Liste gefährdeter Nutztierrassen
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Die Liste gefährdeter Nutztierrassen gibt einen Überblick über Rassen von Nutztieren, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch sind und dort als gefährdet eingestuft werden.
Grundlagen der Listen
Deutschland
In Deutschland veröffentlicht die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) seit den 1980er Jahren jährlich eine Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen im Bundesgebiet. Die Gefährdungskategorien sind „extrem gefährdet“, „stark gefährdet“, „gefährdet“, „Bestandsbeobachtung“ und „nur noch Einzeltiere“. Eine Rasse wird als gefährdet bezeichnet, wenn der Bestand die Mindestanzahl (Pferde, Schweine, Ziegen, Esel: 5000 Tiere; Schafe: 1500 Tiere; Rinder: 7.500 Tiere) unterschreitet und sich über einen Zeitraum von zwei Jahren durchschnittlich um mindestens 10 % verringert. Die Einstufung in die Gefährdungskategorien geschieht durch Fachleute unter Einbeziehung der Bestandsentwicklung und deren Prognose.[1]
Im Rahmen des Fachprogramms zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen, das 2003 von der Konferenz der Agrarminister des Bundes und der Länder verabschiedet wurde, führt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) die online frei verfügbare Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland (TGRDEU) mit Einstufung in Kategorien nach Bestandsgefährdung.[2] Eine aus diesen Daten erstellte Rote Liste ist der Öffentlichkeit als Rote Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland verfügbar. Die Gefährdungskategorien sind
- „PERH“ (Phänotypische Erhaltungspopulation: unstreitbarer kultureller Wert, jedoch nur noch Rudimente),
- „ERH“ (Erhaltungspopulation),
- „BEO“ (Beobachtungspopulation),
- „NG“ (nicht gefährdet).
Die Kategorisierung geschieht über die Effektive Populationsgröße, die aus der Anzahl an weiblichen und männlichen Tieren errechnet wird. Teilweise wird eine abweichende Einstufung (gekennzeichnet mit *) unter Berücksichtigung zusätzlicher fachlicher Aspekte vorgenommen. Die Liste beinhaltet Pferde, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und Esel. Für die Arten des Geflügels (Huhn, Gans, Ente, Pute) wurde 2006 vom Bund deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) und der GEH eine Gemeinsame Rote Liste alter, heimischer und gefährdeter Geflügelrassen erstellt, die in die Liste der BLE übernommen wurde. Hier gibt es fünf Gefährdungskategorien (Kategorie I = höchste Gefährdung). Die Ausweitung auf andere Nutztierarten wie Kaninchen, Hunde und Bienen wird angestrebt.[3] Dazu werden Rassebeschreibungen der aktuellen Eigenschaften und Leistungen der Haustierrassen geführt.
In diese Liste sind die Rassen aufgenommen, die in der Broschüre der BLE (Stand: 2008)[3], in der TGRDEU[2] oder von der GEH[1] als gefährdet eingestuft werden. In Deutschland veröffentlicht die Vielfältige Initiative zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (VIEH) eine Rote Liste[4] auf der auch ausländische Rassen genannt sind. Jährlich werden alle Bestandszahlen der Nutztier-Archen im In- und Ausland erfasst. Die aktuellen und früheren Bestandszahlen[5] der Vertragshöfe werden veröffentlicht.
Österreich
In Österreich widmet sich die Österreichische Nationalvereinigung für Genreserven (ÖNGENE) der Bestandsaufnahme einheimischer gefährdeter Nutztierrassen und ergreift Maßnahmen zur Erhaltung der gefährdeten Rassen.[6] Darüber hinaus führt die Arche Austria – Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen, die sich aktiv um die Erhaltung gefährdeter Nutztierarten in Österreich bemüht, ebenfalls ein Verzeichnis gefährdeter Rassen.[7] In diese Liste sind zudem die von der ÖNGENE genannten gefährdeten Rassen aufgenommen und einige zusätzliche der Arche Austria. Rassen von Nutztieren, die in Österreich heimisch und dort als gefährdet eingestuft sind, werden von anerkannten Tierzuchtorganisationen betreut und sind gegebenenfalls im Rahmen der Vorhabensart „Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen“ des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft förderfähig.[8]
Zur Maßnahme „Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen“ im österreichischen Programm für eine umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und für das damit verbundene Generhaltungsprogramm „Seltene, erhaltungswürdige Nutztierrassen“ wurde von der ÖNGENE ein Rassenliste seltener Nutztierrassen erstellt.[9][10] Rassen, die in dieser Liste nicht enthalten sind, werden als solche kenntlich gemacht.
Großtiere
59 von 83 einheimischen Rassen der sechs Großtierarten (vormals fünf; im Jahr 2025 wurden erstmalig zwei Eselrassen mit aufgeführt) werden durch den Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen in Deutschland als gefährdet eingestuft.[11]
| Pferd | Esel | Rind | Schwein | Schaf | Ziege | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Phänotypische Erhaltungspopulation |
6 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 7 | |
| Erhaltungspopulation Ne (Effektive Populationsgröße)<200 |
3 | 0 | 7 | 1 | 5 | 0 | 16 | |
| Beobachtungspopulation 200<Ne<1.000 |
5 | 0 | 7 | 4 | 17 | 3 | 36 | |
| nicht gefährdet Ne>1.000 |
14 | 2 | 6 | 0 | 2 | 0 | 24 | |
| Gesamt | 28 | 2 | 21 | 5 | 24 | 3 | 83 | |
Die genannten Gefährdungskategorien des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung werden seit 2025 folgendermaßen definiert.[13]
- Phänotypische Erhaltungspopulationen (PERH)
Die alten einheimischen Nutztierrassen dieser Gefährdungskategorie sind von landeskulturellem Wert. Allerdings kann der noch vorhandene Tierbestand genealogisch nicht eindeutig auf die Ursprungsrasse zurückgeführt werden, oder die Rasse war bei ihrer Wiederbegründung bereits stark mit anderen Rassen vermischt oder umfasste nur noch sehr wenige Tiere, oder die Populationsgrößen sind über mehrere Generationen nur sehr klein geblieben. Aufgrund dessen werden umfassende Erhaltungszuchtprogramme nicht für sinnvoll erachtet.
