Ljudmila Nikiforowna Galenskaja

russische Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ljudmila Nikiforowna Galenskaja (russisch Людмила Никифоровна Галенская; * 1. Oktober 1932 in Witebsk, Weißrussische SSR; † 27. Oktober 2025[1]) war eine sowjetische bzw. russische Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin.[2]

Leben

Nach dem Mittelschulabschluss studierte Galenskaja 1949–1954 an der Universität Leningrad (LGU) in der Juristischen Fakultät und arbeitete dann als Schlichterin im Schiedsgericht, Staatsanwaltschaftsermittlerin und Rechtsberaterin.[2]

Am Ende der Aspirantur 1962–1965 in der Juristischen Fakultät der LGU verteidigte Galenskaja ihre Kandidat-Dissertation über das Recht auf Asyl im modernen Völkerrecht mit Erfolg für die Promotion zur Kandidatin der juristischen Wissenschaften.[2][3] Darauf wurde sie dort Assistentin und dann Dozentin. Sie betreute 1975 Wladimir Putins Diplomarbeit über das Meistbegünstigungsprinzip im Völkerrecht.[4] Sie verteidigte 1979 erfolgreich ihre Doktor-Dissertation über Grundrichtungen der Zusammenarbeit von Staaten bei der Bekämpfung der Kriminalität im Hinblick auf rechtliche Problem für die Promotion zur Doktorin der juristischen Wissenschaften 1980 mit Ernennung zur Professorin des Lehrstuhls für Völkerrecht der Juristischen Fakultät der LGU 1982.[2][5]

Galenskaja gründete 1992 als erste zweisprachige juristische Zeitschrift in Russland die Zeitschrift für internationales Privatrecht mit parallelen Texten auf Russisch und Englisch, deren Chefredakteurin sie seitdem ist.[6] Sie initiierte die vielbändige Enzyklopädie der internationalen Organisationen (2003),[7] auf der die Entwicklung eines Konzepts der Prinzipien und Funktionen eines internationalen institutionellen Systems basiert. Für die Videothek der Bibliothek der UNO nahm sie 2011 eine Video-Vorlesung über Kategorien der Prinzipien als rechtliche Regulatoren internationaler Beziehungen auf.[8] Sie gehörte dem Rat des Außenministerium der Russischen Föderation an und war an Gesetzgebungsprojekten beteiligt. Sie unterstützte 2022 den russischen Überfall auf die Ukraine.[9]

Ehrungen, Preise

Einzelnachweise

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