Lost Generation Art
in Karlsruhe ansässige Dokumentations-Plattform und Kunstsammlung
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Lost Generation Art ist ein in Karlsruhe ansässiges Forschungs- und Dokumentationsprojekt zur Kunst der Verschollenen Generation, das mit einer eigenen Kunstsammlung verbunden ist. Die von Beatrix Früh und Stefan Schmitt ins Leben gerufene Initiative befasst sich mit der Erforschung und Dokumentation der Biografien von Künstlerinnen und Künstlern, die in der Zeit des Nationalsozialismus als „entartet“ galten, verfolgt wurden oder ins Exil flüchten mussten.[1]
Kooperationen
Das Projekt arbeitet mit wissenschaftlichen Institutionen zusammen, wie dem Jewish Digital Cultural Recovery Project (JDCRP).[2] Es ist Partner des Netzwerks „Künste im Exil“ der Deutschen Nationalbibliothek.[3] Berichte über das Projekt erschienen auf dem Fachportal ArtHist.net[4] und im L.I.S.A.-Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung[5].
Projektziele
Ziel ist die Dokumentation der Lebensläufe von Malerinnen und Malern, die vom NS-Regime verfolgt oder ermordet wurden, bzw. Opfer des Holocaust wurden.[4] Die Initiatoren betreiben eine frei zugängliche, zweisprachige Online-Datenbank. Dort werden außer Biografien auch Kunstwerke publiziert. Aus den Recherchen des Projekts wurden bislang 27 Künstlerbiografien für die Wikipedia neu angelegt oder erweitert. Alle zwei Monate erscheint ein Newsletter. Zudem gibt es regelmäßige Beiträge wie das „Gemälde des Monats“ oder ein wechselndes „Thema des Monats“[6].
Bei jüdischen Kunstschaffenden werden neue Informationen in Form von Gedenkblättern an die zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer in Yad Vashem weitergegeben. Zudem initiiert und finanziert das Projekt die Verlegung von Stolpersteinen für Künstler, für die bislang kein Gedenkstein existiert.
Parallel zur digitalen Erfassung kauft das Projekt Kunstwerke an, lässt sie restaurieren und macht sie anschließend dauerhaft sichtbar für die Nachwelt. Mittelfristig ist die Präsentation der Sammlung im Rahmen einer Gemeinnützigen Stiftung in einem eigenen, physischen Museum am Standort Karlsruhe geplant.[7]
Kunstsammlung

Die Sammlung konzentriert sich auf Arbeiten der Klassischen Moderne und der Neuen Sachlichkeit und umfasst zurzeit mehr als 160 Werke[7] von rund 60 Künstlerinnen und Künstlern, die um 1890 geboren wurden und in Deutschland oder den von den Nationalsozialisten besetzten Staaten Ost- und Westeuropas lebten.