gebäude mit Zehntscheuer | Rechberger Straße 4 (Karte) |
Gehörte zum Kloster Rheinau, ausgesprochen stattliches, im Wohnteil dreigeschossiges, unterkellertes Quereinhaus, profilierte Fenstergewände, ursprünglich z.T. Biforen (der Ansatz der herausgebrochenen Mittelstützen ist z.T. noch vorhanden), wohl frühes 16. Jahrhundert, eines der Fenstergewände 1776 (i).
Der im Kern sehr alte, durch seine stattliche Kubatur im Ortsbild hervorstechende, kombinierte Wohn- und Ökonomiebau ist ein Dokument der vielgestaltigen Herrschaftsgeschichte, insbesondere aus des Abgabewesens der Feudalzeit, in Wutöschingen. |
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| Aluminiumwerke Wutöschingen AWW | Werkstraße 4 (Karte) |
1904 Gründung des Metall-Gießereibetriebs “Fritz Burr”; 1914 Umbenennung in Aluminium-Walzwerk und neue Rechtsform; Spezialisierung auf Zeppelin- bzw. Flugzeugbau, bei Kriegsende das modernste Aluminium-Walzwerk Europas, demontiert; heute Aluminium-Halbzeuge; bestehend aus:
Verwaltungsgebäude, 1936, erweitert 1940 um das Magazin, in der Formensprache der Moderne errichteter, dreigeschossiger langgestreckter Baukörper, dominiert vom etwas höheren Kopfbau mit Pförtnerloge, Direktion und großem Besprechungsraum. Dieser, dem Fabrikeingang zugewandte Flachdach-Kopfbau ist das formal beherrschende Gebäude. Das asymmetrische Erdgeschoss mit dynamisch geschwungenem Vorbau und einer auf dünnen Stützen ruhenden Vorhalle; an der Nahtstelle zwischen den ungleichen Bauteilen springt wie eine Plastik senkrecht dazu eine schmale Wandscheibe für den Beleuchtungskörper vor. Die zurückgesetzten, symmetrisch beruhigten Obergeschosse sind gegliedert durch Mittelrisalit und dreiteilige, hochrechteckige Fenstergruppen. Im Inneren im Treppenhaus Elemente des Art Deco, der Besprechungsraum mit der dunklen Holzausstattung traditioneller; seitlich daneben steht die Werkskantine von 1919 samt dem an der Rückseite angebaute Festsaal von 1936 in den Formen des Heimatstils. Die Kantine entsprechend ihrer frühen Entstehungszeit detailreich mit Walmdach, holzverkleidetem Obergeschoß, plastischen Gliederungselementen an den Türgewänden etc. sowie einer vor allem in Holz ausgeführten, volkstümlichen Innenausstattung, der Festsaal mit Satteldach und hochrechteckigen, gleichmäßig gereihten Fenstern entsprechend der späteren Entstehungszeit sehr viel strenger. Beide Bauten einschließlich vieler Details wie Lampen, auch Wandmalereien etc. erhalten; giebelständig hinter dem Verwaltungsbau schließen das Laborgebäude mit gediegener Ausstattung und die im Anspruch einfachere Lehrwerkstatt von 1939 an, Satteldachputzbauten in späten, strengen Heimatstilformen; die Presse 6 von 1921 (ursprünglich wohl Sandgießerei) ist in den an Klassizistisch-spätbarockes anknüpfenden, repräsentativ-strengen Industriebauformen des frühen 20. Jahrhunderts errichtet. Die Wände des Putzbaus sind durch Lisenen oder lisenenartige, schmale Wandstücke und große, sprossierte Fensterflächen geöffnet. Die Konstruktion im Inneren ist ähnlich wie bei Presse 5, das Oberlicht ist jedoch als Dachreitergaupe ausgebildet; die Presse 5 1941 als Umschmelzwerk erbaut. Als Fabrikationsgebäude in der Formensprache der Moderne errichtet. Das langgestreckte Gebäude auf gemauertem, verputztem Erdgeschoß, dieses an den Stirnseiten mit zweigeschossigen, turmartig erhöhten Ecken, jeweils mit Flachdächern. Das mit Eisensprossen gegliederte Glas der Obergeschosse ist an den Turmseiten zwischen die massiven Türme eingespannt, an den Seiten ist es zurückgesetzt. Im Inneren sind die zwei parallelen Oberlichthallen mit einer Konstruktion aus Eisenguss-Fachwerkträgern und Bimssteinelementen konstruiert; die Werksschreinerei von 1939, deren Satteldach über einem Hängewerk errichtet ist, ist ein Putzbau in Heimatstilformen. Die bis heute erhaltenen Fabrikgebäude aus der Anfangs- bzw. der Blütezeit der 1920er bis 1940er Jahre wurden vom Architekten Stephan Müller aus Tiengen erbaut. Sie sind entlang zweier paralleler Werksstraßen erbaut, wobei Verwaltungsgebäude, Labor und Lehrwerkstätte mit den Schmalseiten hintereinander gereiht die Mittelachse bilden, die Produktionsbauten seitlich angeordnet sind. Bemerkenswert an der Anlage ist, dass Verwaltungsgebäude und Produktionsbauten in den Formen der Moderne, Kantine, Festsaal und andere, dem Handwerklichen dienende Bauten im Heimatstil errichtet sind. Die Zuordnung von Stilen nach den Inhalten der Bauaufgabe ist ein im öffentlichen Bewusstsein kaum verankertes Charakteristikum für Industrieanlagen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Die AWW ist ein zentrales wirtschafts- und industriegeschichtliches Zeugnis im Wutachtal, wobei das ausgedehnte Aluminiumwerk Dank der Wasserkraft seit 1902 als eines der frühesten im Hochrheingebiet besteht. |
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Einzelnachweise
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.