- Erhaltungspopulationen (ERH)
Die effektive Populationsgröße ist so gering, dass eine starke Existenzgefährdung der Rasse vorliegt. Erhaltungsprogramme, um die Population zu stabilisieren und das Genmaterial zu erhalten, und das Anlegen von Kryoreserven sind unverzüglich in die Wege zu leiten. Gründe für eine Abweichung von der rechnerisch niedriger geschätzten Gefährdung können eine nur noch lokale Verbreitung der Rasse, eine „sehr problematische Züchterstruktur oder die Dynamik des Bestandsrückganges“ sein.
- Beobachtungspopulation (BEO)
Für Rassen der Beobachtungspopulationen, die sich durch eine eingeschränkte effektive Populationsgröße auszeichnen, werden Samen- und Embryonen-Kryoreserven angelegt und ein Monitoring durchgeführt. Falls Ne rechnerisch für ERH spricht, kann eine Einstufung in BEO auch dann vorgenommen werden, „wenn die Population stabil ist und ein wirksames Zuchtprogramm zur Erhaltung der genetischen Varianz angewendet wird.“ Umgekehrt können Rassen in BEO eingestuft werden, obwohl die Gefährdung rein rechnerisch auf NG zu schätzen wäre, wenn ein Gefährdungspotenzial dadurch belegt werden kann, dass die Rasse nur noch lokal verbreitet oder die Züchterstruktur problematisch ist oder der Verlauf des Bestandsrückgangs auf eine besondere Gefährdung hindeutet.
- Nicht gefährdete Rassen (NG)
Rassen, deren effektive Populationsgröße ausreichend groß ist und/oder die keiner dringenden Erhaltungsmaßnahmen bedürfen, sind als nicht gefährdet einzustufen. Auch für sie wird jedoch ein Bestandsmonitoring durchgeführt, da diese Maßnahme für alle Rassen in Deutschland, ungeachtet ihrer Gefährdungskategorie, vorgesehen ist. Abweichungen von der rechnerisch höher geschätzten Gefährdung können gegeben sein, wenn eine „neue oder synthetische Rasse züchterisch nicht konsolidiert ist und jederzeit von vorhandenen Ausgangsrassen reaktiviert werden kann, die Rasse nicht in einem eigenen Zuchtbuch geführt wird“ oder die Rasse weltweit so stark verbreitet ist, dass eine Gefährdung nicht gegeben scheint.
Pferde
| Rasse | Abbildung | Gefährdung in Deutschland und Österreich | Bestand in Deutschland und Österreich |
|---|---|---|---|
| Altösterreichisches Warmblut | ÖNGENE: gefährdet,[14] |
A: 4 Hengste / 9 Stuten | |
| Arenberg-Nordkirchener Pony | GEH: extrem gefährdet[15] |
D: 4 Hengste / 18 Stuten (Stand 2007) | |
Deutsche Reitpferde (Rassegruppe der Populationen):
|
Gesamt: 2.330 Hengste / 50.593 Stuten (2023)[16] Ne=9484
| ||
| Deutsches Reitpony | D: 757 Hengste / 5.981 Stuten (2023)[16] Ne=2492 | ||
| Dülmener Wildpferd | GEH: extrem gefährdet[17] |
D: 8 Hengste / 38 Stuten (2023)[16] Ne=45 | |
| Huzule | ÖNGENE: gefährdet[18] |
D: 2 Hengste / 20 Stuten (2023)[16] A: 4 Hengste / 39 Stuten (Herdbuch 2016) | |
| Lehmkuhlener Pony | GEH: extrem gefährdet |
D: 8 Hengste / 14 Stuten (2023)[16] | |
| Leutstettener | GEH: extrem gefährdet[19] |
D: 1 Hengst / 15 Stuten (2023)[16] Ne=4 | |
| Lipizzaner | ÖNGENE: gefährdet[20] |
D: 9 Hengste / 26 Stuten (2023)[16] A: ca. 200, weltweit ca. 4000 | |
| Noriker | ÖNGENE: gefährdet[21] |
D: 8 Hengste / 54 Stuten (2023)[16] A: 188 Hengste / 4565 Stuten (Herdbuch 2016) | |
| Pfalz-Ardenner Kaltblut | D: 7 Hengste / 26 Stuten (2023)[16] Ne=13 | ||
| Rheinisch-Deutsches Kaltblut | GEH: gefährdet[22] |
D: 127 Hengste / 1.010 Stuten (2023)[16] Ne=529 | |
| Rottaler Pferd | GEH: extrem gefährdet[23] |
D: 1 Hengst / 32 Stuten (2023)[16] Ne=24 | |
| Schleswiger Kaltblut | GEH: stark gefährdet[24] |
D: 17 Hengste / 138 Stuten (2023)[16] Ne=81 | |
| Schwarzwälder Kaltblut | GEH: gefährdet[25] |
D: 90 Hengste / 1011 Stuten (2023)[16] Ne=292 | |
| Schwere Warmblüter (Rassegruppe der Populationen): | GEH: extrem gefährdet – gefährdet[26][27] |
Gesamt: 93 Hengste / 1.191 Stuten (2013)[16] Ne=345
| |
| Senner Pferd | GEH: extrem gefährdet[28] |
D: 3 Hengste / 26 Stuten (2023)[16] Ne=19,5 | |
