Liste der Stolpersteine in Eibenstock
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Die Liste der Stolpersteine in Eibenstock führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine in Eibenstock auf. Sie enthalten Angaben, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.
Hintergrund
Die Stadt Eibenstock erhielt am 19. September 2025 die ersten sechs Stolpersteine an zwei Standorten, welche an von den Nationalsozialisten verfolgte und zum Teil ermordete jüdische Bürger Eibenstocks erinnern. Sie wurden von Gunter Demnig persönlich verlegt. Ausgangspunkt für die Denkmalsetzung waren historische Forschungen der aus Eibenstock stammenden Brüder Matthias und Friedrich Weigel, der Mitarbeiterin der Eibenstocker Stadtverwaltung, Krystin Jäkel und des Schülers Tim Staab, der sich im Rahmen einer Schul-Facharbeit mit dem Schicksal der Eibenstocker Juden befasste.[1][2]
Liste
| Bild | Adresse, Lage |
Name | Inschrift | Kurzvita |
|---|---|---|---|---|
| Postplatz 1 08309 Eibenstock (Lage) |
Emma Salomon | Hier arbeitete Emma Salomon geb. Neumann Jg. 1864 deportiert 1942 Theresienstadt Treblinka ermordet |
Mutter von Bertha Fleischer, geb. Salomon | |
| Harry Fleischer | Hier arbeitete Harry Fleischer Jg. 1889 deportiert 1942 Ghetto Bełżyce Majdanek ermordet |
Harry Fleischer übernahm vor dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Frau Bertha Fleischer das Warenhaus „Kalitzki Nachfolger“ am Postplatz 1 in Eibenstock. Nach den Novemberpogromen 1938 wurde er in „Schutzhaft“ genommen und 1942 mit seiner Frau zunächst in ein Judenhaus nach Plauen und später in das Ghetto Bełżyce deportiert. Harry Fleischer wurde im Konzentrationslager Majdanek ermordet.[1] | ||
| Bertha Fleischer | Hier arbeitete Bertha Fleischer geb. Salomon Jg. 1895 deportiert 1942 Ghetto Bełżyce ermordet |
Bertha Fleischer übernahm vor dem Zweiten Weltkrieg mit ihrem Mann Harry Fleischer das Warenhaus „Kalitzki Nachfolger“ am Postplatz 1 in Eibenstock, wo auch ihre Mutter Emma Salomon arbeitete. Nach den Novemberpogromen 1938 wurde ihr Mann in „Schutzhaft“ genommen und beide 1942 zunächst in ein Judenhaus nach Plauen und später in das Ghetto Bełżyce deportiert. Dort wurde Bertha Fleischer ermordet.[1] | ||
| Schneeberger Straße 2 08309 Eibenstock Lage |
Louis Levy | Hier wohnte Louis Levy Jg. 1871 gedemütigt / entrechtet mehrfach inhaftiert tot an den Folgen 18. März 1940 Berlin |
Gemeinsam mit seiner Frau Erwine Levy führte Louis Levy bis 1936 ein Konfektionsgeschäft in der Schneeberger Straße 2 in Eibenstock. Nach den Novemberpogromen 1938 wurde er in „Schutzhaft“ genommen. Ob er noch einmal freigelassen wurde, ist unklar. Er starb am 18. März 1940 in einem Krankenhaus in Berlin.[1] | |
| Helene Rosen | Hier wohnte Helene Rosen geb. Levy Jg. 1910 Flucht 1936 Tschechoslowakei USA |
Tochter von Louis und Erwine Levy. Konnte 1936 dem nationalsozialistischen Deutschland rechtzeitig durch Flucht über die Tschechoslowakei in die USA entkommen. | ||
| Erwine Levy | Hier wohnte Erwine Levy geb. Schönbaum Jg. 1873 gedemütigt / entrechtet Flucht in den Tod Verhör durch Gestapo Sprung aus dem Fenster 9. Juli 1942 Plauen |
Gemeinsam mit ihrem Mann Louis Levy führte Erwine Levy bis 1936 ein Konfektionsgeschäft in der Schneeberger Straße 2 in Eibenstock. Nach dem Tod ihres Mannes wurde Erwine Levy 1942 wie Berta und Harry Fleischer in ein Judenhaus nach Plauen abtransportiert, wo sie sich nach Verhören durch die Gestapo durch einen Sprung aus dem Fenster das Leben nahm.[1] |
Verlegedaten
- 19. September 2025: Schneeberger Straße 2 und Postplatz 1.[2]