Liste der Stolpersteine in Hemer
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Die Liste der Stolpersteine in Hemer enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Hemer verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Hemer lebten und wirkten.
Verlegte Stolpersteine
| Adresse | Verlege- datum |
Person, Inschrift | Bild | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| Hauptstraße 119 |
6. März 2008 | Hier wohnte Arthur Gottschalk Jg. 1882 deportiert 1943 Auschwitz ermordet Juni 1943 |
Im Haus Hauptstraße 119 hatte sich Arthur Abraham Gottschalk (* 15. August 1882[1]) im Oktober 1932 mit einem Mode- und Manufakturgeschäft als Einzelkaufmann selbstständig gemacht. Im Auftrag seiner Tochter Shoshana Avimeir aus Israel wurde am 7. März 2008 bei einer Gedenkfeier ein Stolperstein zur Erinnerung verlegt.[2] | |
| Hauptstraße 119 |
28. März 2025[3] | Hier wohnte Ida Gottschalk Jg. 1887 Flucht 1933 Holland deportiert 1943 Auschwitz ermordet 26.1.1943 |
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| Hier wohnte Erich Reinsberg Jg. 1909 Flucht 1933 Holland verhaftet 1941 deportiert KZ Buchenwald KZ Mauthausen ermordet 10.10.1941 |
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Liese Reinsberg verh. Neumann Jg. 1913 Flucht 1933 Holland interniert Westerbork deportiert 1942 Auschwitz ermordet 30.9.1942 |
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| Hier wohnte Lotte Reinsberg verh. Cohen Jg. 1913 Flucht 1933 Holland 1939 Palästina |
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| Hauptstraße 265 |
28. März 2025[3] | Hier wohnte Salli Bartmann Jg. 1882 deportiert 1942 Ghetto Zamosc Bełzec ermordet |
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| Hier wohnte Mathilde Bartmann geb. Blumenthal Jg. 1884 deportiert 1942 Ghetto Zamosc Bełzec ermordet |
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| Hier wohnte Siegmund Bartmann Jg. 1903 Flucht 1933 USA |
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| Hier wohnte Erich Hans Bartmann Jg. 1906 Flucht 1939 England USA |
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| Hauptstraße 309 |
28. März 2025[3] | Hier wohnte Isidor Blumenthal Jg. 1887 Schutzhaft 1938 Zwangsarbeit 1940 deportiert 1944 Auschwitz befreit |
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| Bahnhofstraße/Spiethländer Weg |
28. März 2025[3] | Hier wohnte Julius Friedland Jg. 1893 deportiert 1942 Theresienstadt 1944 Auschwitz ermordet |
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| Hier wohnte Elfriede Friedland geb. Blumenthal Jg. 1893 deportiert 1942 Theresienstadt 1944 Auschwitz ermordet |
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| Hier wohnte Ruth Friedland Jg. 1922 deportiert 1942 Theresienstadt 1944 Auschwitz ermordet |
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| Ostenschlahstraße 59 |
13. Nov. 2025[4] | Kriegsgefangenenlager Stalag VI A Hemer 1939–1945 Hier in der ehemaligen Kaserne wurden insgesamt etwa 200.000 Soldaten aus europäischen Ländern – ab 1943 vor allem aus der Sowjetunion – gefangen gehalten und in Zwangsarbeit geschickt. Krankheiten, Hungerrationen, Menschenverachtung, Gewalt und Rassismus führten etwa 11.000 meist sowjetische Gefangene in den qualvollen Tod. |
Stolperschwelle beim Sauerlandpark Hemer zur Erinnerung an die Opfer des Kriegsgefangenenlagers Stalag VI A. |
Literatur
- Antonia Friedrich, Wilhelm Friedrich Holve, Gisela Knauel, Ingrid Mirkes-Mirbach, Eduard Schenk, Eberhard Thomas, Anne-Babett Woelke-Westhoff: Das Grauen der Vergangenheit als Mahnung für die Gegenwart. Stolpersteine erinnern an das Schicksal Hemeraner Jüdinnen und Juden. In: Bürger- und Heimatverein Hemer (Hrsg.): Der Schlüssel. Jahrbuch 2025, S. 8–21.
Weblinks
Commons: Stolpersteine in Hemer – Sammlung von Bildern
- Stolpersteininformationen auf der Website der Stadt Hemer
- stolpersteine.eu
- Abfragebeispiel der in OSM eingetragenen Stolpersteine
- Paul Kramme: Tränen der Erinnerung für Arthur Gottschalk, ermordet im Juni 1943. In: Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung. Funke Mediengruppe, 7. März 2008.