| Shagya-Araber | ÖNGENE: gefährdet[29] |
A: 114 Zuchttiere (Stand 2016) | |
| Süddeutsches Kaltblut | D: 155 Hengste / 1.803 Stuten (2023)[16] Ne=484 | ||
| Traber | D: 150 Hengste / 271 Stuten (2023)[16] Ne=527 |
Rinder
| Rasse | Abbildung | Gefährdung in Deutschland, Österreich und der Schweiz | Bestand in Deutschland und Österreich |
|---|---|---|---|
| Angler Rind alter Zuchtrichtung (Rotvieh alter Angler Zuchtrichtung) |
GEH: extrem gefährdet |
D: 10 Bullen / 125 Kühe (2013)[30] D: 30 Bullen / 325 Kühe (2014)[31]D: 13 Bullen / 340 Kühe (2023)[32] | |
| Ansbach-Triesdorfer (Triesdorfer Tiger) | GEH: extrem gefährdet[33] |
D: 14 Bullen / 281 Kühe (2023)[32] | |
| Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind | GEH: gefährdet[34] |
D: 19 Bullen / 2.802 Kühe (2023)[32] | |
| Deutsches Shorthorn | GEH: extrem gefährdet[35] |
D: 42 Bullen / 404 Kühe (2023)[32] | |
| Doppelnutzung Rotbunt | GEH: Beobachtung[36] |
D: 14 Bullen / 2.864 Kühe (2023)[32] | |
| Ennstaler Bergschecke | ÖNGENE: hochgefährdet[37] |
A: 590 Tiere (Herdbuch 2016) | |
| Gelbvieh | GEH: Beobachtung[38] |
D: - Bullen / 1.261 Kühe (2023)[32] | |
| Glanrind | GEH: extrem gefährdet[39] |
D: 62 Bullen / 1027 Kühe (2023)[32] | |
| Hinterwälder-Rind | GEH: gefährdet |
D: 9 Bullen / 313 Kühe (2023)[32] | |
| Kärntner Blondvieh | ÖNGENE: hochgefährdet[40] |
A: 1937 Tiere (Herdbuch 2016) | |
| Limpurger | GEH: extrem gefährdet[41] |
D: 31 Bullen / 863 Kühe (2023)[32] | |
| Murbodner Rind | ÖNGENE: gefährdet[42] |
A: 6307 Tiere (Herdbuch 2016) | |
| Murnau-Werdenfelser | GEH: extrem gefährdet[43] |
D: 68 Bullen / 340 Kühe (2023)[32] D: 6 Bullen / 185 Kühe (Fleischnutzung, 2023)[32] | |
| Original Braunvieh | GEH: stark gefährdet[44] ÖNGENE: hochgefährdet[45] |
D: 54 Bullen / 1044 Kühe (2023)[32] A: 2779 Tiere (Herdbuch 2016) | |
| Pinzgauer | GEH: gefährdet[46] ÖNGENE: gefährdet[47] |
D: 3 Bullen / 1102 Kühe (2023)[32] D: 73 Bullen / 1174 Kühe (Fleischnutzung, 2023)[32] A: 4675 ÖPUL-geförderte Zuchttiere (2015)[47] | |
| Pustertaler Sprinzen | GEH: extrem gefährdet ÖNGENE: hochgefährdet[48] |
D: 13 Bullen / 201 Kühe (2023)[32] A: 3.500 Tiere (Herdbuch 2025) | |
| Rätisches Grauvieh | ohne Angaben | ||
| Rotes Höhenvieh | ![]() |
GEH: gefährdet[49] |
D: 150 Bullen / 2.431 Kühe (2023)[32] |
| Tiroler Grauvieh | ÖNGENE: gefährdet[50] |
A: 3839 ÖPUL-geförderte Zuchttiere (2015)[51] | |
| Tux-Zillertaler Rind | ÖNGENE: hochgefährdet[52] |
A: 2.200 Tiere (Herdbuch 2025) | |
| Uckermärker | D: 103 Bullen / 3.273 Kühe (2023)[32] | ||
| Vorderwälder | GEH: Beobachtung[53] |
D: 52 Bullen / 4.897 Kühe (2023)[32] | |
| Waldviertler Blondvieh | ÖNGENE: hochgefährdet[54] |
A: 1.145 Tiere (Herdbuch 2016) |
Schafe
| Rasse | Abbildung | Gefährdung in Deutschland und Österreich | Bestand in Deutschland und Österreich |
|---|---|---|---|
| Bentheimer Landschaf | GEH: gefährdet[55] |
D: 134 Böcke / 2.901 Auen (2023)[56] | |
| Bergschaf | GEH: stark gefährdet[57] ÖNGENE: hochgefährdet[58] |
D: 44 Böcke / 1.017 Auen (2023)[56] A: 7.876 Tiere (Herdbuch 2023) | |
| Bergschaf: | D: 42 Böcke / 492 Auen (2023)[56] | ||
Bergschaf:
|
D: 21 Böcke / 244 Auen (2023)[56] | ||
Bergschaf:
|
GEH: stark gefährdet[59] |
D: 48 Böcke / 1.319 Auen (2023)[56] | |
| Coburger Fuchsschaf | GEH: Beobachtung[60] |
D: 209 Böcke / 4.311 Auen (2023)[56] | |
| Deutsches schwarzköpfiges Fleischschaf | D: 193 Böcke / 5.981 Auen (2023)[56] | ||
| Deutsches weißköpfiges Fleischschaf | GEH: gefährdet[61] |
D: 73 Böcke / 1.545 Auen (2023)[56] | |
| Heidschnucke: | D: 112 Böcke / 4.210 Auen (2023)[62] | ||
| Heidschnucke: | GEH: extrem gefährdet[63] |
D: 51 Böcke / 976 Auen (2023)[56] | |
| Heidschnucke: | GEH: gefährdet[64] |
D: 68 Böcke / 1.611 Auen (2023)[56] | |
| Kärntner Brillenschaf | GEH: extrem gefährdet[65] ÖNGENE: Gefährdete Rasse mit besonderem Generhaltungsprogramm[66] |
D: 42 Böcke / 688 Auen (2023)[56] A: 7812 Tiere (Herdbuch 2023)[67] | |
