Liste der Kulturdenkmale in Pfaffengrund

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In der Liste der Kulturdenkmale in Pfaffengrund sind alle unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale des Heidelberger Stadtteils Pfaffengrund aufgelistet, die in der Denkmaltopographie Stadtkreis Heidelberg. (= Teilband 1 und 2 der Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Baden-Württemberg Band II.5.1, herausgegeben von Melanie Mertens. Jan Thorbecke Verlag 2013) verzeichnet sind. In der Stadt Heidelberg befinden sich rund 2900 denkmalgeschützte Gebäude.[1]

Stauffenberg-Schule in Pfaffengrund

Sie ist auf dem Stand von 2012/13 und verzeichnet sind die nachfolgenden unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmäler.

Diese Liste ist nicht rechtsverbindlich. Eine rechtsverbindliche Auskunft ist lediglich auf Anfrage bei der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Heidelberg erhältlich.[2]

Allgemein

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Pfaffengrund – Gartenstadt-Siedlung wird zum neuen Stadtteil

Ausgehend von der Gartenstadt- und Heimstättenbewegung, dem Beginn des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland – und vor dem Hintergrund der allgemeinen Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg – ist mit der Siedlung Pfaffengrund erstmals in Heidelberg ein neuer Weg beschritten worden. Sie ist das erste genossenschaftliche Bauprojekt in Heidelberg, verwirklicht von der Baugenossenschaft „Gartenstadt“, die sich in Gemeinnützige Baugenossenschaft für Volks- und Kriegerheimstätten umbenannte. Der Plan orientierte sich an Dresden-Hellerau und Karlsruhe-Rüppurr. Der Pfaffengrund ist die erste planmäßig angelegte, großflächige Stadterweiterung und somit einer der jüngsten Stadtteile Heidelbergs.

Kulturdenkmale in Pfaffengrund

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Siedlung Pfaffengrund
zugehörige Adressen

Am Markt 1-22
An der Bahn 2, 4, 14, 16
Drosselweg 1–15, 17, 19, 21, 23
Eppelheimer Landstraße 71, 79, 81, 83, 85
Finkenweg 2, 4, 6, 8, 9–16, 18, 20, 22, 24
Kuckucksweg 1–24, 26
Marktstraße 1–42, 44, 46, 48
Meisenweg 1–4
Obere Rödt 1–4, 6, 8, 10, 12, 14, 15, 16, 18, 20–29, 31
Pfaffengrunder Platte 1–12
Pfaffengrundstraße 1–36, 36a, 37, 38, 38a, 39–44, 44a, 45, 46, 46a, 47–60, 62–74 (gerade), 75, 76, 77, 79–111 (ungerade)
Reiherstraße 1–22
Richard-Drach-Straße 4–14 (gerade)
Schräger Weg 2–22 (gerade)
Schützenstraße 2, 4, 14–32 (gerade)
Schulplatz 1–9, 11–19 (ungerade)
Spatzenweg 1–14
Starenweg 1–12, 14–28 (gerade)
Storchenweg 1–23 (ungerade)
Untere Rödt 1–11, 13
Zeisigweg 1, 2

1919–1928, 1932/33, 1934–1936 1919 als halbländliche Stadtrandsiedlung durch die Gemeinnützige Baugenossenschaft für Volks- und Kriegerheimstätten nach dem Bebauungsplan von Ludwig Schmieder begonnen und in sechs Bauabschnitten bis 1928 in der Ausdehnung Möwenweg, Eppelheimer Landstraße, An der Bahn und Schützenstraße ausgeführt. 1932/33 und 1934–1936 als Stadtrandsiedlung mit verändertem Konzept fortgeführt.

