Lièpvrette

Nebenfluss des Giessens From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Lièpvrette (dt. Leber, Leberbach) ist ein 25 km langer Fluss im Elsass in Frankreich, der in den Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin verläuft.

Schnelle Fakten
Lièpvrette
Die Lièpvrette in Lièpvre

Die Lièpvrette in Lièpvre

Daten
Gewässerkennzahl FR: A23-0210
Lage Frankreich

Elsaß

Flusssystem Rhein
Abfluss über Giessen Ill Rhein Nordsee
Quelle nordöstlich des Col des Bagenelles
48° 11′ 41″ N,  6′ 57″ O
Quellhöhe 750 m
Mündung vor Châtenois in den Giessen
48° 17′ 22″ N,  22′ 40″ O
Mündungshöhe ca. 200 m
Höhenunterschied ca. 550 m
Sohlgefälle ca. 22 
Länge 25 km[1]
Einzugsgebiet 130 km²[2]
Abfluss[2]
an der Mündung
MQ
2,02 m³/s
Die Liepvrette in Sainte-Croix-aux-Mines

Die Liepvrette in Sainte-Croix-aux-Mines

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Name

Der Bach wurde 1322 (von der Leberahe) erstmals schriftlich genannt. Im Mittelhochdeutschen beschrieb leber eine Binsenart.[3]

Geographie

Verlauf

Die Lièpvrette entspringt auf 750 m am Col des Bagenelles im Brézouard-Massiv südlich Sainte-Marie-aux-Mines. Sie durchfließt das Val d’Argent (Silbertal), passiert dabei die vorgenannte Gemeinde sowie Lièpvre und das Dorf La Vancelle und mündet in den Fluss Giessen im Einzugsgebiet des Rheins.

Zuflüsse

  • Robinot (links), 4,5 km
  • Fertrupt (rechts)
  • Trachenbach (links)
  • Rombach (links)
  • Söbäche (rechts)
  • Timbach (rechts)
  • Votembach (rechts)
  • Rombach (links)
  • Mollenbach (rechts)
  • Rösselbach (links)
  • Fuehlbach (links)
  • Saarbach[4] (rechts), 4,2 km
  • Grossedebaechel (rechts)
  • Riehbach (rechts)

Hydrologie

An der Mündung der Lièpvrette in den Giessen beträgt die mittlere Abflussmenge (MQ)2,02 m³/s; das Einzugsgebiet umfasst hier 130 km². Die längere Liepvrette führt am Zusammenfluss mehr Wasser als der Giessen, so dass sie hydrologisch der Hauptstrang des Flusssystems ist.

Am Pegel Lièpvre wurde über einen Zeitraum von 46 Jahren (1965–2010) die durchschnittliche jährliche Abflussmenge der Lièpvrette berechnet.[5] Das Einzugsgebiet entspricht an dieser Stelle mit 108 km² etwa 83 % des vollständigen Einzugsgebietes des Flusses.

Die Abflussmenge schwankt im Lauf des Jahres recht stark. Die höchsten Wasserstände werden in den Monaten Dezember – März gemessen. Ihren Höchststand erreicht die Abflussmenge mit 3,14 m³/s im Februar. Von April an geht die Schüttung zurück und erreicht ihren niedrigsten Stand im August mit 0,66 m³/s, um danach wieder von Monat zu Monat anzusteigen. Der jahresdurchschnittliche Wert beträgt hier 1,84 m³/s

Der monatliche mittlere Abfluss (MQ) der Lièpvre in m³/s, gemessen an der hydrologischen Station Lièpvre
Daten aus den Werten der Jahre 1965–2010 berechnet

Einzelnachweise

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