| Leineschaf (alten Typs) | GEH: extrem gefährdet[68] |
D: 68 Böcke / 1.370 Auen (2014)[69] | |
| Leineschaf | D: 116 Böcke / 3.882 Auen (2023)[56] | ||
| Merinofleischschaf | GEH: gefährdet[70] |
D: 96 Böcke / 4.735 Auen (2023)[56] | |
| Merinolandschaf | D: 234 Böcke / 11.671 Auen (2023)[56] | ||
| Merinolangwollschaf | D: 35 Böcke / 3.187 Auen (2023)[56] | ||
| Ostfriesisches Milchschaf | D: 156 Böcke / 2.552 Auen (2023)[56] | ||
| Rauhwolliges Pommersches Landschaf | GEH: gefährdet[71] |
D: 202 Böcke / 2.690 Auen (2023)[56] | |
| Rhönschaf | GEH: Beobachtung[72] |
D: 122 Böcke / 4.643 Auen (2023)[56] | |
| Skudde | GEH: gefährdet[73] |
D: 192 Böcke / 3.038 Auen (2023)[56] | |
| Steinschaf: | GEH: extrem gefährdet[74] ÖNGENE: hochgefährdet[75] |
D: 55 Böcke / 955 Auen (2023)[56] A: 1.382 Tiere (Herdbuch 2023) | |
Steinschaf:
|
GEH[76] ÖNGENE: hochgefährdet[75] |
D: 102 Böcke / 1.236 Auen (2023)[56] A: 7283 Tiere (Herdbuch 2023) | |
| Steinschaf: | ÖNGENE: hochgefährdet[77] |
A: 1.298 Tiere (Herdbuch 2023) | |
| Steinschaf: | ÖNGENE: gefährdet[78] |
D: 6 Böcke / 26 Auen (2023)[56] A: 4.468 Tiere (Herdbuch 2023) | |
| Ungarisches Zackelschaf | ÖNGENE: hochgefährdet[79] |
D: 22 Böcke / 155 Auen (2023)[56] A: 1.068 Tiere (Herdbuch 2023) | |
| Waldschaf | GEH: stark gefährdet[80] ÖNGENE: hochgefährdet[81] |
D: 56 Böcke / 1.026 Auen (2012)[56] A: 3.013 Tiere (Herdbuch 2023) |
Schweine
| Rasse | Abbildung | Gefährdung in Deutschland und Österreich | Bestand in Deutschland und Österreich |
|---|---|---|---|
| Angler Sattelschwein |
|
D: 21 Eber / 106 Sauen (2023)[82] | |
| Buntes Bentheimer Schwein | GEH: stark gefährdet[84] |
D: 127 Eber / 462 Sauen (2023)[83] | |
| Deutsche Landrasse | D: 136 Eber / 7891 Sauen (2023)[85] | ||
| Deutsches Edelschwein | D: 112 Eber / 3.835 Sauen (2023)[86] | ||
| Deutsches Sattelschwein | GEH: extrem gefährdet[88] |
D: 34 Eber / 284 Sauen (2023)[87] | |
| Leicoma | D: 16 Eber / 121 Sauen (2023)[89] | ||
| Mangalitza-Schwein (Wollschwein) |
GEH: Kategorie „Rassen aus anderen Ländern“ ÖNGENE: hochgefährdet[90] |
D: 17 Eber / 42 Sauen (2018)[91][92][93] A: 234 Tiere (Herdbuch 2016)[90] | |
| Rotbuntes Husumer Schwein | D: 35 Eber / 85 Sauen (2023)[94] | ||
| Schwäbisch-Hällisches Schwein | GEH: stark gefährdet[96] |
D: 46 Eber / 453 Sauen (2023)[95] | |
| Turopolje-Schwein | ÖNGENE: hochgefährdet[97] |
A: 266 Tiere (Herdbuch 2016)[97] |
Ziegen
| Rasse | Abbildung | Gefährdung[98] in Deutschland und Österreich | Bestand[98] in Deutschland und Österreich |
|---|---|---|---|
| Bunte Deutsche Edelziege (BDE) | D: 185 Böcke / 5490 Geißen (2023)[99] | ||
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
|
GEH[100] |
D: 7 Böcke / 175 Geißen (2014)[101] | |
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
|
GEH[102] |
ohne Angaben | |
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
|
GEH[103] |
ohne Angaben | |
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
|
GEH[104] |
ohne Angaben | |
| Blobe Ziege | ÖNGENE: hochgefährdet (2026)[105][106] |
A: 1122 Tiere (2023)[107] | |
| Gämsfärbige Gebirgsziege | ÖNGENE: gefährdet (2026)[108][109] |
A: 4093 Tiere (2023)[107] | |
| Girgentana-Ziege | GEH: hochgefährdet[110] |
D: 18 Böcke / 36 Geißen (2014)[101] | |
| Kupferhalsziege | hochgefährdet[111] |
160 Zuchttiere[112] | |
| Pfauenziege | ÖNGENE: gefährdet[113] |
D: 56 Böcke / 169 Geißen (2014)[101] A: 583 Tiere (2023)[107] | |
| Pinzgauer Strahlenziege | ÖNGENE: hochgefährdet[114][115] |
A: 418 Tiere (2023)[107] | |
| Pinzgauer Ziege | ÖNGENE: hochgefährdet[116][117] |
A: 1013 Tiere (2023)[107] | |
| Simplonziege | hochgefährdet[118] |
ca. 100 Tiere (2017)[119] | |
| Steirische Scheckenziege | ÖNGENE: hochgefährdet[120][121] |
A: 905 Tiere (2023)[107] | |
| Tauernscheckenziege | ÖNGENE: hochgefährdet[122][123] |
D: 21 Böcke / 70 Geißen (2014)[101] A: 3772 Tiere (2023)[107] | |
