Liste der Stolpersteine in Neu-Anspach
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Die Liste der Stolpersteine in Neu-Anspach enthält die Stolpersteine, die vom Kölner Künstler Gunter Demnig in der südhessischen Stadt Neu-Anspach verlegt wurden. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie liegen im Regelfall vor dem letzten selbstgewählten Wohnsitz des Opfers.
Verlegte Stolpersteine
| Stolperstein | Übersetzung | Verlegeort | Name, Leben |
|---|---|---|---|
| HIER WOHNTE HEINRICH MAAS JG. 1903 [...] ZUCHTHAUS PREUNGESHEIM HINGERICHTET 16.6.1942 |
Schubertstraße | Heinrich Maas wurde am 27. August 1903 geboren. Er war Dreher und arbeitete bei der Frankfurter Maschinenbau AG. Als überzeugter Kommunist war er im Widerstand tätig. Er leitet eine Gruppe von Sozialdemokraten und Kommunisten in seinem Betrieb, die ausländische Radiosender abhörte und deren Nachrichten an anderer Arbeiter weiterleitete. Er wurde wegen „umstürzlerischer Mundpropaganda“ verhaftet und wegen Rundfunkverbrechen und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt. Er wurde, es gibt unterschiedliche Angaben, am 16. Juni 1942 oder am 3. Juli 1942 im Strafgefängnis Preungesheim mit dem Fallbeil hingerichtet. | |
| HIER WOHNTE TONI PRIESTER JG. 1912 [...] WEILMÜNSTER ERMORDET 17.7.1943 |
Weilstraße | Toni Priester geb. Datz wurde am 26. November 1912 in Anspach geboren. Sie wurde in die Zwischenanstalt Weilmünster eingeliefert und dort im Rahmen der Aktion T4 am 17. Juli 1943 ermordet.[1] | |
| HIER WOHNTE WALTER RÜHL JG. 1906 MEHRMALS KZ-HAFT EINGEZOGEN 1941 STRAFBATAILLON 999 TOT 1945 |
Pfarrgasse | Walter Rühl (1906–1945) war im kommunistischen Widerstand tätig. E, wurde in verschiedene Konzentrationslager verschleppt. Er wurde letztlich im Strafbataillon 999 eingesetzt und kam in der Schlussphase des WK2 ums Leben. | |
| HIER WOHNTE ANNA SCHÖFFNER JG. [...] [...] HADAMAR |
Breitestraße | Anna Schöffner fand in der Euthanasieanstalt Hadamar 1944 den Tod. | |
| HIER WOHNTE GRETEL STRAUSS JG. 1923 [...] SOBIBOR |
Höhenstraße Rod am Berg |
Gretel Strauss wurde am 11. April 1923 in Rod am Berg, damals zu Usingen gehörig, geboren. Sie wurde im Juni 1942 in das Vernichtungslager Sobibor verschleppt und dort ermordet. (1923–1942)[2] | |
| HIER WOHNTE JOHANNA STRAUSS JG. 1879 [...] |
Höhenstraße Rod am Berg |
Johanna Strauss wurde am 15. Oktober 1879 in Rod am Berg, damals zu Usingen gehörig, geboren. Sie wurde im Juni 1942 an einen unbekannten Ort verschleppt und danach ermordet.[3] | |
| HIER WOHNTE JULIUS STRAUSS JG. 1883 [...] |
Höhenstraße Rod am Berg |
Julius Strauss (geboren 1883) | |
| HIER WOHNTE MANFRED STRAUSS JG. 1925 [...] |
Höhenstraße Rod am Berg |
Manfred Strauss (geboren 1925) | |
| HIER WOHNTE PAULA STRAUSS JG. 1888 [...] |
Höhenstraße Rod am Berg |
Paula Strauss (geboren 1888) |
Verlegedatum
- 4. März 2007
Weblinks
- Chronik der Stolpersteinverlegungen auf der Website des Projekts von Gunter Demnig