Die Siedlung Pfaffengrund dokumentiert als erste Siedlung Heidelbergs, wie sich auch in dieser Stadt die neuen gesellschaftlichen und architektonischen Anforderungen im Siedlungs- und Wohnungsbau des frühen 20. Jahrhunderts durchgesetzt haben
Geschützt nach § 2 DSchG


Bahnwärterhäuschen, heute Vereinshaus der Pfaffengrunder Karnevalsgesellschaft e. V. Diebsweg 22
(Karte)
nach 1873 Wenige Jahre nach Eröffnung der Bahnstrecke Heidelberg–Speyer 1873 errichtet, entspricht dem Typenentwurf eines Bahnwärterhauses 3. Klasse von Friedrich Eisenlohr. Gewände und Sockel aus rotem Sandstein heben sich vom Putz im Parterre gut ab, das Obergeschoss ist holzverkleidet und weist Zierleisten auf.

Ein charakteristisches Wohn- und Betriebsgebäude eines niederrangigen Bahnbeamten, ein frühes Zeugnis der zu diesem Streckenabschnitt gehörenden Funktionsgebäude.
Geschützt nach § 2 DSchG


Weitere Bilder
Evangelische Auferstehungskirche Obere Rödt 11
(Karte)
1949/50 Nach dem Entwurf von Hermann Hampe von 1938. Eine verputzte Backsteinbasilika in strengen sachlichen Formen. Seitlicher Chorturm mit 5 Glocken.
Geschützt nach § 2 DSchG

Heim der Hitlerjugend, heute Kindertagesstätte Obere Rödt 33
(Karte)
1935, Sanierung 2007 Zweigeschossiger Putzbau von A. Scholl.
Geschützt nach § 2 DSchG
Evangelisches Gemeindehaus Pfaffengrundstraße 70
(Karte)
1924/25 Blockhafter Putzbau von Architekt Döring; mit überhöhtem Mittelrisalit und Glockendachreiter in barockklassizistischen Formen.
Geschützt nach § 2 DSchG
BW

Weitere Bilder
Wohnhäuser, Schule, heute Stauffenbergschule Schulplatz 1–7, 9–19 (ungerade)
(Karte)
1924–1926 Der elfachsige Kernbau der Schule wurde 1938/39 um vier Achsen nach Süden erweitert; und 1957 nach Norden das Pendant dazugebaut. Die Wohnhäuser Nr. 2 und 6 waren Lehrerhäuser. Sie haben ein kräftiges Gurtgesims, die übrigen Häuser des Platzes sind ebenfalls kräftig architektonisch akzentuiert. 1994 wurde der Platz saniert, er ist einer der wenigen, der dem Plan von Schmieder entspricht.
Geschützt nach § 2 DSchG

Weitere Bilder
Katholische Pfarrkirche St. Marien Schützenstraße 19
(Karte)
1938/39 Nach Plänen von Anton Ohnmacht als erster massiver Kirchenbau im Pfaffengrund gebaut, erst 1947 geweiht. Schlichter verputzter Hallenbau mit rechteckigem Grundriss und seitlich angefügtem Turm; Klarheit und Strenge der Proportionen überzeugen auch noch heute.
Geschützt nach § 2 DSchG

Wächterhäuschen Schützenstraße 21
(Karte)
1752 Barockes Schildwachhaus von 1752, wohl von Wilhelm Rabaliatti entworfen. 1856 gelangte es in den Pfaffengrund als Unterstand für Feldschützen. 1989 saniert und neu aufgestellt.
Geschützt nach § 2 DSchG

Wohnhaus Schwalbenweg 29
(Karte)
1937 Hermann Hampe entwarf es für Hauptlehrer Wöhrle. Ein einigermaßen vollständig erhaltenes Privathaus aus der mittleren Siedlungsphase des Pfaffengrundes vor dem Zweiten Weltkrieg.
Geschützt nach § 2 DSchG
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Literatur

  • Stadtkreis Heidelberg. (= Teilband 1 und 2 der Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Baden-Württemberg Band II.5.1) Herausgegeben von Melanie Mertens. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2013, ISBN 978-3-7995-0426-3, Teilband 2, S 373–383.

Einzelnachweise

Siehe auch

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