| Thüringer Waldziege | GEH: stark gefährdet[125] |
D: 147 Böcke / 1.692 Geißen (2023)[124] | |
| Vierhornziege | ohne Angaben | ||
| Weiße Deutsche Edelziege | D: 119 Böcke / 3.374 Geißen (2023)[126] |
Geflügel
Für die Arten des Geflügels wurde zwischen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), dem Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) und der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) eine „Gemeinsame Rote Liste alter, heimischer und gefährdeter Geflügelrassen“ abgestimmt.[127] In der im Juli 2012 durch den Fachbeirat für Tiergenetische Ressourcen bestätigten „Liste alter einheimischer Geflügelrassen in Deutschland“ werden nur die ursprünglichen Farbenschläge geführt. Als heimisch gelten bereits vor 1930 in Deutschland gezüchtete Rassen, die einen nachhaltigen Nutzen haben oder hatten.[128]
Die Einordnung sämtlicher Rassen in vier Gefährdungskategorien orientiert sich an der Anzahl der Zuchten (Zuchtstämme bzw. Zuchtpaare):[129]
Ohne Einordnung in Gefährdungskategorien werden in Österreich gefährdete Rassen nach der Österreichischen Nationalvereinigung für Genreserven (ÖNGENE) und Arche Austria – Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen ergänzt. Ebenfalls ergänzt werden die laut ProSpecieRara, der Schweizerischen Stiftung für die kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren, in der Schweiz gefährdeten Rassen.
Hühner
| Rasse (Farbenschlag) | Abbildung | Gefährdung[130] heimischer Haushühner | Bestand Hähne/Hennen Stand: 2023[131] |
|---|---|---|---|
| Altsteirer (wildbraun, weiß) | lt. ÖNGENE, lt. Arche Austria
|
D: 213/835 | |
| Andalusier (blau-gesäumt) |
D: 74/293 | ||
| Appenzeller Barthuhn | lt. ProSpecieRara Schweiz |
ohne Angaben | |
| Appenzeller Spitzhaubenhuhn | lt. ProSpecieRara Schweiz |
ohne Angaben | |
| Augsburger (schwarz) |
D: 119/480 | ||
| Barnevelder (doppeltgesäumt) |
D: 290/1316 | ||
| Bergischer Kräher (schwarz-goldbraungedobbelt) |
D: 62/236 | ||
| Bergischer Schlotterkamm (gesperbert, schwarz, schwarz-gelbgedobbelt, schwarz-weißgedobbelt) |
D: 22/88 | ||
| Bielefelder Kennhuhn | 720/3063 | ||
| Brabanter | 22/70 | ||
| Brakel (gold, silber) |
D: 169/767 | ||
| Breda | 42/127 | ||
| Deutsches Lachshuhn (lachsfarbig) |
D: 309/1326 | ||
| Deutsches Langschan (blau-gesäumt, schwarz, weiß) |
D: 71/341 | ||
| Deutsches Reichshuhn (gestreift, rot, weiß, weiß-schwarzcolumbia) |
D: 231/1027 | ||
| Deutscher Sperber (gesperbert) |
D: 260/1045 | ||
| Deutsches Zwerghuhn (goldhalsig, orangehalsig, schwarz, silberhalsig, weiß, wildfarbig) |
D: 331/1221 | ||
| Deutsche Zwerg-Langschan (blau-gesäumt, rot, schwarz, weiß) |
D: 50/202 | ||
| Dominikaner (gesperbert) |
D: 37/143 | ||
| Dresdner
(braun) |
D: 416/1879 | ||
| Federfüßiges Zwerghuhn (gelb, gestreift, goldhalsig, gold-porzellanfarbig, isabell-porzellanfarbig, schwarz, schwarz mit weißen Tupfen, silberhalsig, weiß) |
D: 818/2841 | ||
| Hamburger Huhn (blau-gesäumt, goldlack, goldsprenkel, schwarz, silberlack, silbersprenkel, weiß) |
D: 359/1.528 | ||
| Italiener (blau, gelb, gestreift, goldbraun-porzellanfarbig, orangehalsig, rebhuhnhalsig, rot, rotgesattelt, schwarz, schwarz-weißgescheckt, weiß) |
D: 1.193/6.180 | ||
| Krüper (gesperbert, rebhuhnhalsig, schwarz, schwarz-weißgedoppelt, weiß) |
D: 26/93 | ||
| Lakenfelder | D: 322/1327 | ||
| Mechelner (gesperbert, weiß) |
D: 260/1036 | ||
| Minorka (schwarz, weiß) |
D: 55/223 | ||
| Nackthalshuhn | D: 107/447 | ||
| Orpington (blau-gesäumt, braun-porzellanfarbig, gelb, gestreift, rebhuhnfarbiggebändert, rot, schwarz, schwarz-weißgescheckt, weiß) |
D: 276/1035 | ||
| Ostfriesische Möwe (gold-schwarzgeflockt, silber-schwarzgeflockt) |
D: 213/924 | ||
| Plymouth Rock (gelb, gestreift, schwarz, weiß) |
D: 117/462 | ||
| Ramelsloher (gelb, weiß) |
D: 38/160 | ||
| Rheinländer (blau-gesäumt, gesperbert, rebhuhnhalsig, schwarz, silberhalsig, weiß) |
