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Lorbeer (Fernsehpreis)

Fernsehpreis in der DDR From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Lorbeer war ein Preis des DDR-Fernsehens. Er wurde seit etwa 1963 in Gold, Silber und Bronze vergeben.

Geschichte

Spätestens seit 1963 wurden Goldene, Silberne und Bronzene Lorbeeren durch den Deutschen Fernsehfunk der DDR verliehen. Diese erhielten vor allem einzelne Schauspieler und Regisseure, sowie Filmproduktionen, (manchmal auch von DEFA oder Hochschulfilmen), seltener Drehbuchautoren, Funktionäre oder Organisationen.

Der Preis wurde in unregelmäßigen Abständen verliehen, manchmal auch zu konkreten Anlässen, wie Geburtstagen. Seit etwa 1982 war das Staatliche Komitee für Fernsehen beim Ministerrat der DDR der offizielle Organisator.

Der Lorbeer des Fernsehens der DDR ist zu unterscheiden vom Zuschauer-Lorbeer, der jährlich von der Berliner Zeitung und / oder der FF Dabei ermittelt wurde.

Trophäe

Der Lorbeer bestand aus einem kleinen Fernsehschirm aus Meißner Porzellan (etwa 3,8 × 4,8 cm). Dieser war in einem Gestell aus Metalldraht befestigt, das auf einem Sockel aus Meißner Porzellan angebracht war. Oben war in der Art einer Fernsehantenne ein Lorbeerblatt in versilbertem Gold (853), Silber (900) oder Bronze aufgesetzt.[1][2] Die Vorderseite des Fernsehschirms trug das Abbild des Brandenburger Tors und, je nach Herstellungszeitraum, entweder die Aufschrift Deutscher Fernsehfunk oder (ab 1972) Fernsehen DDR. Die Rückseite des Fernsehschirms konnte, je nach Herstellungszeitraum, ohne Inschrift sein oder den Spruch Sei stolz darauf und denke dran, dass Lorbeer auch verwelken kann zeigen.

Zur Trophäe gab es eine Urkunde mit dem Namen des Preisträgers in einer roten Mappe.[3] Der Preis war nicht dotiert.

Mitunter sind Trophäen noch im Antiquitätenhandel oder auf Flohmärkten erhältlich.

Preisträger (Auswahl)

1963

Silber

1964

Silber

1965

Gold

Silber

(unbekannte Form)

1966

Gold

Silber

1969

Gold

  • Schwermaschinenbau-Kombinat „Ernst Thälmann“ in Magdeburg, für Unterstützung des Films Krupp und Krause
1970

Gold

1971

Gold

1976

Gold

  • Gisela Hermann, Fernsehkritikerin der Berliner Zeitung[10]
1977

Gold

1978

Silber

1979

Gold

1981

Gold

  • Herbert Kegel, Musikwissenschaftler, für große Verdienste um die Popularisierung
1982

Gold

  • Herbert Eckert, Kameramann[11]
1984
1985

Gold

1986

Gold

  • Julius Hellmich, Maskenbildner, Diplom-Theaterwissenschaftler und Dozent an der Hochschule für Bildende Künste Dresden; für große Verdienste bei der nationalen und internationalen Entwicklung des Maskenbildnerberufes
  • Redaktion der kirchlichen Sendungen im 2. DDR-Fernsehen[13]
1987

Gold

Weitere

Einzelnachweise

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