Little Trouble Girls
Film von Urška Djukic (2025)
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Little Trouble Girls (Originaltitel: Kaj ti je deklica) ist ein Spielfilm von Urška Djukić aus dem Jahr 2025. Das Drama thematisiert das sexuelle Erwachen einer introvertierten Jugendlichen während eines Probenwochenendes mit ihrem Schulchor in einem Kloster. Die Hauptrolle übernahm die Laiendarstellerin Jara Sofija Ostan. Die europäische Koproduktion zwischen Slowenien, Italien, Kroatien und Serbien, gleichzeitig das Spielfilmdebüt der Regisseurin, wurde Mitte Februar 2025 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) uraufgeführt. Der deutsche Kinostart ist für Januar 2026 geplant.
| Film | |
| Titel | Little Trouble Girls |
|---|---|
| Originaltitel | Kaj ti je deklica |
| Produktionsland | Slowenien, Italien, Kroatien, Serbien |
| Originalsprache | Slowenisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 89 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Urška Djukić |
| Drehbuch | Urška Djukić, Maria Bohr |
| Produktion | Jožko Rutar, Miha Černec |
| Musik | Diego Ramos Rodriguez |
| Kamera | Lev Predan Kowarski |
| Schnitt | Vlado Gojun |
| Besetzung | |
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Handlung
Die 16-jährige Lucija tritt dem Mädchenchor ihrer katholischen Schule bei. Dort lernt sie die zwei Jahrgänge über ihr studierende Ana Maria kennen und schließt Freundschaft mit dem beliebten Mädchen. Ein intensives Probenwochenende in einem Kloster auf dem Land droht die beiden zu entzweien. Die introvertierte Lucija verguckt sich in einen älteren und attraktiven Restaurator. Sie beginnt mit Hilfe der gefallsüchtigen Ana Maria ihre Sexualität zu entdecken und ihren Glauben und ihre Werte infrage zu stellen. Die Harmonie im Chor und auch die Freundschaft zu den anderen Mädchen droht daraufhin zu zerbrechen.[2][3]
Veröffentlichung
Die Weltpremiere von Little Trouble Girls erfolgte am 14. Februar 2025 im Rahmen der 75. Berlinale. Dort wurde das Werk als Eröffnungsfilm der neuen Sektion für Debütfilme, Perspectives, ausgewählt.[2] Der Kinostart in Deutschland fand 29. Januar 2026 im Verleih von Grandfilm statt.
Auszeichnungen
Little Trouble Girls war automatisch für den Hauptpreis der Sektion Perspectives, den GWFF Preis Bestes Spielfilmdebüt, nominiert. Ebenfalls gelangte das Werk dort in die Auswahl für den queeren Filmpreis Teddy Award.[4] Der Film erhielt den FIPRESCI-Preis in der Kategorie Perspectives.[5]
Noch vor seiner Uraufführung gewann die Produktion im Dezember 2023 auf dem Filmfestival von Les Arc den mit 10.000 Euro dotierten TitraFilm Award für das beste in Arbeit befindliche Projekt.[6][7]
Der Film wurde als slowenischer Kandidat als bester internationaler Film für die Oscarverleihung 2026 eingereicht. Auch gelangte das Werk in die Vorauswahl zum Europäischen Filmpreis 2026.[8]
Rezeption
In ihrer Kritik in der Sissy hob Esther Buss die sinnliche, stark auf Wahrnehmung (Hören, Sehen, Fühlen) ausgerichtete Inszenierung hervor und beschrieb, wie der Film sexuelles Erwachen, religiöse Prägung und Begehren in mehrdeutigen Bildern und subjektiven Perspektiven miteinander verschränkt. Besonders betont sie die Rolle des Mädchenchors als erzählerisches und atmosphärisches Zentrum, in dem sich innere Unruhe und Gruppendynamik spiegeln.[9]
Birgit Roschy charakterisierte den Film in epd Film als „berückendes Coming-of-Age-Drama“ über das sexuelle Erwachen einer Jugendlichen im Spannungsfeld von sittenstrengem Katholizismus und unbewusstem Begehren und würdigte die präzise gesetzten Beobachtungen, mit denen die Regie die emotionale Entwicklung der Protagonistin entfaltet.[10]
In The Guardian lobte Peter Bradshaw den Film als „eleganten und geheimnisvollen“ Debütfilm und hob insbesondere Musik, Score und Sounddesign hervor.[11]
Weblinks
- Kaj ti je deklica im Programm der Berlinale
- Little Trouble Girls bei IMDb