D: 239/973 | ||
| Sachsenhuhn (gesperbert, schwarz, weiß, gelb) |
D: 81/374 | ||
| Schweizerhuhn | lt. ProSpecieRara Schweiz |
ohne Angaben | |
| Stoahendl, auch Steinpiperl oder Steinhendl[133] | lt. alpenrassen.at akut vom Aussterben bedroht |
100–200 Tiere (weltweit) | |
| Sulmtaler | lt. ÖNGENE, |
D: 286/1211 | |
| Sundheimer (weiß-schwarzcolumbia) |
D: 610/2593 | ||
| Thüringer Barthuhn (blau-gesäumt, chamois-weißgetupft, gelb, gesperbert, gold-schwarzgetupft, rebhuhnhalsig, schwarz, silber-schwarzgetupft, weiß) |
D: 213/837 | ||
| Vorwerkhuhn | D: 1055/4589 | ||
| Westfälischer Totleger (gold, silber) |
D: 249/965 | ||
| Wyandotten (blau, gelb, gestreift, gold-blaugesäumt, goldhalsig, gold-schwarzgesäumt, gold-weißgesäumt, rebhuhnfarbiggebändert, rot, schwarz, schwarz-weißgescheckt, silberfarbiggebändert, silberhalsig, silber-schwarzgesäumt, weiß, weiß-schwarzcolumbia) |
D: 535/2.148 |
Gänse
| Rasse (Farbenschlag) | Abbildung | Gefährdung[128] heimischer Hausgänse | Bestand 2023[131] Zuchten (m/w) |
|---|---|---|---|
| Bayerische Landgans | D: 219/335 | ||
| Deutsche Legegans (weiß) |
D: 64/158 | ||
| Diepholzer Gans (weiß) |
D: 126/247 | ||
| Emdener Gans (weiß) |
D: 167/283 | ||
| Landgans | lt. ÖNGENE |
ohne Angaben | |
| Leinegans | D: 85/85 | ||
| Lippegans (weiß) |
D: 23/43 | ||
| Pommerngans (grau, graugescheckt, weiß) |
D: 723/1318 |
Enten
| Rasse (Farbenschlag) | Abbildung | Gefährdung[128] heimischer Hausenten | Zuchten (m/w) Bestand 2023[131] |
|---|---|---|---|
| Aylesburyente (weiß) |
D: 43/70 | ||
| Deutsche Pekingente (weiß) |
D: 183/393 | ||
| Hochbrutflugenten (blau, blau-gelb, schwarz, schwarz mit Latz, weiß, wildfarbig, wildfarbig mit Latz) |
D: 200/379 | ||
| Landente mit und ohne Haube (blau, gelb, schwarz, schwarz-gescheckt, schwarz mit weißem Latz, weiß, wildfarbig, wildfarbig-gescheckt) |
D: 121/252 | ||
| Laufenten (braun, rehfarbig-weißgescheckt, schwarz, weiß) |
D: 183/330 | ||
| Orpingtonente (gelb) |
D: 142/316 | ||
| Pommernente (blau, schwarz) |
D: 80/162 | ||
| Rouenente (wildfarbig) |
D: 129/267 | ||
| Warzenente (blau, blau-gescheckt, blau-wildfarbig, braun-gescheckt, braun-wildfarbig, schwarz-gescheckt, weiß, wildfarbig, wildfarbig mit Latz) |
D: 1219/2692 |
Puten
| Farbenschlag der Deutschen Pute | Abbildung | Gefährdung[128] heimischer Puten | Zuchten (m:w) Bestand 2023 in Deutschland[131] |
|---|---|---|---|
| Deutsche Pute (blau, gelb, kupferfarbig, rot, schwarz, weiß) |
D: 75/162 (ohne Bronzepute und Cröllwitzer Pute) | ||
| Bronzepute | Kat. IV, lt. VHGW |
D: 108/225 | |
| Cröllwitzer Pute | lt. Arche Austria |
D: 232/564 |
Tauben
Infolge der Weiterentwicklung der Methode zur Gefährdungsbeurteilung der Kleintiere wurden mit der Broschüre „Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017“ erstmals in Deutschland einheimische Taubenrassen erfasst. Bezogen auf die ursprünglichen, vor 1930 in Deutschland gezüchteten Farbenschläge, sind sie allesamt nicht gefährdet. Für die drei von ihnen ist eine landwirtschaftliche Nutzung zur Fleischgewinnung belegt:[134]
| in Deutschland einheimische Taubenrasse | Abbildung | Bestand und Gefährdung[131] |
|---|---|---|
| Coburger Lerchen
ursprüngliche Farbenschläge:
|
3.035 Täuber / 3.044 Täubinnen / 511 Züchter | |
| Luchstauben
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2.799 Täuber / 2.823 Täubinnen / 515 Züchter | |
| Steinheimer Bagdetten
ursprüngliche Farbenschläge:
|
||
| Strasser ursprüngliche Farbenschläge:
|
4.236 Täuber / 4.288 Täubinnen / 821 Züchter | |
Kaninchen
Die Bestände aller in Deutschland gezüchteter Kaninchenrassen wurden 2009 erstmals in einer vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanzierten Erhebung erfasst. Sie wurden jedoch noch nicht in Kategorien der Gefährdung eingestuft.[135] Lediglich die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) nahm eine (unvollständige) Einstufung vor.
Im Jahr 2012 beschloss der Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen des BLE, den Aufgabenbereich des „Arbeitskreises Geflügel“ um die Erhaltung der einheimischen Kaninchenrassen zu erweitern. Ein Vertreter des Zentralverbandes Deutscher Rassekaninchenzüchter (ZDRK) wurde in den Arbeitskreis berufen, der in „Arbeitskreis Kleintiere“ umbenannt wurde. 29 Rassen wurden im Arbeitskreis durch Vertreter des ZDRK und des GEH als in Deutschland einheimisch, d. h. bereits vor 1949 in Deutschland mit einem nachhaltigen Nutzen gezüchtet, identifiziert.[136] Die Einstufung gefährdeter Kaninchenrassen in der „Roten Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland 2015“ erfolgte zunächst anhand der GEH-Gefährdungskennzahl (GKZ).[137][138]
Mit der Berechnung der Gefährdungskennzahl (GK) werden sowohl die Anzahl männlicher (Nm) und weiblicher Zuchttiere (Nw), als auch die Anzahl der aktiven Züchter (NZ) berücksichtigt. Mit der Gewichtung um den Faktor 2 wird der besonderen Wichtigkeit der Anzahl Züchter Rechnung getragen.
Die Gefährdungskategorien sind in der Broschüre „Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017“ folgend definiert:[139]
| bis 2016 auf Basis der GEH-Bewertungen[138] | seit 2017 nach BLE | ||||
| GKZ ≤ 100 | Kat. I (extrem gefährdet) | GK ≤ 200 | extrem gefährdet | ||
| 100 < GKZ ≤ 500 | Kat. II (stark gefährdet) | 200 < GK ≤ 400 | stark gefährdet | ||
| 500 < GKZ ≤ 1250 | Kat. III (gefährdet) | 400 < GK ≤ 600 | gefährdet | ||
| GKZ > 1250 | Kat. IV (Vorwarnstufe) | GK > 600 | Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet | ||
| Rasse | Abbildung | Bestandszahlen Zuchten (Rammler/Häsinnen) 2013 in Deutschland, Gefährdung (heimischer Kaninchenrassen)[140][139] |
|---|---|---|
| Alaska
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 1200 Zuchten (2061 Rammler / 3694 Häsinnen) 2023: 576 Züchter (1.028 Rammler / 1.777 Häsinnen) | |
| Angorakaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 151 Zuchten (233 Rammler / 357 Häsinnen) 2023: 54 Züchter (86 Rammler / 125 Häsinnen) | |
| Deutsche Großsilber
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 178 Zuchten (326 Rammler / 556 Häsinnen) | |
| Deutsche Riesen
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 1321 Zuchten (2383 Rammler / 4107 Häsinnen) 2023: 668 Züchter (1.315 Rammler / 2.225 Häsinnen) | |
| Deutsche Riesenschecken
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 664 Zuchten (1.310 Rammler / 2.583 Häsinnen) 2023: 362 Züchter (872 Rammler / 1.348 Häsinnen) | |
| Deutsche Widder
ursprüngliche Farbenschläge: blau, blau-weiß, chinchillafarbig, dunkelgrau, eisengrau, eisengrau-weiß, hasenfarbig, schwarz, schwarz-weiß, weiß Blauaugen, weiß Rotaugen, wildfarben, wildfarben-weiß |
2013: 935 Zuchten (1635 Rammler / 2782 Häsinnen) 2023: 441 Züchter (739 Rammler / 1.179 Häsinnen) | |
| Englische Schecken
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 547 Zuchten (1061 Rammler / 2048 Häsinnen) 2023: 213 Züchter (409 Rammler / 793 Häsinnen) | |
| Englische Widder (gemäß deutschem Zuchtstandard) ursprüngliche Farbenschläge: blau, blaugrau, dunkelgrau, eisengrau, gelb, schwarz, thüringerfarbig, weiß Rotaugen, wildfarben |
2013: 110 Zuchten (137 Rammler / 196 Häsinnen) 2023: 49 Züchter (69 Rammler / 92 Häsinnen) | |
| Fuchskaninchen ursprüngliche Farbenschläge: |
||
| Großchinchilla
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2016: 475 Züchter (814 Rammler / 1.484 Häsinnen) 2023: 251 Züchter (452 Rammler / 799 Häsinnen) | |
| Hasenkaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 810 Zuchten (1382 Rammler / 2314 Häsinnen) 2023: 344 Züchter (592 Rammler / 981 Häsinnen) | |
| Havanna
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 711 Zuchten (1174 Rammler / 1998 Häsinnen) 2023: 289 Züchter (514 Rammler / 1.137 Häsinnen) | |
| Helle Großsilber
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 1.398 Zuchten (2.474 Rammler / 4.338 Häsinnen) 2023: 707 Züchter (1.290 Rammler / 2.240 Häsinnen) | |
| Hermelin
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 1.023 Zuchten (2.041 Rammler / 3.703 Häsinnen) 2023: 441 Züchter (910 Rammler / 1.655 Häsinnen) | |
| Holländer
ursprüngliche Farbenschläge: blau-weiß, dunkelgrau-weiß, eisengrau-weiß, gelb-weiß, havannafarbig-weiß, schwarz-weiß, thüringerfarbig-weiß, wildfarben-weiß |
2013: 865 Zuchten (1525 Rammler / 2865 Häsinnen) 2023: 424 Züchter (764 Rammler / 424 Häsinnen) | |
| Japaner
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 164 Zuchten (356 Rammler / 692 Häsinnen) 2023: 92 Züchter (205 Rammler / 364 Häsinnen) | |
| Kleinchinchilla
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 747 Zuchten (1219 Rammler / 2113 Häsinnen) 2023: 315 Züchter (587 Rammler / 988 Häsinnen) | |
| Kleinsilber
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 2953 Zuchten (5117 Rammler / 8772 Häsinnen) 2023: 990 Züchter (1.900 Rammler / 3.252 Häsinnen) | |
| Lohkaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 1920 Zuchten (3273 Rammler / 5431 Häsinnen) 2023: 663 Züchter (1.102 Rammler / 1.771 Häsinnen) | |
| Luxkaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 100 Zuchten (161 Rammler / 268 Häsinnen) 2023: 96 Züchter (154 Rammler / 270 Häsinnen) | |
| Marburger Feh
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 650 Zuchten (1065 Rammler / 1786 Häsinnen) 2023: 316 Züchter (537 Rammler / 872 Häsinnen) | |
| Marderkaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 164 Zuchten (315 Rammler / 487 Häsinnen) 2023: 46 Züchter (90 Rammler / 141 Häsinnen) | |
| Meißner Widder
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 157 Zuchten (261 Rammler / 413 Häsinnen) 2023: 91 Züchter (149 Rammler / 227 Häsinnen) | |
| Perlfeh
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 444 Zuchten (755 Rammler / 1.277 Häsinnen) 2023: 302 Züchter (578 Rammler / 886 Häsinnen) | |
| Rexkaninchen
ursprüngliche Farbenschläge: Blau-Rexe, Castor-Rexe, Chin-Rexe, Feh-Rexe, Havanna-Rexe, Loh-Rexe, Lux-Rexe, Schwarz-Rexe, Weiß-Rexe |
2013: 2561 Zuchten (4309 Rammler / 7346 Häsinnen) 2023: 943 Züchter (1.594 Rammler / 2.605 Häsinnen) | |
| Rheinische Schecken
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 201 Zuchten (438 Rammler / 864 Häsinnen) | |
| Rote Neuseeländer
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 1261 Zuchten (2114 Rammler / 3725 Häsinnen) 2023: 620 Züchter (1.079 Rammler / 1.839 Häsinnen) | |
| Russen
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 541 Zuchten (912 Rammler / 1.518 Häsinnen) 2023: 217 Züchter (383 Rammler / 629 Häsinnen) | |
| Thüringer
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 1.060 Zuchten (1.826 Rammler / 3.169 Häsinnen) 2023: 498 Züchter (873 Rammler / 1.495 Häsinnen) | |
| Wiener
ursprüngliche Farbenschläge:
|
2013: 3.698 Zuchten (6.469 Rammler / 1.1604 Häsinnen) 2023: 1788 Züchter (3.384 Rammler / 5.863 Häsinnen) |
Hunde
| Rasse | Abbildung | Gefährdung, Bestand (Stand 2023)[141] |
|---|---|---|
| Altdeutscher Hütehund: | GEH: | |
Altdeutscher Hütehund:
|
GEH: | |
| Altdeutscher Hütehund: | GEH: | |
| Altdeutscher Hütehund: | GEH: | |
| Altdeutscher Hütehund: | GEH: | |
| Altdeutscher Hütehund: | GEH: | |
| Altdeutscher Hütehund: | GEH: | |
| Großspitz | Deutschland GEH: | |
| Mittelspitz | Deutschland GEH: | |
| Deutscher Pinscher | Deutschland GEH: | |
| Österreichischer Pinscher | Österreich Arche Austria: ca. 55 - 60 Welpen pro Jahr (KÖP 2010 - 2014)[144][145] |
Bienen
| Rasse | Abbildung | Gefährdung, Bestand |
|---|---|---|
| Dunkle Europäische Biene | Kat. I (extrem gefährdet, lt. GEH); die Ökotypen Heidebiene, Deutsche Braune Biene, Schwarze Alpenländische Biene gelten in Deutschland als ausgerottet
| |
| Kärntner Biene | lt. ÖNGENE |
Siehe auch
Literatur und Weblinks
- Deutschland
- Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE): Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2025. (Dokument zum Download, PDF)
- BLE: Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland (TGRDEU)
- Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG), Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH): Liste alter einheimischer Geflügelrassen in Deutschland (PDF-Datei)
- GEH: Die Rote Liste
- VIEH (Vielfältige Initiative zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen) Die Rote Liste
- GENUVI (Gesellschaft für Internationale Nutztierrassen-Vielfalt in Deutschland e. V.)
- Österreich
- Arche Austria: Rote Liste gefährdeter Tiere Österreichs. herausgegeben vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Böhlau: Wien 2010. ISBN 978-3-205-78480-7
- Österreichische Nationalvereinigung für Genreserven landwirtschaftlicher Nutztiere (ÖNGENE): oengene.at (Webpräsenz)
- Arche Austria – Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen: arche-austria.at (Webpräsenz)
- Klub für Österreichische Pincher: oe-pinscher-klub.at (Webpräsenz)
- Schweiz
- ProSpecieRara Schweiz: 28 betreute Rassen
























